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Lokales Der Bachelor, Folge 7: „Ich persönlich bin gar nicht Wellness“
Dresden Lokales Der Bachelor, Folge 7: „Ich persönlich bin gar nicht Wellness“
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17:06 04.12.2019
Michi ist entsetzt über das ihm vertraute Gesicht Quelle: RTL Now
Dresden

„Da steht die auf und macht noch nicht einmal das Bett“ mosert Alex kopfschüttelnd, als Jade sich wortlos aus dem gemeinsamen Nachtlager schält und in Richtung Fassadenrestauration absentiert. Cara, die ihm in einem Anfall von Schockverliebtheit in der gestrigen „Nacht der Rosen“ nicht nur ihr Blümchen sondern auch ihr Herz geschenkt hatte, ist fassungslos.

Das unvermeidlich folgende klärende Gespräch führt erwartungsgemäß zu nix, denn Cara will mehr und Alex denkt sich „Verhinder’s, Mann!“. Und das tut er dann auch

Schließlich geht es um den Charakter

. Das Inselleben geht trotzdem weiter, mit einer interessanten Demonstration dessen, was RTL unter Bodypositivity versteht. Ernestine zieht ins Paradise ein. Ernestine ist normalgewichtig, was auf bachelorisch nichts anderes als fett bedeutet. Das macht aber nichts, wie sie unentwegt betont, schließlich geht es um den Charakter, und davon hat sie, wie ja alle anderen hier auch, reichlich. Ernestine möchte „punkten mit der Art, wie ich halt bin“. Aus der letzten Bachelor-Staffel mit Andrej Mangold wissen wir, dass das auch unangebrachtes Betatschen fremder Kopfbehaarung so wie weirdes Nippelpieksen beinhaltet. Aber so hat halt jeder so seine Hobbys.

Ernestine lädt Andreas zum Spa-Date ein.

Die Insulaner begrüßen den Neuzugang dann auch direkt mit hochfrequentem Kreischen, das schnell in betretendes Schweigen mündet, denn Ernestine soll sich einen Boy für einen relaxten Tag aussuchen. Niemand will mitkommen und Ernestine schaut sehr dumm auf der ganzen Insel rum. Alex sagt, dass er nicht mit zum Date möchte, offenbar hat er Angst, seine mühsam gezüchtete Farnfrisur könnte Ernestines Betatschsucht zum Opfer fallen. „Ich muss also einfach Pickipicki machen“, stellt diese fest und was sie damit meint, stelle ich mir lieber nicht konkreter vor.

Andi erbarmt sich und führt ein Gespräch mit ihr, in dem sie offenbart, eine sehr unkonventionelle Frau zu sein. Auf ernestinisch bedeutet das: Sie ist nicht die typische Hausfrau, die heiratet und Kinder möchte. Grund genug für Andi, sie zum Date in einem Wellnesstempel zu begleiten, obwohl das gar nicht sein Ding ist: „Ich persönlich bin gar nicht Wellness, ich finde das ist Weiberkram“, kichert er neckisch in die Kamera. Ja, dass du nicht Wellness bist, ist mir schon vor einer Weile aufgefallen. Andi hält sich unterdessen für einen Fels, denn „ein Mann muss ein Fels sein für eine Frau“. Ernestine schickt ein Stoßgebet gen Himmel und dankt einem imaginären Höllenfürsten, „dass es noch Männer gibt, die wissen, was eine Frau braucht“. Ähm. Ja. Nein.

In Tränen ertränkte Kunstwimpern

Auch Oggy glaubt das zu wissen. Steffi braucht ihn. Sie ist „mega. Das ist ’ne Frau zum Heiraten“, zeigt er sich begeistert. Steffis Begeisterung manifestiert sich in einem Gesichtsausdruck, der unangenehm an eingeschlafene Füße erinnert. „Wie lange bist du Single?“, verlangt er zu wissen. Steffi ist empört, schließlich hat sie ihm das bereits fünf Mal gesagt. Aber Oggy hat das halt noch nicht kapiert. Ist auch nicht nötig, denn Steffi „hat Kopf, die hat Charisma, die hat Optik – alles, was ’ne Frau braucht“. Er hofft, so offenbart er seiner Premiumfrau, „dass wir hiernach noch ein bisschen Zeit verbringen können“. Steffis schnaubt entnervt „Mmmhmm“ und ihr Charisma dabei ist in etwa das eines Fräulein Rottenmeiers.

Unterdessen ertränkt Carina ihre künstlichen Wimpern in Tränen. Weil Serkan sie so richtig gut findet. Weißt du, wie ich mein? Natürlich weiß das wieder keiner, nur Christina glaubt zu verstehen, was da los ist. Vielleicht tut sie aber auch nur so.

