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Lokales Deichkind machen auf dem Theaterplatz Mut zu mehr Mitmenschlichkeit
Dresden Lokales Deichkind machen auf dem Theaterplatz Mut zu mehr Mitmenschlichkeit
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22:58 08.02.2016
Quelle: S. Lohse
Dresden

„Lasst uns diesen Ort zurückerobern“, geben Deichkind vor und die Menge auf dem Theaterplatz jubelt. Die Elektro-Punker haben am Montagabend mehrere Tausend Menschen angelockt, um gemeinsam ein Zeichen für Hilfsbereitschaft, Menschlichkeit und Solidarität zu setzen.

Die Idee dazu kam von der Band selbst. Die spielt am Dienstag ein offizielles Konzert in der Messe und entschloss sich, den freien Tag vorab den Dresdner Pegida-Gegnern unter die Arme zu greifen. Gemeinsam mit lokalen Initiativen wie Dresden Nazifrei und Gepida sowie den Rappern Das Bo und Fatoni wurde ein kostenloses Straßenkonzert organisiert. Alle Spendeneinnahmen sollen lokalen antifaschistischen Initiativen zu Gute kommen.

„Lasst uns diesen Ort zurückerobern“, geben Deichkind vor und die Menge auf dem Theaterplatz jubelt. Die Elektro-Punker haben am Montagabend mehrere Tausend Menschen angelockt, um gemeinsam ein Zeichen für Hilfsbereitschaft, Menschlichkeit und Solidarität zu setzen.

„Ich bin nicht gegen etwas hier, sondern für etwas“, sagt Das Bo aus Hamburg. „Für Menschlichkeit“, wie er betont. Zwischen den Künstlern kommen lokale Initiativen zu Wort und appellieren an die Dresdner, aktiv, gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung aktiv zu werden. „Geht künftig bitte häufiger auf die Straße und nicht nur zu kostenlosen Konzerten“, heißt es da treffend. Denn so viele Menschen wie an diesem Abend hat der Protest gegen Pegida lange nicht mehr mobilisiert.

Es gehe darum, sich auch künftig konsequent Pegida entgegen zu stellen, gibt ein Sprecher von Dresden Nazifrei die Richtung vor. Kommune und Polizei rief er auf, künftig nicht mehr nach links zu keilen und rechts wegzusehen. die Stadt solle beim Thema Versammlungsfreiheit auf den Boden des Grundgesetzes zurückkehren.

„Die Stadt wird uns nicht los“, sagte er. Man werde weitermachen, bis sich in Dresden etwas ändere und der Protest gegen rechts nicht mehr diskriminiert werde. Der Weg dahin sei aber noch lang. Daher gelte es an diesem Abend die Akkus aufzuladen. „Heute ist ein Tag, an dem wir alle Kraft tanken können.“

Stephan Lohse

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