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Lokales Corona in Dresden: Steigende Inzidenz und weitere Todesfälle
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Coronazahlen heute für Dresden: Inzidenz und Kliniken am 29.10.2021

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15:11 29.10.2021
Die sächsischen Kliniken dürften in den kommenden Tagen die Vorwarnstufe erreichen. Damit kommen neue Einschränkungen.
Die sächsischen Kliniken dürften in den kommenden Tagen die Vorwarnstufe erreichen. Damit kommen neue Einschränkungen. Quelle: fabian strauch/dpa
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Dresden

382 Neuinfektionen, vier Todesfälle und eine Inzidenz auf neuem Höchststand: Die aktuellen Coronazahlen für Dresden zeigen, dass die vierte Welle in vollem Gang ist. Sachsens Kliniken haben indes den ersten Schwellenwert gerissen, wodurch am Dienstag die Vorwarnstufe erreicht sein könnte. Die Details vom Tag:

Inzidenz in Dresden auf neuem Höchststand

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) liegt Dresdens Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen am Freitag bei 285,1. Damit ist der Wert im Vergleich zum Vortag (276) erneut gestiegen. Seit Ende der dritten Coronawelle war die Inzidenz nicht mehr so hoch. Vor einer Woche lag Dresden bei 185,7 Neuinfektionen binnen einer Woche unter 100 000 Einwohnern.

Auf Länderebene schneidet das Saarland mit einer Inzidenz von 65,3 derzeit am Besten ab. Die meisten Ansteckungen zählt Thüringen, wo die Inzidenz bei 288,9 liegt. Direkt danach kommt Sachsen mit 253,9. Deutschlandweit liegt die Inzidenz mittlerweile bei 139,2.

Gesundheitsamt meldet 382 Neuinfektionen

Das Gesundheitsamt meldet am Freitag 382 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit fällt die Zahl im Vergleich zum Vortag (317) deutlich höher aus. Am Mittwoch knackte die Landeshauptstadt zum zweiten Mal im Laufe der vierten Welle die Marke von 400 Ansteckungen.

37 081 Dresdner und Dresdnerinnen haben sich seit Pandemiebeginn erwiesenermaßen mit dem Virus angesteckt. Von diesen betrachtet das Gesundheitsamt 33 030 als genesen. Das sind 157 mehr als am Donnerstag. Diese Zahl ist jedoch nur geschätzt. Als genesen gilt, wer zehn Tage nach einem positiven Test keine ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mussten. Bei Patienten, die im Krankenhaus behandelt wurden, beträgt die Frist 30 Tage.

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Zieht man von den Infizierten die Zahl der Genesenen und Verstorbenen ab, kommt man in Dresden auf derzeit 2908 aktive Infektionen und damit ansteckende Personen. Das sind 221 mehr als am Donnerstag. Der Wert steigt kontinuierlich an und kann sogar noch deutlich höher liegen, da nicht alle Infektionen mit Symptomen verlaufen oder bei Tests bemerkt werden.

Vier weitere Covid-Todesfälle in Dresden

Die Zahl der Todesfälle steigt ebenfalls: Laut RKI sind in Dresden vier weitere Personen nach einer Coronainfektion gestorben. Damit steigt die Gesamtzahl seit Pandemiebeginn auf 1143. Die letzten beiden Sterbefälle sind laut Stadtangaben auf den 26. Oktober datiert.

Ein genauer Blick in die RKI-Daten zeigt, dass der Großteil der Toten 80 Jahre oder älter war, genauer 359 Männer und 457 Frauen. In der Altersgruppe 60 bis 79 zählt die Bundesbehörde in Dresden 206 männliche und 93 weibliche Todesopfer. Jünger waren 26 Patienten: 15 Männer und elf Frauen zwischen 35 und 59 und zwei Männer zwischen 15 und 34 Jahren.

Intensivstationen knacken Schwelle zur Vorwarnstufe

Ob die Corona-Regeln verschärft werden, hängt von der Lage in den sächsischen Krankenhäusern ab. Am Freitag stieg die Zahl der Covid-Intensivpatienten auf 180, wodurch zum ersten Mal einer der in der Corona-Schutz-Verordnung festgelegten Schwellenwerte geknackt ist.

