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Lokales Das halten die Dresdner von der geplanten Erhöhung der Parkgebühren
Dresden Lokales Das halten die Dresdner von der geplanten Erhöhung der Parkgebühren
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08:07 21.02.2020
Wer sein Auto im städtischen Parkraum abstellt, soll tiefer in die Tasche greifen. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Die Pläne von Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen), die Parkgebühren auf öffentlichen Stellflächen zu erhöhen, schlagen hohe Wellen. Auf der online-Plattform Facebook äußern die Kommentatoren teilweise heftige Kritik. Es finden sich aber auch Befürworter.

„Als Autofahrer in dieser Stadt ist man wirklich der letzte Löffel!“, schreibt ein Nutzer, „dort höhere Parkgebühren, da Parkplätze wegnehmen, dort Straßen für den Autoverkehr sperren, da und dort noch eine Ampel mit Vorrangschaltung hin, die unbedingt auch die ganze Nacht laufen muss – über die Verkehrspolitik in dieser Stadt kann man nur den Kopf schütteln.“

„Pläne auf ein verträgliches Niveau stutzen“

„Ich war neulich in Utrecht in Holland“, schreibt dagegen ein anderer Nutzer. „Dort kostet eine Stunde Parken in der Innenstadt 5,63 Euro. Resultat: Es parken fast nur noch Anwohner dort, die einen Ausweis haben. Alle anderen parken beispielsweise auf kostenfreien P+R-Parkplätzen, die strategisch gut verteilt sind. Dadurch gibt es viel weniger Autoverkehr, eine ziemlich gute Luft, ein sehr gut ausgebautes ÖPNV-Netz und vor allem Radwege. Es wäre nicht schlecht, wenn es in Dresden auch auf so etwas hinauslaufen würde.“

„Ich verstehe nicht, warum Sie die Gäste der Innenstadt und insbesondere die Händler, die Gewerbetreibenden und deren Mitarbeiter dermaßen schädigen wollen“, wendet sich der Dresdner Roberto Flügel direkt an den Baubürgermeister. „Gegen eine angemessene Erhöhung hätte auch sicherlich niemand etwas einzuwenden, aber dies scheint Ihnen im Kampf gegen die arbeitende Bevölkerung zu wenig zu sein!“ Er hoffe auf einen vernünftigen Stadtrat, so Flügel, der die Pläne auf ein verträgliches Niveau stutze und den grünen Baubürgermeister wieder in die Realität hole.

„Am besten, man meidet die Innenstadt von Dresden

„Auch als Wenig- bzw. Nicht-Autofahrer halte ich eine solche Erhöhung für unangemessen. Doch die bisherigen Tarife waren schon mehr als human. 25 Cent für 30 Minuten in der Neustadt, Tagesticket für 3 Euro – preiswerter geht es kaum. Eine Angleichung an die ÖPNV-Tarife halte ich für sinnvoll. 6 Euro Tagesticket Zone 2 oder Innenstadt 10 Euro wären völlig okay. Und ansässige Gewerbetreibende zahlen halt eine Pauschale im Monat, 100 Euro oder so“, schlägt ein Nutzer vor.

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„Am besten, man meidet die Innenstadt von Dresden“, empfiehlt ein Nutzer, „dann gibt man kein Geld bei Einzelhändlern aus, man kauft ja sowieso alles online, und man spart gleich ganz die Parkgebühren“, schreibt ein anderer Nutzer. „Eine echte Frechheit, es gibt so viele Arztpraxen in der Stadt, wo man als Patientin schnell mal mehrere Stunden warten muss und wird dann noch mit extra Parkgebühren bestraft“, macht eine Nutzerin ihrer Wut Luft.

„Brauchen eine mit dem Auto erreichbare Innenstadt

„Höhere Parkgebühren liefern für die Dresdner Innenstadt nicht die fehlenden Parkraumkapazitäten. Der Wegfall des Tagestickets vergrault zudem die für Handel und Gastronomie wichtigen Einkaufstouristen“, erklärte David Tobias, Geschäftsführer des Handelsverbandes Sachsen.

Citymanagerin Friederike Wachtel sagte, sie könne eine Anpassung der Preise durchaus nachvollziehen. „Es darf aber nicht passieren, dass die Dresdnerinnen und Dresdner aufgrund überhöhter Parkgebühren zum Einkauf in die Geschäfte am Stadtrand oder ins Umland getrieben werden – vielleicht mit noch weiteren Fahrtstrecken und einem erhöhten Schadstoffausstoß. Wir brauchen weiterhin eine gut mit Öffentlichen Personennahverkehr und dem Auto erreichbare Innenstadt“, so die Citymanagerin.

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Von Thomas Baumann-Hartwig

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