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Lokales Der Zoo Dresden freut sich über Piranha-Babys – erstmals seit den 1980ern
Dresden Lokales Der Zoo Dresden freut sich über Piranha-Babys – erstmals seit den 1980ern
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08:18 28.12.2017
Fünf neue Piranhas hatte der Zoo im September angeschafft – mit schnellem Zuchterfolg.  Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

 Der Dresdner Zoo freut sich über Nachwuchs: Die Piranhas haben sich fortgepflanzt – das hatte es zum letzten Mal in den 80er Jahren gegeben. Und der Nachwuchs fällt zahlreich aus. „Bei 200 Jungtieren haben wir aufgehört zu zählen“, sagt Michael Hoffmann, Revierleiter Aquarium. Zu verdanken ist der Fischsegen fünf neuen Tieren, die sich seit September ein Becken teilen.

Etwas überraschend kam der Nachwuchs dann doch. Denn bei Piranhas lässt es sich nicht unterscheiden, was Männchen und was Weibchen ist. „Wir wussten nicht, welche Geschlechter sich im Becken tummeln“, erzählt Hoffmann. Nun, es hat offenbar geklappt mit der Fortpflanzung. Auch wenn die nicht geplant war. „Piranhas sind schöne Zierfische. An einer Nachzucht ist ein Zoo aber eigentlich nicht interessiert“, erklärt Kurator Matthias Hendel.

Mehr als 200 Jungtiere haben die Zoomitarbeiter gezählt. In drei Becken abseits der Zoobesucher werden sie nun aufgepäppelt. Quelle: Dietrich Flechtner

Aber nun sind sie da, die mittlerweile einen halben Zentimeter großen Jungtiere. Zu sehen bekommen sie die Besucher allerdings nicht. „Wir mussten sie von den ausgewachsenen Tieren trennen“, sagt Hoffmann. Sonst wäre es nämlich ganz schnell vorbei gewesen mit den Babyfreuden, Piranhas machen auch vor ihrem Nachwuchs nicht Halt, wenn sich der Hunger meldet.

In drei Becken abseits der Zoogästescharen werden sie nun aufgepäppelt. Was nicht ganz einfach ist. Denn Jungpiranhas fressen nur Lebendfutter. „Alles, was nicht zappelt, interessiert sie nicht“, so der Revierleiter. Er hat Erfahrung bei der Aufzucht, schließlich war er bereits in den 80er Jahren schon mit dabei. Krebse und Wasserflöhe stehen auf der täglichen Menüliste. Dass auch die Finger des Revierleiters zwischen die Zähne der Fische gelangen – wie uns Fernsehbilder gerne weismachen wollen –, ist nicht zu befürchten. „Selbst die ausgewachsenen Piranhas haben Schiss und schwimmen weg, wenn ich meine Hand ins Becken stecke“, erzählt Hoffmann.

Etwa drei Zentimeter sollen die kleinen Piranhas nun groß werden, dann gehen sie auf die Reise. Etwa im Februar wird das soweit sein. „Wir haben bereits Kontakt zu Großhändlern aufgenommen, die uns die Fische in großen Zahlen abkaufen werden. Und dann haben wir den Preis für die neu angeschafften fünf Piranhas dreimal wieder rein“, freut sich Hendel.

Von Christin Grödel

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