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Lokales Corona in Dresden: Inzidenz steigt erneut leicht an
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Corona heute in Dresden: Inzidenz und Neuinfektionen am Sonnabend 20.06.2021

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14:19 20.06.2021
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Symbolfoto Quelle: Imago
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Dresden

Auch am Sonntag steigt die Inzidenz weiter leicht an. Laut Angaben des Robert-Koch-Instituts liegt der Wert bei aktuell 6,5. Am Sonnabend lag er bei 5,6, am Freitag bei 4,5. Die Zahlen im Überblick.

Inzidenz bleibt einstellig

Auch am Sonntag bleibt Dresdens Sieben-Tage-Inzidenz einstellig, steigt jedoch im Vergleich zum Vortag (5,6) wieder leicht an. Das Robert-Koch-Institut meldet aktuell 6,5 Neuinfektionen unter 100.000 Einwohnern binnen einer Woche. Am Freitag lag der Wert noch bei 4,5.Seit vergangenem Sommer war die Inzidenz in der Landeshauptstadt nicht mehr so niedrig. Zur Erinnerung: Im Dezember lag der Wert bei über 400.

Dresden liegt unter der bundesdeutschen Inzidenz von 8,8 und leicht über dem sächsischen Wert von 5,2. Musterland ist Mecklenburg-Vorpommern mit 2,1, Schlusslicht dagegen Baden-Württemberg mit 12,7.

Eine Neuinfektionen am Sonntag

Das Gesundheitsamt meldet am Sonntag eine Neuinfektion mit dem Coronavirus. Am Sonnabend waren es neun, am Freitag elf. Die gemeldeten Ansteckungen können sich immer auch auf vergangene Tage beziehen. Seit Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 haben sich 30 606 Dresdner bekanntermaßen mit Sars-Cov-2 angesteckt.

Da das Infektionsgeschehen auch hier inzwischen von der Alpha-Mutante (B.1.1.7) dominiert wird, gibt die Stadt auf ihrem Corona-Dashboard nur noch Infektionen mit anderen Virusvarianten, die das Robert-Koch-Institut als besorgniserregend eingestuft hat. Dazu zählen die Virusvarianten Beta (B.1.351), Gamma (P.1) und Delta (B.1.617.2). Seit 6. März sind 37 Fälle mit diesen Mutanten nachgewiesen worden. Wie hoch die Dunkelziffer ist, bleibt unklar, da das Gesundheitsamt nicht alle Tests auf Mutationen untersuchen lässt. Erst am Sonnabend waren vier weitere Fälle der Delta-Variante, die erstmals in Indien nachgewiesen wurde und als hoch ansteckend gilt, hinzugekommen. Das Virus ist in einem Mehrfamilienhaus in der Dresdner Südvorstadt ausgebrochen. Mitglieder aus drei Familien sind bisher nachweislich mit der Delta-Variante infiziert. Ab Montag sollen alle 150 Bewohner des Hauses getestet werden.

Zahl der Ansteckenden sinkt

Die Zahl der Corona-Genesenen liegt mittlerweile bei 29 393 – das sind 8 mehr als am Vortag. Hierbei handelt sich jedoch um einen Schätzwert des Gesundheitsamtes. Für die Behörde zählt als genesen, wer 14 Tage nach einem positiven Testergebnis keine Krankenhausbehandlung benötigte. Musste jemand wegen seiner Coronainfektion ins Krankenhaus eingewiesen werden, gilt er 30 Tage nach Meldedatum als genesen.

Zieht man die Zahl der Genesenen und Verstorbenen von der Gesamtzahl der Infektionen ab, ergeben sich am Sonntag 111 aktive und damit ansteckende Corona-Erkrankungen – ein Minus von sieben im Vergleich zum Vortag. Durch unerkannte Fälle könnte jedoch auch hier die Dunkelziffer höher liegen.

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Keine Klinikaufnahmen

Der Rückgang bei den Infektionen macht sich auch in den Krankenhäusern bemerkbar. Laut sächsischem Sozialministerium (SMS) versorgten die Kliniken im Freistaat Stand Sonntag 201 Covid-Patienten auf Normalstationen. Am Freitag waren es 214. Die Betten-Auslastung liegt bei 30,7 Prozent.

Für das Krankenhauscluster Dresden, zu dem die Landkreise Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Bautzen und Görlitz sowie die Stadt Dresden gehören, meldet das SMS aktuell 79 Covid-Patienten auf Normalstation. 31,7 Prozent der Betten sind belegt. Für die Stadt Dresden meldet das Gesundheitsamt am Sonntag keine neuen Klinikaufnahmen. Seit Beginn der Pandemie behandelten die Krankenhäuser hier 2640 Patienten, die mit Sars-Cov-2 infiziert waren.

Die Situation in den Krankenhäusern ist neben der Sieben-Tage-Inzidenz ebenfalls entscheidend für die geltenden Coronaregeln. Liegen mehr als 1300 Covid-Patienten auf den sächsischen Normalstationen oder mehr als 420 auf den Intensivstationen, muss Dresden die Lockerungen zurücknehmen.

Die Lage auf den Intensivstationen

Der Rückgang der Infektionszahlen hat auch auf den Intensivstationen insgesamt zu einer Entspannung geführt. Nachdem die Zahl der Patienten in in den letzten Tagen mehr oder minder konstant blieb, ist am Sonntag, wie die aktuellen Daten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) zeigen, die Zahl der Intensivpatienten in Dresden etwas gesunken. 18 schwerkranke Coronainfizierte mussten behandelt werden. Am Freitag zählten die Kliniken noch 23 Covid-Intensivpatienten.

Die Gesamtauslastung der Intensivbetten liegt in Dresden derzeit bei 87 Prozent. In der Hochphase der zweiten Welle waren das Universitätsklinikum und das Städtische Klinikum mit über 90 Corona-Intensivpatienten zeitweise an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen.

1100 Todesfälle in Dresden

Todesmeldungen bleiben auch am Sonntag aus. 1102 Menschen sind in Dresden seit Pandemiebeginn in der Folge einer Coronainfektion gestorben. Damit liegt die Sterberate nach eigenen Berechnungen bei 3,6 Prozent. Der letzte Covid-Sterbefall ist in Dresden auf den 7. Juni datiert.

Wie die Zahlen des RKI zeigen, war der Großteil der Verstorbenen 80 Jahre oder älter. 348 männliche und 446 weibliche Todesopfer zählt die Bundesbehörde in dieser Altersgruppe. Danach folgen die 60- bis 79-Jährigen. In dieser Kohorte sind 191 Männer und 90 Frauen nach einer Coronainfektion gestorben. Jünger waren bislang 27 Todesopfer: 15 Männer und elf Frauen zwischen 35 und 59 sowie ein Mann zwischen 15 und 34. Bei letzterem handelt es sich sehr wahrscheinlich um den indischen Studenten aus der Hildebrandstraße.

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Coronafälle in Gemeinschaftseinrichtungen

Aktuell meldet das Gesundheitsamt Quarantänemaßnahmen in einer Dresdner Kita mit 38 und vier Schulen mit 83 Betroffenen. Zudem kam es zu einem Ausbruch in einer Dresdner Asylunterkunft, in der sich noch ein Bewohner in Quarantäne befindet. In Behinderten- und Obdachloseneinrichtungen sind laut Stadtangaben keine Corona-Fälle bekannt.

Von fg