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Dresden Lokales Das müssen die Mieter in Dresden an Betriebskosten zahlen
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09:36 08.01.2020
Die durchschnittlichen Betriebskosten in Dresden sind um 11 Cent gesunken. Quelle: dpa/Andrea Warnecke
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Dresden

Mieter müssen in Dresden im Durchschnitt 2,24 Euro pro Quadratmeter und Monat Betriebskosten zahlen. Das hat der Mieterverein Dresden und Umgebung e.V. in seinem aktuellen Betriebskostenspiegel 2019 für Dresden errechnet. Dem Betriebskostenspiegel liegen 3,834 Millionen Quadratmeter Mietwohnungsfläche zugrunde, so der Mieterverein. Grundlage seien die Abrechnungsdaten des Jahres 2017.

Damit sind die durchschnittlichen Betriebskosten um 11 Cent gesunken. Im Betriebskostenspiegel für 2018 hatte der Verein noch einen Durchschnittswert von 2,35 Euro pro Quadratmeter und Monat berechnet. 2016 betrug der Wert 2,27 Euro und 2012 lag er bei 2,23 Euro.

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„Rechnet man alle denkbaren Betriebskostenarten mit den jeweiligen Einzelbeträgen zusammen – dabei wird unterstellt, dass alle Betriebskostenarten im Einzelfall anfallen – kommt man auf eine Preisspanne zwischen 2,02 und 3,10 Euro pro Quadratmeter und Monat und durchschnittlich 2,48 Euro pro Quadratmeter. Nicht in jeder Betriebskostenabrechnung sind jedoch alle Betriebskostenarten enthalten“, erklärte Vereinssprecherin Katrin Kroupová die Berechnungen.

Orientierungshilfe für Wohnungssuchende, Mieter, Vermieter, Verwalter und Behörden

Die Kosten für Heizung und Warmwasser seien im Abrechnungsjahr 2017 stabil geblieben und würden im Durchschnitt bei 1,03 Euro pro Quadratmeter und Monat liegen. „Die von uns ausgewerteten Daten weisen eine Bandbreite von 0,74 bis 1,89 Euro pro Quadratmeter auf. Für eine 80 Quadratmeter große Wohnung ergeben sich durchschnittliche Heiz- und Warmwasserkosten in Höhe von 988,80 Euro im Jahr“, so die Sprecherin. Etwa die Hälfte der tatsächlich gezahlten Betriebskosten würden auf Heizung und Warmwasser entfallen.

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Der Betriebskostenspiegel soll als Orientierungshilfe für Wohnungssuchende, Mieter, Vermieter, Verwalter und Behörden dienen. Der Mieterverein weist darauf hin, dass aufgrund erheblicher Unterschiede in der Ausstattung und Beschaffenheit der Grundstücke und Gebäude sowie im Verbrauchsverhalten der Nutzer die individuellen Kosten von den Durchschnittswerten abweichen können. „Andererseits können auch Abrechnungsfehler, unzulässige oder unwirtschaftliche Kosten oder fehlerhafte Umlageschlüssel Ursachen für Mehrkosten sein“ so Kroupová. Der Mieterverein Dresden rät Mietern deshalb in jedem Fall zu einer Prüfung ihrer Betriebskostenabrechnung – auch, wenn der Vermieter keine Nachzahlung fordert.

Der neue Betriebskostenspiegel 2019 für Dresden ist auf der Internetseite des Mietervereins Dresden und Umgebung e.V. (www.mieterverein-dresden.de) unter der Rubrik Infos & Service abrufbar.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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