Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Die Dresdner App „Scoolio“ vernetzt Schüler und Firmen
Dresden Lokales Die Dresdner App „Scoolio“ vernetzt Schüler und Firmen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
15:45 30.01.2020
Scoolio-Chef Danny Roller (h.l.) zeigt zusammen mit SIB-Chef Christian Möller und zwei Mitarbeiterinnen, wie die App funktioniert. Quelle: Dietrich Flechtner
Anzeige
Dresden

Stundenpläne einrichten, den Notendurchschnitt im Auge behalten und sich mit anderen Klassenkameraden austauschen – das alles bietet die 2016 erschienene App „Scoolio“ derzeit.

Schon 800.000 Nutzer – vor allem in Deutschland – verwenden die App, es gebe aber auch einige in Österreich und der Schweiz, sagt Scoolio-Mitbegründer und Chef des gleichnamigen Dresdner Unternehmens, Danny Roller. Seine App lege den Fokus auf die Institution Schule – und natürlich die Schüler.

„Business Manager“ als neue Komponente

Die App gliedert sich im Moment auf in zwei Hauptkomponenten: Organisatorisches und Soziales. So können Schüler ihren eingerichteten Stundenplan mit Klassenkameraden teilen, können den Überblick behalten über Hausaufgaben und Veranstaltungen. Zudem bietet die App die Möglichkeit, Nachhilfe zu organisieren.

Das erklärte Ziel des 14-köpfigen Teams: expandieren. Seit Dienstag bieten die Dresdner nun neue Komponenten an. Sie widmen sich verstärkt dem Thema Fachkräftemangel und beziehen potenzielle Arbeitgeber in das Nutzungskonzept ein. Dafür starteten sie den „Business Manager“, eine Plattform, mit der kleine und mittelständische Unternehmen Nachwuchs rekrutieren können.

Zu erreichen ist die Plattform über eine mit der App kombinierte Homepage. Unternehmen können dort ihren Standort und das Zielgebiet – inklusive Einzugsradius – festlegen. So sehen sie, „wie viele Schulen und Schüler erreicht werden können“, sagt Roller. In einem nächsten Schritt können die Firmen ihre Werbekampagnen für Jobangebote oder Praktika hochladen und individuell anpassen.

Auch einen Persönlichkeitstest bietet die App künftig

Die Schüler sehen die jeweilige Kampagne anschließend in der Scoolio-App. Klicken sie drauf, leitet die App sie automatisch zu dem Unternehmen weiter. „Vorteil beim Business-Manager ist, dass die Betriebe ihn komplett autark nutzen können.“

Darüber hinaus bietet Scoolio künftig einen Persönlichkeitstest. Die nicht ganz neue Idee dahinter: Schüler in der Selbstfindungsphase unterstützen. „Mit dem Future Space stellen wir den Schülern einen weiteren Bereich in der App zur Verfügung, der sich um die Themen Selbstentdeckung und Zukunftspläne dreht“, sagt Roller. In 16 Fragen können die Schüler dort spielerisch mehr über sich selbst erfahren.

Der Test orientiere sich an psychologischen Standardtests. Das Ergebnis – der Persönlichkeitstyp – werde aber zielgruppengerecht wiedergegeben. Am Ende stelle die App den Schülern Berufsbilder vor, die zu ihrem jeweiligen Typ passen könnten. Dies schließlich kombiniert das Unternehmen mit den Noten der Schüler – und gibt, wenn nötig, Anreize, sich zu verbessern.

Die sensiblen Informationen werfen Fragen nach dem Datenschutz auf

Das alles ist höchst sensibel und wirft Fragen nach dem Datenschutz auf. Roller weiß das und weist jeden Verdacht der Sammelwut von sich: „Wir arbeiten natürlich nach dem Prinzip der Datensparsamkeit.“ Nur die Daten, die Scoolio wirklich brauche, würden gespeichert. Alle persönlichen Informationen liegen zudem auf deutschen Servern. Somit halte sich das Unternehmen an die Datenschutzgrundverordnung.

Die Sparkassen-Beteiligungstochter SIB fand das grundlegende Konzept der App schon 2017 gut – und stieg als stiller Teilhaber ein. „Um die Wirtschafts- und Innovationskraft der Region weiterhin zu stärken, beteiligt sich die SIB an der Wachstumsfinanzierung der Dresdner Scoolio GmbH, der führenden Schüler-App in Deutschland, und an deren Weiterentwicklung zur Social Community für Schüler in ganz Europa“, heißt es in einer Mitteilung.

Lesen Sie auch:

Bildungschancen in Dresden sind eine Frage der Herkunft

In Dresden fehlt Bildungsgerechtigkeit

Von Felix Franke

In China steigt die Zahl der am Coronavirus Erkrankten stetig. Auch in Deutschland ist der neuartige Erreger mittlerweile angekommen. Die Dresdner Kliniken sind auf einen möglichen Ausbruch in Sachsen vorbereitet.

30.01.2020

Hartmut Vorjohann hat die ersten Erfahrungen als Sachsens neuer Finanzminister am Kabinettstisch in Dresden gesammelt. Im DNN-Interview spricht er über den neuen Job, Listen der Grausamkeit und den Semperopernball.

30.01.2020

Nach der Absage von Judith Rakers hat der Semperopernball eine neue Moderatorin. Mareile Höppner wird an der Seite von Roland Kaiser stehen. Sie ist eine Wiederholungstäterin.

30.01.2020