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Lokales Deshalb sollen 1400 Mitarbeiter nur 1000 Stühle bekommen
Dresden Lokales Deshalb sollen 1400 Mitarbeiter nur 1000 Stühle bekommen
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17:28 21.05.2019
Der Bau neben Karstadt wird kommen. Das Zweitgebäude entlang der St. Petersburger Straße wird erst einmal nicht errichtet. Hier bleiben die Anwohnerparkplätze bestehen. Quelle: Jürgen-M. Schulter
Dresden

Die europaweite Ausschreibung wurde veröffentlicht, bis Juli können sich Bieter melden. Im März 2021 soll der Siegerentwurf feststehen. Ab 2022 rollen die Bagger: Die Landeshauptstadt Dresden baut für rund 139 Millionen Euro neben das Karstadt-Kaufhaus auf dem Ferdinandplatz ein neues Rathaus. Am Dienstag stellte Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) das Projekt vor.

Was entsteht auf dem Ferdinandplatz?

Ein Verwaltungszentrum mit 26 000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche und 10 000 Quadratmetern in den Untergeschossen in einem Gebäude an der Waisenhausstraße. 110 öffentliche Stellplätze in der Tiefgarage sind geplant, dazu 400 Fahrradparkplätze und Stellplätze für Dienstwagen und Elektrofahrzeuge.

Was ist mit dem ursprünglich geplanten zweiten Baukörper entlang der St. Petersburger Straße?

Der Stadtrat hat das Budget für den Neubau von 160 Millionen auf 139 Millionen Euro zusammengestrichen. Deshalb wird laut Schmidt-Lamontain der zweite Baukörper zurückgestellt. Gute Nachricht für die Autofahrer: Auf der für Haus 2 vorgesehenen Fläche entsteht ein öffentlicher Stellplatz mit Parkplätzen für die Anwohner der St. Petersburger Straße. Was später einmal dort gebaut wird, steht noch nicht fest. Es kann ein Verwaltungsgebäude sein, aber auch Wohnungsbau ist nicht ausgeschlossen.

Wer wird in das neue Rathaus einziehen?

Der Geschäftsbereich Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften, der Geschäftsbereich Umwelt und Kommunalwirtschaft sowie das Amt für Wirtschaftsförderung. Diese befinden sich gegenwärtig in angemieteten Gebäuden, die über das Stadtgebiet verteilt sind.

Wieviele Mitarbeiter werden in dem Gebäude arbeiten?

Die betroffenen Bereiche haben rund 1400 Mitarbeiter. Es wird laut Schmidt-Lamontain aber nur 1000 Bürostühle und damit Arbeitsplätze geben.

Wie soll das gehen?

Im Neubau soll moderne Verwaltung gelebt werden. Mit elektronischer Akte und digitalen Welten. Die Mitarbeiter dürfen von zu Hause aus arbeiten, das klassische Büro wird es nicht mehr geben. Sondern Räume für kommunikative Tätigkeiten, für konzentriertes Arbeiten, aber auch Servicebereiche für die Interaktion mit den Bürgern.

Spielen die Verwaltungsmitarbeiter da überhaupt mit?

Der Personalrat hat die Zustimmung zu den „nichtterritorialen Arbeitsplätzen“ erteilt, erklärt Schmidt-Lamontain.

Wie wird die Architektur des Neubaus aussehen?

Steht noch nicht fest. Die Verwaltung hat in den 400 Seiten Vergabeunterlagen jede Menge Anforderungen definiert. Die konkrete Ausformung des Gebäudes bleibt aber den Architekten überlassen.

Die Stadt vergibt den Neubau im Wettbewerblichen Dialog. Was heißt das eigentlich?

Es heißt, dass Planungen und Bauleistungen gemeinsam zu einem Festpreis an eine Arbeitsgemeinschaft vergeben werden. 116 Millionen Euro beträgt die Obergrenze. Die Arbeitsgemeinschaften zeigen im Verfahren auf, was sie für diesen Preis liefern können.

Beträgt das Budget nicht 139 Millionen?

Richtig. Aber ein Bauvolumen von 16,8 Millionen Euro erbringen die Stadt oder Dritte selbst. Dabei geht es besonders um Tiefbauarbeiten, unter anderem müssen Leitungen verlegt werden. Die Möbel für den Neubau – rund vier Millionen Euro – werden aus vergaberechtlichen Gründen extra ausgeschrieben.

Eine kleine Teilfläche auf dem Ferdinandplatz gehört nicht der Stadt. Was ist da geschehen?

Die Stadt hat das 350 Quadratmeter große Grundstück zum dreifachen Verkehrswert für 2,2 Millionen Euro erworben.

Wann ist der Neubau fertig?

2025. Wenn alles nach Plan läuft.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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