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Lokales „Das Geld ist da – man muss es bloß fair verteilen.“
Dresden Lokales „Das Geld ist da – man muss es bloß fair verteilen.“
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18:49 23.02.2019
ONE Jugendbotschafter übergeben in Berlin eine Petition an Außenminister Heiko Maas. Mit dabei ist die Dresdnerin Katja Krejcir. Quelle: PR/ONE
Dresden

Katja Krejcir aus Dresden ist ONE-Jugendbotschafterin. Gemeinsam mit 49 anderen Jugendlichen traf sie am Freitag unter anderem Außenminister Heiko Maas, um einen stärkeren Einsatz gegen extreme Armut einzufordern. „Das Geld ist da – man muss es einfach nur fair verteilen“, findet die 24-jährige Studentin aus Dresden. Seit einem Auslandsjahr in Costa Rica will sie etwas bewegen und ein Zeichen setzten. Deswegen engagiert sie sich seit 2015 bei der Organisation. „Das Thema findet zu wenig Beachtung in der Öffentlichkeit. Das muss sich ändern“, so die junge Frau.

Vor den anstehenden EU-Wahlen machten die jungen Erwachsenen auf die zentrale Rolle der EU im Kampf gegen extreme Armut aufmerksam. In Gesprächen mit Bettina Hagedorn, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfinanzministerium, und Außenminister Heiko Maas forderten sie eine echte Partnerschaft der EU mit Afrika sowie mehr EU-Investitionen für die globale Armutsbekämpfung. Knapp 50 000 Menschen unterstützen dieses Anliegen bereits in einer Petition.

„Armut bekämpfen und nachhaltige Entwicklung fördern sind Kernziele deutscher und europäischer Außenpolitik. Wir müssen gerade auch in Afrika noch mehr Potenziale heben und Partnerschaften stärken“, sagte Maas und dankte den Jungbotschaftern für ihr Engagement.

Zum Start des ONE-Jugendbotschafter-Programms treffen sich jedes Jahr engagierte junge Menschen zwischen 18 und 35 Jahren in Berlin, um die Bundesregierung dazu zu bewegen, sich stärker für ein Ende extremer Armut einzusetzen. In Workshops eignen sie sich Fachwissen zu Lobby-, Kampagnen- und Medienarbeit an, unternehmen erste Kampagnenaktionen und treffen entwicklungspolitische Politiker.

Die Arbeit der Jugendbotschafter wird oft von prominenten Unterstützern wie ONE-Mitbegründer und U2-Sänger Bono oder Bill und Melinda Gates begleitet. Um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen, traf die Gruppe in der Vergangenheit bereits auf Spitzenpolitiker wie Bundeskanzlerin Angela Merkel und Generalsekretär und Friedensnobelpreisträger Kofi Anan.

Von Annafried Schmidt

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