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Lokales Dahlienpracht im Großen Garten
Dresden Lokales Dahlienpracht im Großen Garten
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11:03 26.09.2019
Dahlie „Engelhardts Matador“. Quelle: Catrin Steinbach
Dresden

Dahlien bringen bis spät in den Herbst Farbe in den Garten. Einen Eindruck von der Vielfalt der Blütenformen und -farben kann man sich derzeit wieder im Großen Garten in Dresden verschaffen. Auf einer Fläche von rund 1000 Quadratmetern blühen im Dahliengarten rund 60 verschiedene Sorten – von der Mignon- über die Pompom- bis zur Kaktusdahlie. Darunter sind auch Züchtungen von dem bekannten Heidenauer Züchter Siegfried Engelhardt.

Frost verträgt die Dahlie nicht

An Dahlien hat man lange Freude. Die vergleichsweise anspruchslosen und in Blütenform, -größe und -farbe vielfältigen Pflanzen bringen über einen langen Zeitraum immer wieder neue Blütenknospen hervor, die lange blühen.

Dahlien der Sorte „David Howard“ im Großen Garten Dresden. Quelle: Catrin Steinbach

Die Blüten der frühen Sorten öffnen sich bereits Anfang Juli. Die späten Sorten können bis Ende Oktober, manchmal sogar Anfang November im Garten knallbunte Farbtupfer setzen. Wenn nicht das Wetter einen Strich durch die Rechnung macht. Denn Frost vertragen Dahlien nicht. Schließlich stammen die Pflanzen ursprünglich aus Mittel- und Südamerika.

„Die ersten Nachtfröste sind meist schwach und in den frühen Morgenstunden. Dahlien und andere frostempfindliche Pflanzen schützt man dann am besten nachts mit einem Gärtnervlies, um Schäden zu vermeiden“, empfiehlt der Dresdner Gartenexperte Volker Croy. So kann man die Blüte im Garten noch ein bisschen hinauszögern. Bei drohenden stärkeren Frösten müssen die Knollen aus der Erde geholt und dann frostfrei und trocken – zum Beispiel in einer Sandkiste im kühlen Keller oder in Zeitungspapier gewickelt – überwintert werden.

Dahlien schneiden am Morgen

Etwa bis Mitte Mai, wenn kein Frost mehr droht, müssen die Dahlienknollen dann wieder im Garten – oder auch im Kübel auf dem Balkon – in die Erde. „Man darf sie nicht zu tief eingraben, sondern nur mit einer zwei Zentimeter dicken Erdschicht bedecken. Das wird leider immer mal wieder falsch gemacht.“ Dieser Tipp stammt noch von dem bekannten Dahlienzüchter Siegfried Engelhardt aus Heidenau.

Staunässe vertragen Dahlien nicht. Aber ausreichend Wasser brauchen sie schon. Regelmäßiges Gießen bei langanhaltender Trockenheit ist das A und O, damit sich die Pflanzen gut entwickeln. Wie bei vielen Rosen zum Beispiel empfiehlt es sich jedoch, die verwelkten Blütenstände regelmäßig abzuschneiden. Das hat nicht nur optische Gründe, sondern die Pflanze wird dadurch angeregt, neue Blütenknospen zu bilden.

Wer Dahlien für einen Blumenstrauß schneiden möchte, sollte dies morgens tun und Stiele mit halbgeöffneten Blüten wählen. Ganz wichtig: bevor man die Dahlien in eine saubere Vase stellt, sollte man schräg anschneiden und die unteren Blätter vom Stiel entfernen.

Von Catrin Steinbach

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