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Dresden Lokales Der Altmarkt soll ein bisschen glatt werden
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19:28 04.12.2019
Das Holperfplaster bleibt auf dem Altmarkt. Aber die Tiefgaragen erhalten glatte Zugänge. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) hat an den Stadtrat appelliert, den Umbau des Altmarktes schnell zu beschließen. „Ein tragfähiger Kompromiss liegt auf dem Tisch. Ich hoffe, dass wir zu einer Entscheidung kommen“, erklärte Hilbert vor der Stadtratssitzung am Donnerstag.

Streitpunkt war die Frage, wie der Altmarkt gepflastert wird. Der Seniorenbeirat und auch die CDU-Fraktion hatten geschnittenes Pflaster statt des ursprünglichen kleinteiligen Holperpflasters gefordert. Der Altmarkt solle barrierearm gestaltet werden und müsse auch von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen passiert werden können, so die Argumentation.

Viel zu teuer, erklärte die Verwaltung – die Antragsteller schraubten einen Gang zurück und forderten, wenigstens die wichtigsten Wegebeziehungen mit dem glatten Pflaster auszustatten. „Geht nicht“, erklärte jetzt Hilbert. Bei der Vielzahl an Veranstaltungen gebe es regelmäßig verschiedene Wegebeziehungen, so dass eine glatte Strecke nicht auszumachen sei. Aber, so der OB, nun sollen wenigstens die Zuwegungen zu den Tiefgaragen glattes Pflaster erhalten.

Auf der Westseite seien von den Planern Baumstandorte eingeordnet worden, man werde auch im Zuge der Umbauarbeiten die Gedenkstätte für die Opfer der Bombenangriffe vom 13. Februar 1945 optisch aufwerten, kündigte der OB an.

Einen weiteren Zeitverzug bei der Vergabe der Umbauarbeiten könne sich die Stadt nicht leisten. „Wir gehen das Risiko ein, dass uns die Elektroanlage um die Ohren fliegt“, erklärte Hilbert die Dringlichkeiten der Arbeiten, die im Frühjahr 2020 beginnen sollen. „Bei Regen steht das Wasser in den Kisten und muss abgepumpt werden.“

Der Altmarkt stand mehrmals auf der Tagesordnung des Stadtrats, wurde aber nicht aufgerufen, weil die Stadträte andere Debatten wichtiger fanden. Linke-Baupolitiker Tilo Wirtz signalisierte Zustimmung zu dem Kompromissvorschlag: „Zumindest ein Teilerfolg kann vermeldet werden, wenn der Zugang zur Tiefgarage durch die Verlegung von geschnittenem Pflaster leichter passierbar wird“, erklärte er.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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