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Lokales Die Centrum Galerie ist besonders häufig von Fehlalarmen betroffen
Dresden Lokales Die Centrum Galerie ist besonders häufig von Fehlalarmen betroffen
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07:37 14.02.2019
Fehlalarm am Heiligabend 2018. Last Minute-Shopper warten vor der Tür der Centrum Galerie. Quelle: fkä
Dresden

9 Millionen Menschen besuchen die Centrum Galerie auf der Prager Straße in etwa pro Jahr. Einige davon werden es schon erlebt haben: Feueralarm. Ein Warnton, dann die Ansage vom Band: Das Shopping-Center wird wegen technischer Probleme evakuiert. In Minutenschnelle finden sich alle auf der Straße wieder – Einkaufende wie zu Mittag Essende, Mitarbeiter und auch alle, die nur ihr Auto auf den Parkdecks abgestellt oder kurz die Toilette im Untergeschoss aufgesucht haben.

Ein Blick zur Decke enthüllt Sprinkler und Brandmelder

Ebenso geschwind rückt die Feuerwehr an und schaut in einer der zwei Brandmeldezentralen nach dem Rechten – je nach dem, in welchem Gebäudeteil links oder rechts der Trompeterstraße der Alarm ausgelöst wurde.

Fast immer rückt die Feuerwehr letztlich wieder ab, ohne einen Tropfen Wasser vergossen zu haben, zum Beispiel an Heiligabend 2018 im ohnehin hektischen Last-Minute-Weihnachtseinkaufstrubel. Denn die Centrum Galerie war in der Vergangenheit überproportional häufig von Falschalarmen betroffen. „In der Zeit, in der ich hier arbeite, hatten wir vier Feueralarme“, zählt Jürgen Wolf auf. Er hat seinen Job als Manager der Centrum Galerie erst im Oktober angetreten.

Jürgen Wolf, Center-Manager der Centrum Galerie Quelle: Matthias Schumann/PR

Wie erklärt sich diese Häufung, die in den sozialen Netzwerken mitunter bereits zu spöttischen Reaktionen führt? Die Centrum Galerie ist von einem dichten Netz an Brandschutzvorkehrungen durchzogen. Wer aufmerksam durch die Hallen und Gänge streift, den Blick auch mal zur Decke hebt, wird sie bemerken: Brand- und Rauchmelder, installiert im dichten Wechsel mit den Düsen der Sprinkleranlage. Die für Gäste nicht zugänglichen langen Flure hinter den Geschäften sind ebenfalls mit Sprinklern und Meldern übersät. Alles im Sinne der Vorschriften und der Sicherheit der Besucher und Mitarbeiter.

Ein falscher Alarm kostet richtig Geld

Wenn einer der Melder anschlägt, setzt das eine vordefinierte Kette an Maßnahmen und Routinen in Gang. Zunächst wird intern Alarm ausgelöst. Die automatische Brandmeldeanlage informiert dann die Feuerwehr, das Center wird evakuiert. „Die Feuerwehr wird verständlicherweise stinksauer, wenn bei ihrem Eintreffen noch Menschen im Gebäude sind“, weiß Wolf. Deshalb werden alle Galeriemitarbeiter regelmäßig geschult, wer im Ernstfall wo was tun soll, um das Gebäude möglichst schnell zu leeren.

Liegt ein Falschalarm vor, können alle nach kurzer Zeit zurückkehren. Doch der Einsatz hat seinen Preis: Pro Fehlalarm stellt die Feuerwehr eine Rechnung zwischen 600 und 800 Euro. Abgerechnet wird minutengenau. Und natürlich geht auch Umsatz verloren.

Und was löst nun „dauernd“ den Falschalarm aus? Die Gründe sind verschieden. Jürgen Wolf will sie keine Details nennen, auch um Nachahmern keine Vorlage zu geben. Das Brand- und Katastrophenschutzamt, das regelmäßig nicht nur in der Centrum Galerie mit Falschalarmen zu tun hat, nennt als häufige Ursachen Melder direkt über einem Backofen oder einer Fritteuse, Reinigungsarbeiten, Essenzubereitung in der Mikrowelle oder auch technische Defekte an Handdruckmeldern und der Klimaanlage.

Auch wenn den Verantwortlichen der Centrum Galerie die Falschalarmhäufigkeit selbst auf die Nerven geht: Auf die leichte Schulter nehmen sie keinen einzigen Alarm, versichert der Manager. „Wenn es einen trifft, bezahlt man schlimmstenfalls mit dem Leben“.

Von Franziska Kästner

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