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Lokales Das ist rund um das Mauerfall-Jubiläum in Dresden los
Dresden Lokales Das ist rund um das Mauerfall-Jubiläum in Dresden los
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12:22 09.11.2019
Eine Fahrzeugkolonne Richtung West-Berlin vorbei am Checkpoint Charlie. Quelle: dpa
Dresden

Am 9. November vor 30 Jahren öffnete sich die Mauer und die Weichen für ein geeintes Deutschland wurden gestellt. Im Wende-Deutschland herrschte Ausnahmezustand und auch heute – drei Jahrzehnte später – gibt es noch allen Grund, diesen bedeutenden Tag deutscher Geschichte gebührend zu ehren und zu zelebrieren.

Diese Veranstaltungen finden rund um das Jubiläum in Dresden statt.

Wir sind das Volk?!

Bis zum 10. November finden in der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung die Städtetage statt. Die Gemeinschaft für studentischen Austausch in Mittel- und Osteuropa (GFFPS) befasst sich mit dem Thema „Wir sind das Volk?!“ und geht der Frage nach, wer „das Volk“ heute ist. Rund 50 Studierende aus Polen, Tschechien, Deutschland, Belarus und der Ukraine beschäftigten sich mit den gesellschaftlichen Transformationsprozessen um 1989. Zudem spricht der ehemalige Oberbürgermeister Dr. Herbert Wagner. Weitere Infos gibt es unter www.gfps.org.

Zeitzeugen berichten

Das Forum „Hoffnung“ der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde lädt am 9. November ab 15 Uhr Zeitzeugen der Wende ein, die von ihren Erfahrungen berichten. Ab 17 Uhr folgt ein Podiumsgespräch unter anderem mit Dresdens erstem Sozialbürgermeister Ludwig Pfeiffer und dem ehemaligen Jugendpastor Christian Michel. Um 19.30 Uhr folgt eine Lesung zum Thema DDR von Gottfried Schauer aus Bannewitz.

Die Wende im Bild

Der Fotograf Lothar Lange präsentiert am 9. November um 20 Uhr im Stadtteilhaus Äußere Neustadt einen vom MDR gedrehten Film über zwei Westdeutsche, die in Dresden 1993 zwei unterschiedliche Flohmärkte betrieben. Danach folgt eine Foto-Show von Lange mit Bildern aus Dresden zum Zeitpunkt der Wende und in den Jahren danach. Der Fokus liegt auf der Äußeren Neustadt.

Experten-Diskussion

An der Technischen Universität (TU) diskutieren zahlreiche nationale und internationale Wissenschaftler vom 10. bis zum 12. November über Erfahrungen, Erwartungen und Erinnerungen, die mit der friedlichen Revolution und dem anschließenden Veränderungsprozess in Deutschland und Ostmitteleuropa einhergingen. Ort der Tagung ist der Dülfersaal der TU, Dülferstraße 2. Eine öffentliche Auftaktveranstaltung findet am 10. November um 16 Uhr im Kino im Kasten, August-Bebel-Straße 20 statt. Hier ist der Eintritt frei, die Teilnahme an der Tagung ist hingegen kostenpflichtig. Weitere Informationen gibt es im Internet unter isgv.de/transformation.

Bedeutung für heute

Das Evangelische Kreuzgymnasium veranstaltet am 9. November um 19 Uhr eine Podiumsdiskussion über die Aktualität der Wende-Ereignisse in der heutigen Zeit. Warum Menschen heute noch auf die Straße gehen sollten und wofür man als Bürger Verantwortung übernehmen sollte – diesen Fragen widmet sich die Diskussionsrunde, zu der unter anderem Martin Dulig (SPD) geladen ist. Veranstaltungsort ist die Schulaula.

Von fg

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