Carina Quelle: RTL Now

Andi beäugt im Whirlpool unterdessen Ernestine und kommt zu einem bahnbrechenden Urteil: „Sie sieht aus wie ‚ne richtige Frau“. Er hingegen amüsiert sie mit der Entdeckung, dass er sich die Beine rasiert. Die Begründung: „Die Hosen reißen sonst die Haare raus“. Das müssen Hosen sein, wie sie sich nur Joanne K. Rowling ausdenken kann. Ich habe schon immer vermutet, dass in diesen zu engen und zu kurzen Hosen, die im Bacheloruniversum alle tragen, kleine scharfzähnige Biester wohnen. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme hat sich Andi etwas um den Knöchel gewickelt, das wie ein Zopfgummi von Natalie aussieht. Das Date wertet er im Anschluss mit dem „Bro Oggy“ aus. „Da ist was“, ist sich Andi sicher. „Same mit Steffi“ bringt Oggy seine kilometerweite Diskrepanz zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung auf den Punkt.

„Das fickt meinen Kopf“

Carina hat sich wieder beruhigt und plant beim Date mit Serkan bereits den Nachwuchs. Der soll, wenn es nach Carina geht, Jordan Jason (kurz JJ), Zoe und Noah heißen. Zum Glück geht es immer nach Carina.

Im Paradies naht unterdessen neues Ungemach in Gestalt von Amelie. Die wirkt ein bisschen, als hätte sie zur Einstimmung ein paar Maß Bier inhaliert. Michi hingegen wirkt bei ihrem Anblick, als würde er gern irgendetwas Stärkeres inhalieren. „Ach du Scheiße, fuuuuck!“ entfährt es ihm. Amelie ist nämlich die beste Freundin der Frau, der Michis halbes Herz gehört und das ist, nun ja. Ungünstig. Oder „ehrenlos“, wie Oggy es bezeichnet.

Oggy und Steffi im Gespräch. Quelle: RTL Now

Von Amelie zur Rede gestellt, rastet Michi aus. Er sei in keiner Beziehung, stellt er klar. Amelie hat da andere Infos, etwa „einen Verlauf“ und ein Profilfoto bei Whatsapp, das Michi und „die Person“ knutschend zeigt. Kann nicht sein, sagt Michi, der das mal lieber gegenüber „der Person“ hätte klarstellen sollen. Aber was soll das, „wir kannten uns drei oder vier Wochen, da küsst man sich halt mal“, lapidiert er später in die Kamera. „Das fickt meinen Kopf“, ist er überfordert, kein Wunder, so viel ist in seinem Oberstübchen sonst ja wahrscheinlich nicht los. Tja. Mitleid kann ich damit irgendwie nicht haben, auch wenn Michi sich als Opfer inszeniert und von Natalie dafür feiern lässt, wie er das alles aushält. Jeder andere würde das nicht durchstehen. LOL.

Hosenmonster hin oder her

Amelie steht unterdessen ein bizarres Gespräch mit Abriss-Andi durch und das gefällt ihr so gut, dass sie ihn mit auf ein Date nimmt. Andi nutzt dieses, um ihr fortwährend ihre Defizite vorzuhalten. Etwa, dass sie ihr Herz auf der Zunge trägt, was er bei Ernestine nicht nur gut fand, sondern auch als positive Eigenschaft für sich selbst beanspruchte. Amelie aber, so urteilt er, sei ein Trampel, ein Elefant im Porzellanladen, keine Lady und außerdem laut. Sie polarisiert, so Gott Andi weiter und habe eine Art, mit der man eben klarkommen müsse. Als er sie in väterlich-gönnerhaftem Tonfall fragt, warum sie seit fünf Jahren Single sei, platzt der Bavarin die Hutschnur. „Das ist so lächerlich“, fasst sie zusammen. Und sie hat Recht damit. Andi will „eine passive Frau, die mich kommen lässt“ und darauf muss er hoffentlich bis zum Ende seines Lebens warten. Hosenmonster hin oder her.

Amelie ist kurz vor der Eskalation. Quelle: RTL Now

Ernestine ist derweil enttäuscht von Alex, den sie sich irgendwie offenherziger vorgestellt hatte und führt mit ihm ein Gespräch, das sich augenscheinlich eng an einem nicht empfehlenswerten pseudopsychologischen Beziehungsratgeber orientiert. Wieso muss sich in diesem Format eigentlich permanent irgendjemand „öffnen“? Sagt das im normalen Leben auch jemand in dieser Häufigkeit? Alex jedenfalls findet, dass Jade sich ihm nicht weit genug geöffnet hat und geht freiwillig. Jade geht in der Konsequenz dann ebenfalls, wenn auch eher unfreiwillig. Auch Cara bekommt keine Rose und Amelie darf sich zu Hause von den chauvinistischen Gemeinheiten Andis erholen. Ob Steffi Oggys Komplimenten direkt aus der Hölle („Du hast den Charakter eines Engels“) in der nächsten Folge doch noch erliegt, erfahren wir dann in der kommenden Woche. Weißt du, wie ich mein?

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