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Lokales Der Sächsische Flüchtlingsrat und „WHAT“ demonstrieren in der Altstadt gegen Abschiebehaft
Dresden Lokales Der Sächsische Flüchtlingsrat und „WHAT“ demonstrieren in der Altstadt gegen Abschiebehaft
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08:27 04.06.2018
Demo des Sächsischen Flüchtlingsrates und „WHAT“ am Sonntag – 300 Menschen demonstrieren in der Altstadt Quelle: Anja Schneider
Dresden

 „Flucht ist kein Verbrechen“ – Unter diesem Motto sind am Sonntagnachmittag rund 400 Menschen gegen Abschiebehaft in Dresden auf die Straße gegangen. Aufgerufen zur Demonstration hatte der Sächsische Flüchtlingsrat und das Referat „WHAT“ des Studentenrates der TU Dresden.

In der Kundgebung am Hauptbahnhof sprachen die Initiatoren unter anderem über einzelne Schicksale Geflüchteter und über die hohe physische Belastung einer solchen „Haft ohne Strafe“. „Menschen werden zukünftig in der Hamburger Straße wissentlich kompletter Ohnmacht ausgeliefert“, äußerte sich eine Vertreterin des Sächsischen Flüchtlingsrates.

Mark Gärtner Versammlungsleiter Quelle: Anja Schneider

Angesprochen auf die jüngsten Auseinandersetzungen in den Erstaufnahmeeinrichtungen in der Hamburger und der Bremer Straße, bestätige sich für Mark Gärtner, Zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit im Sächsischen Flüchtlingsrat, nur, dass eine zentralisierte Unterbringung gerade für junge Menschen keine gute Idee ist. „Man muss sich einfach vor Augen führen, dass die Leute die hierher kommen traumatisiert sind und dass dann in zentralisierten Unterkünften Gewalt passieren wird, ist dadurch nicht überraschend“, äußerte sich Gärtner gegenüber den DNN. Des Weiteren würde das Asylbewerberleistungsgesetz, welches Höhe und Leistungen für materiell hilfsbedürftige Asylbewerber regelt, den Menschen signalisieren, dass sie nicht dazu gehören.

Getrennt durch die Tram, demonstrierten rund 50 Mitglieder der Organisation „Wellenlänge“ auf dem Wiener Platz. Gemeinsam forderten sie am Sonntag die „PoliterkerHAFTung für die verfehlte Asylpolitik und deren Auswirkungen“.

Demo gegen Abschiebehaft am Hauptbahnhof Quelle: Anja Schneider

Bis auf kleine verbale Auseinandersetzungen blieb am Sonntag am Hauptbahnhof alles friedlich. Lediglich der Demonstrationsbeginn verzögerte sich um ein paar Minuten aufgrund einer kurzzeitigen Ingewahrsamnahme eines Teilnehmers der „Gegen-Abschiebehaft-Demo“, welcher sich zuvor auf dem Wiener Platz aufgehalten hatte.

Von mir

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