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Lokales Dental-Kosmetik soll Wohnungen Platz machen
Dresden Lokales Dental-Kosmetik soll Wohnungen Platz machen
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08:47 02.05.2019
Die Grünen haben ein Auge auf das Grundstück der Dental-Kosmetik GmbH geworfen. Quelle: Jürgen-M. Schulter
Dresden

Es handelt sich um beste innerstädtische Lagen. Doch das Gebiet rund um die Königsbrücker Straße wenige Meter vom Albertplatz entfernt sieht reichlich unsortiert aus. Auf der einen Seite befinden sich leerstehende Villen und dahinter das Betriebsgelände der Dental-Kosmetik GmbH & Co. KG, auf der anderen Seite das unstrukturierte Gelände „Hinter der Post“. „Das ist wie ein Loch in der Stadtstruktur“, beschreibt Grünen-Stadtrat Johannes Lichdi den Zustand.

Lichdi: „Wir wollen niemanden enteignen“

Keine Stadt könne sich solche „Nichtflächen“ in Innenstadtlage leisten, findet der Grüne und fordert Bebauungspläne für die Grundstücke. Bis zu 200 Wohnungen könnten auf den Flächen entstehen. 150 auf dem Grundstück der Dental-Kosmetik und um die 50 auf der anderen Seite der Königsbrücker Straße, so Lichdi. Es biete sich auch die Chance, einen Grünzug von der Bautzner bis zur Katharinenstraße zu ziehen.

Mit den Eigentümern der Grundstücke habe er noch nicht über seine Pläne gesprochen, erklärte der Stadtrat. Dennoch sei es an der Zeit für die Stadt, ihr Planungsinteresse in Form von Bebauungsplänen zu formulieren. „Wir wollen niemanden enteignen, sondern die Neustadt weiterentwickeln“, betont Lichdi. Die Zahl der Einwohner sei in diesem Stadtteil von 2013 bis 2018 um 3500 und damit sechs Prozent gestiegen. „Wir brauchen dringend neue Wohnungen.“

Für die Grünen gehe es darum, zuerst innerstädtische Potenziale für den Wohnungsbau zu nutzen. „Nicht erschlossene Standorte in den Außenbereichen kommen der Allgemeinheit teuer zu stehen.“ Deshalb sollten die Potenziale der „mindergenutzten Grundstücke“ an der Königsbrücker Straße genutzt werden.

Dental Kosmetik schließt einen neuen Standort nicht aus

Die Eigentümer würden von den Bebauungsplänen durchaus profitieren, da sich die Grundstückspreise deutlich nach oben entwickeln würden, wenn die Flächen als Bauland ausgewiesen würden. Bei Bebauungsplänen würden 30 Prozent Sozialwohnungen entstehen, so Lichdi, wenn der Stadtrat das Kooperative Baulandmodell von Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) beschließt.

Sollten sich keine Investoren für die Wohnungsbauvorhaben finden, könne auch die städtische Wohnungsbaugesellschaft Wohnen in Dresden einspringen. Lichdi rechnet mit einem Zeitraum von fünf bis sechs Jahren, bevor die ersten Bagger rollen können.

Britt N. Schendenkehl, Geschäftsführerin der Dental-Kosmetik GmbH & Co. KG, erklärte auf Anfrage der DNN: „Das Unternehmen DENTAL-Kosmetik mit seinen 120 Arbeitsplätzen befindet sich seit 112 Jahren in der Neustadt. Derzeit bestehen keine Pläne, das Unternehmen zu verlagern.“ Langfristig werde die Option, das Unternehmen in ein Gewerbegebiet zu verlagern und auf dem Gelände in der Neustadt den Bau von Wohnungen zu ermöglichen, nicht ausgeschlossen, so die Geschäftsführerin.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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