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Lokales Der digitale Stromzähler kommt aus der Region
Dresden Lokales Der digitale Stromzähler kommt aus der Region
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10:24 06.12.2018
Steffen Böttcher, Geschäftsführer der DIGImeto, mit intelligenten Strommessgeräten, die ab nächstes Jahr schrittweise eingebaut werden. Quelle: Foto: Anja Schneider
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Dresden

Man hätte auch die Füße hochlegen und den Auftrag an einen externen Dienstleister vergeben können. Dann aber hätte man ein strategisch wichtiges Geschäftsfeld aus der Hand gegeben. „Wir wollen, dass die Wertschöpfung vor Ort bleibt, dass Know-how nicht abwandert“, erklärt Frank Brinkmann, Geschäftsführer des Versorgers Drewag und Vorstand des Schwesterunternehmens Enso. Gemeinsam mit vier Stadtwerken haben Drewag und Enso die Gesellschaft DIGImeto gegründet, die die Umstellung der Verbrauchsmessung auf digitale Systeme in Angriff nehmen soll.

Zusammen werfen die sechs Unternehmen die kritische Masse von einer Million Zähler auf die Waagschale. „Wir sind die einzigen in Sachsen, die dieses Geschäftsfeld bedienen“, erklärt Brinkmann, „unsere Marktrolle wandelt sich. Die Digitale Messung wird zur Datendrehscheibe. Das gewinnt zunehmend an Relevanz.“

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Wer Zugriff auf die Verbrauchsdaten der Kunden hat, kann Angebote unterbreiten: Von Tipps zur Energieeinsparung über Tarifangebote bis hin zu gesamten Paketen wie Heizkostenabrechnung und Rauchwarnanlagen ist vieles denkbar, erklärt Steffen Böttcher, Geschäftsführer der DIGImeto. Rund 14 Millionen Euro will das neue Unternehmen im nächsten Jahr investieren, das rund 160 Arbeitsplätze bei Drewag und Enso und bis zu 16 in den beteiligten Stadtwerken sichert. „Hinzu kommen 30 Mitarbeiter bei Fremdfirmen, die für uns Montageleistungen ausführen werden.“

Sechsstellige PIN schützt die Daten

Bis Juni 2020 müssen die Versorgungsunternehmen zehn Prozent ihres Stromzählerbestandes mit digitalen Systemen ausrüsten, bis 2032 muss die Umstellung abgeschlossen sein. In Dresden verfügen 75 Prozent der Haushalte über einen Stromzähler der zweiten Generation und 25 Prozent über ein veraltetes Gerät. „Bei diesen Haushalten werden wir mit dem Austausch beginnen“, kündigte Böttcher an.

Für die Kunden werde sich wenig ändern, erklärte Drewag-Geschäftsführerin und Enso-Vorständin Ursula Gefrerer. „Es wird nicht teurer als bisher“, kündigte sie an. Die Datensicherheit werde in hohem Maß gewährleistet. So könnten die Kunden den Zugriff auf ihre Verbrauchsdaten mit einer sechsstelligen Geheimzahl schützen. Der Bundesgesetzgeber fordere nur eine vierstellige PIN.

An der DIGImeto sind die einzelnen Versorger prozentual je nach Zahl ihrer Stromzähler beteiligt. Die Drewag Netz GmbH wird 41,99 Prozent Anteile halten, die Enso Netz 44,61 Prozent und die Stadtwerke Elbtal GmbH beispielsweise 4,03 Prozent. „Wir sind froh, starke Partner gefunden zu haben. Allein hätten wir die Vorgaben des Gesetzgebers nie bewältigen können“, sagte Elbtal-Geschäftsführerin Annett Müller-Bühren.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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