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Lokales Deshalb gibt Dresden den Turmbau vom Ferdinandplatz auf
Dresden Lokales Deshalb gibt Dresden den Turmbau vom Ferdinandplatz auf
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19:14 10.09.2019
Der Neubau auf dem Ferdinandplatz soll sich an der Firsthöhe des Rathauses orientieren. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Das neue Verwaltungszentrum am Ferdinandplatz wird keinen Turm erhalten. Das teilte Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) am Dienstag mit. Die Stadtverwaltung habe sich demnach mit dem Landesamt für Denkmalpflegeüber die maximale Gebäudehöhe ge­einigt. Diese liegt bei 34 Metern.

„Damit unterschreitet der Neubau die Firsthöhe des gegenüber stehenden Neuen Rathauses von 36 Metern“, erklärte Schmidt-Lamontain. Die Verwaltung habe den Entwurf des Bebauungsplanes für den Ferdinandplatz in diesem Sinn geändert. Der geänderte Planentwurf werde dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau zum Beschluss vorgelegt.

Ursprünglich waren 60 Meter geplant

Die geänderte Höhe soll auch in den Wettbewerblichen Dialog einfließen. Die Verwaltung vergibt den Auftrag für den Neubau mit diesem speziellen Verfahren, bei dem den Interessenten der Preis genannt wird und diese Angebote unterbreiten, was sie für das Geld liefern können. Für den Neubau steht ein Budget von 139 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Verwaltung hatte nach einer Kontroverse mit den Denkmalschützern das Vergabeverfahren stoppen müssen. Der Stadtrat hatte einen Hochpunkt von 43 Meternbeschlossen. Das war ein Kompromiss. Ursprünglich war ein bis zu 60 Meter hoher Turm geplant. Der Denkmalschutz legte aber auch gegen den 43 Meter hohen Turm sein Veto ein und kündigte nach DNN-Informationen eine Klage an, wenn die Stadt auf ihrem Standpunkt beharren sollte. Das hätte den Neubau auf unbestimmte Zeit verzögert.

Verzögerungen kann sich die Verwaltung aber nicht leisten. Das neue Rathaus auf dem Ferdinandplatz muss 2025 in Betrieb gehen. 1400 Verwaltungsmitarbeiter sollen dort ihre Arbeitsplätze finden. Der Zeitdruck dürfte unmittelbar mit dem Eingehen auf die Forderung der Denkmalschützer in Zusammenhang stehen.

Denkmalschutz künftig früher einbinden

Die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden hatte ein Bürgerbegehren für den Fall angekündigt, dass der Hochpunkt gebaut werden soll. Tilo Wirtz, Bauexperte der Stadtratsfraktion der Linken, hatte vehement gegen den Hochpunkt plädiert und darauf verwiesen, dass es keinerlei architektonische Begründung für einen Turm am Ferdinandplatz gebe.

Wirtz erklärte, die exakte Höhe des Neubaus werde erst feststehen, wenn sie vom Stadtrat demokratisch beschlossen sei. „Es handelt sich nur um einen Vorschlag der Verwaltung.“ Künftig sollte die Denkmalpflege rechtzeitig beteiligt werden, so der Linke-Stadtrat.

Von Thomas Baumann-Hartwig

Gerd Kastenmeier ist für den DNN-Wirtschaftspreis nominiert. 1995 eröffnete der gebürtige Bayer in Dresden sein erstes Restaurant. Seitdem hat er nicht nur die Stadt lieben gelernt, sondern ist mit seinem gastronomischen Konzept auf der Erfolgsspur. Gut kochen allein reicht da nicht.

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