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Lokales Die SLUB baut um – Bibliothek reagiert auf neue Anforderungen durch Digitalisierung
Dresden Lokales Die SLUB baut um – Bibliothek reagiert auf neue Anforderungen durch Digitalisierung
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17:30 20.03.2018
Mit alternativen Sitzkonzepten wurde bereits in der Vergangenheit experimentiert. Hier ein Blick auf die Lounge. Foto: SLUB Dresden/Henrik Ahler Quelle: Foto: SLUB Dresden/Henrik Ahler
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Dresden

Um in der digitalisierten Welt mithalten zu können, müssen sich analoge Bereiche wie Bibliotheken anpassen. Das weiß auch die „Staats- und Universitätsbibliothek“ (SLUB) auf dem Zelleschen Weg 18. Die sächsische Landesbibliothek baut seit Anfang März um, bis Ostern sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

„Eine Bibliothek ist heute weit mehr als eine Entleihstation für physische Medien“, weiß der stellvertretende Generaldirektor Dr. Achim Bonte. Sie sei vor allem ein vielfältiges Lern- und Kommunikationszentrum und erfordere darum differenzierte Arbeitsplatzlandschaften. Seit 2010 wuchs die Zahl der über zwei Millionen, jährlichen Bibliotheksbesuche noch einmal um zehn Prozent. Recht machen könne man es bei so vielen Nutzern natürlich nicht allen. Dementsprechend formulierten auch die befragten 2000 Bibliotheksbesucher teils widersprüchliche Anforderungen an den optimale Lernplatz. Ruhe und Konzentration sollen gegeben sein, bei gleichzeitiger Möglichkeit auch in Gruppen zu arbeiten und anregende Gesprächs- und Arbeitssituationen vorzufinden. Mehr Flexibilität müsse her. Das will die SLUB vor allem mithilfe von variablen Sitzgruppen, kleinteiligere Arbeitszonen und vielfältigere Sitzmöbeln erreichen. An der bisherigen, eher strengen Gestaltung der Arbeitsplatzreihen stößt sich nun auch die SLUB selbst. Vor den Maßnahmen reihten sich lange Tische im Abstand von etwa vier Metern aneinander. „Unser Ziel ist es, das bisherige Bild zu überwinden und eine ästhetisch überzeugende und möglichst flexible Lösung zu schaffen“, so Bonte. Der Sorge um reduzierte Arbeitsplätze könne er den Studierenden aber nehmen. Dazu werde es nicht kommen.

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Über 200 Arbeitsplätze werden im Zuge des Umbaus neu gestaltet. Raumtrennende Elemente sowie durchweg schalldämmende Oberflächen und Materialien sollen die Geräuschbelastung mindern. Whiteboards und besonders große Bildschirme für Präsentationen in Kleingruppen sind ebenfalls neue Elemente der Umgestaltung. Auch eine zentrale Druckerbar soll mehr Arbeitsqualität schaffen. Die SLUB-Mitarbeiter sollen auch eine neue SLUB-Wissensbar bekommen, an welcher sie an prominenter Stelle zu Themen wie Forschungsdatenmanagement, wissenschaftlichen Schreiben und Open-Access-Publizieren beraten können.

Von Carolin Seyffert

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