Rutscht die Zahl bis einschließlich Dienstag nicht mehr unter 180, hätte Sachsen die sogenannte Vorwarnstufe erreicht. Dann würden am übernächsten Tag, also am Donnerstag, verschärfte Maßnahmen in Kraft treten. Private Treffen im öffentlichen wie im privaten Raum wären dann nur noch mit zehn Personen unabhängig von der Anzahl der Hausstände gestattet. Kinder bis 14 Jahre, Geimpfte und Genesene zählen nicht mit.

Am Donnerstag lag die Zahl der Covid-Intensivpatienten noch bei 172. Die Bettenbelegung ist auf rund 80 Prozent gestiegen.

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Zahl der Normal-Patienten steigt ebenfalls

Auf den Normalstationen zählen Sachsens Kliniken am Freitag 647 Corona-Patienten. Am Vortag waren es noch 45 weniger. Die Bettenauslastung liegt auch hier bei fast 80 Prozent.

Auf die Vorwarnstufe folgt laut sächsischer Corona-Schutz-Verordnung die Überlastungsstufe. Diese gilt, wenn mindestens 1300 Covid-19-Patienten auf Normal- oder 420 auf Intensivstationen behandelt werden müssen. Die Hospitalisierungsinzidenz ist laut Freistaat seit 21. Oktober alleine nicht mehr ausschlaggebend.

Die Lage im Krankenhauscluster Dresden

Neben den sachsenweiten Werten meldet das SMS auch Daten zum Krankenhauscluster Dresden, zu dem die Stadt Dresden und die Landkreise Meißen, Sächsische-Schweiz-Osterzgebirge, Bautzen und Görlitz gehören. Auch hier füllen sich die Betten immer schneller. Derzeit liegen 285 Covid-Patienten auf Normalstation. Am Donnerstag waren es noch 223. Die Auslastung liegt aktuell bei 82,6 Prozent. Auf den Intensivstationen zählt das Krankenhauscluster 102 Patienten. Das sind 14 mehr als am Vortag. Drei Viertel der Betten sind belegt.

Die Landeshauptstadt Dresden meldet am Freitag 15 Krankenhauseinweisungen von Corona-Patienten. Auch hier sind Nachmeldungen für vergangene Tage inkludiert. 2897 Dresdner mussten bisher wegen eines schweren Verlaufs stationär behandelt werden.

Wer infiziert sich in Dresden?

Das Gesundheitsamt meldet seine Daten an die Landesuntersuchungsanstalt, das die Coronazahlen wiederum ans RKI meldet. Die Bundesbehörde schlüsselt die Coronafälle in Dresden anschließend nach Alter und Geschlecht auf. Aktuell zählt das Institut 17 200 Infektionen bei Männern und 19 578 bei Frauen.

In den Altersgruppen sieht die Verteilung wie folgt aus. 670 (+7 seit Donnerstag) Infektionen sind unter den Null- bis Vierjährigen bekannt, 2770 (+32) unter den fünf- bis 14-Jährigen, 11 009 (+75) unter den 15- bis 34-Jährigen, 13 495 (+91) unter den 35- bis 59-Jährigen, 5001 (+42) unter den 60- bis 79-Jährigen und 3833 (+29) Infektionen in der Altersgruppe 80 plus.

Coronafälle in Gemeinschaftseinrichtungen

Durch die Herbstferien ist die Zahl der Coronafälle in Schulen in den vergangenen Tagen tendenziell gesunken. Im Vergleich zum Vortag sind wieder Zuwächse zu verzeichnen. So sind laut Angaben der Stadt derzeit 18 (Donnerstag: 17) Häuser betroffen. 49 (Donnerstag: 28) Schüler und Lehrer sind in Quarantäne. Unter den Kindertagesstätten hat die Zahl der Ausbrüche zuletzt zugenommen. Aktuell sind 30 (Donnerstag: 32) Einrichtungen betroffen. 212 (Donnerstag: 181) Kinder und Mitarbeiter befinden sich in Isolation. Zudem ist das Virus in 8 (Donnerstag: 6) Pflegeeinrichtungen nachgewiesen worden, wonach 92 (Donnerstag: 82) Personen isoliert werden mussten.

Von lc