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Lokales Corona in Dresden: Erneut über 400 Neuinfektionen
Dresden Lokales

Corona heute in Dresden: Inzidenz und Neuinfektionen am 26.10.2021

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12:52 27.10.2021
In Dresdner Bars und Restaurants herrscht aktuell die 3G-Regel. Kontrollen bleiben allerdings oft aus.
In Dresdner Bars und Restaurants herrscht aktuell die 3G-Regel. Kontrollen bleiben allerdings oft aus. Quelle: Sebastian Kahnert/dpa
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Dresden

429 Neuinfektionen: Die aktuellen Coronazahlen für Dresden erinnern an den Dezember 2020. Angesichts des kommenden Winters und der mageren Impfquote dürften die Zahlen noch steigen. In den sächsischen Krankenhäusern sind mittlerweile so viele Betten mit Covid-Patienten belegt, dass bald die Vorwarnstufe erreicht ist. Alle Corona-News im Überblick.

Inzidenz in Dresden auf neuem Höchststand

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) liegt Dresdens Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen am Mittwoch bei 253,9. Damit ist der Wert im Vergleich zum Vortag (207,1) erneut deutlich gestiegen. Seit Ende der dritten Coronawelle war die Inzidenz nicht mehr so hoch. Vor einer Woche lag Dresden bei 135,2 Neuinfektionen binnen einer Woche unter 100 000 Einwohnern.

Auf Länderebene schneidet das Saarland mit einer Inzidenz von 52,9 derzeit am Besten ab. Die meisten Ansteckungen zählt Thüringen, wo die Inzidenz bei 241,8 liegt. Direkt danach kommt Sachsen mit 200,8. Deutschlandweit liegt die Inzidenz aktuell bei 118.

Gesundheitsamt meldet 429 Neuinfektionen

Das Gesundheitsamt meldet am Mittwoch 429 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit knackt die Landeshauptstadt zum zweiten Mal im Laufe der vierten Welle die Marke von 400 Ansteckungen.

36 382 Dresdner und Dresdnerinnen haben sich seit Pandemiebeginn erwiesenermaßen mit dem Virus angesteckt. Von diesen betrachtet das Gesundheitsamt 32 768 als genesen. Das sind 114 mehr als am Dienstag. Diese Zahl ist jedoch nur geschätzt. Als genesen gilt, wer zehn Tage nach einem positiven Test keine ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mussten. Bei Patienten, die im Krankenhaus behandelt wurden, beträgt die Frist 30 Tage.

Zieht man von den Infizierten die Zahl der Genesenen und Verstorbenen ab, kommt man in Dresden auf derzeit 2476 aktive Infektionen und damit ansteckende Personen. Das sind 312 mehr als am Dienstag. Der Wert steigt kontinuierlich an und kann sogar noch deutlich höher liegen, da nicht alle Infektionen mit Symptomen verlaufen oder bei Tests bemerkt werden.

Drei neue Covid-Todesfälle in Dresden

Zudem meldet die Stadt am Mittwoch drei weitere Covid-Todesfälle. Die Zahl derjenigen, die in Dresden nach einer Coronainfektion verstorben sind, steigt damit auf 1138.

Welches Geschlecht und Alter die Patienten hatten, ist noch nicht bekannt. Das RKI, welches diese Daten generiert, hat die neuen Todesfälle noch nicht erfasst. Die bisherige Statistik zeigt: Der Großteil der Toten war 80 Jahre oder älter, genauer 357 Männer und 453 Frauen. In der Altersgruppe 60 bis 79 zählt die Bundesbehörde in Dresden 205 männliche und 92 weibliche Todesopfer. Jünger waren 26 Patienten: 15 Männer und elf Frauen zwischen 35 und 59 und zwei Männer zwischen 15 und 34 Jahren.

Patientenzahl nähert sich der Vorwarnstufe

Ob die Corona-Regeln verschärft werden, hängt von der Lage in den sächsischen Krankenhäusern ab. Durch die steigenden Infektionszahlen zählen die Kliniken immer mehr Covid-Patienten.

So meldete das Sächsische Sozialministerium (SMS) Stand Dienstag 528 Corona-Kranke auf Normalstation. Das sind 67 mehr als am Vortag und 248 mehr als vor einer Woche. Die Bettenbelegung liegt bei 72 Prozent.

Es ist damit zu rechnen, dass Sachsen in den kommenden Tagen die Vorwarnstufe erreichen wird, die laut aktueller Corona-Schutz-Verordnung bei mindestens 650 Corona-Patienten auf Normalstation gilt. Private Treffen im öffentlichen wie im privaten Raum wären dann nur noch mit zehn Personen unabhängig von der Anzahl der Hausstände gestattet. Kinder bis 14 Jahre, Geimpfte und Genesene zählen nicht mit. Das Gleiche passiert, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz der Krankenhauseinweisungen den Wert 7 erreicht. Derzeit meldet das RKI einen Wert von 4,39.

Zahl der Intensiv-Patienten steigt ebenfalls

Die Vorwarnstufe gilt ebenfalls, wenn mindestens 180 Corona-Intensivpatienten versorgt werden müssen. Aktuell zählt der Freistaat 149. Das sind 15 mehr als am Vortag und 31 mehr als vor einer Woche. Die Bettenauslastung liegt bei 75 Prozent.

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Auf die Vorwarnstufe folgt laut sächsischer Corona-Schutz-Verordnung die Überlastungsstufe. Diese gilt ab einer Hospitalisierungs-Inzidenz von 12 oder wenn mindestens 1300 Covid-19-Patienten auf Normal- oder 420 auf Intensivstationen behandelt werden müssen. Die Hospitalisierungsinzidenz ist mit Erlass der neuen Coronaschutzverordnung am 21. Oktober nicht mehr unbedingt ausschlaggebend. Sowohl im Fall der Vorwarn- als auch der Überlastungsstufe sieht der Freistaat eine Verschärfung der Coronaregeln vor.

Die Lage im Krankenhauscluster Dresden

Neben den sachsenweiten Werten meldet das SMS auch Daten zum Krankenhauscluster Dresden, zu dem die Stadt Dresden und die Landkreise Meißen, Sächsische-Schweiz-Osterzgebirge, Bautzen und Görlitz gehören. Auch hier füllen sich die Betten immer schneller. Derzeit liegen 215 Covid-Patienten auf Normalstation. Die Auslastung liegt aktuell bei 79 Prozent. Auf den Intensivstationen zählt das Krankenhauscluster 81. Die Stationen sind zu 69 Prozent voll.

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Die Landeshauptstadt Dresden meldet am Mittwoch zehn Krankenhauseinweisungen von Corona-Patienten. Auch hier sind Nachmeldungen für vergangene Tage inkludiert. 2844 Dresdner mussten bisher wegen eines schweren Verlaufs stationär behandelt werden.

Wer infiziert sich in Dresden?

Das Gesundheitsamt meldet seine Daten an die Landesuntersuchungsanstalt, das die Coronazahlen wiederum ans RKI meldet. Die Bundesbehörde schlüsselt die Coronafälle in Dresden anschließend nach Alter und Geschlecht auf. Aktuell zählt das Institut 16 876 Infektionen bei Männern und 19 223 bei Frauen.

In den Altersgruppen sieht die Verteilung wie folgt aus. 656 Infektionen sind unter den Null- bis Vierjährigen bekannt, 2691 unter den fünf- bis 14-Jährigen, 10 812 unter den 15- bis 34-Jährigen, 13 241 unter den 35- bis 59-Jährigen, 4914 unter den 60- bis 79-Jährigen und 3785 Infektionen in der Altersgruppe 80 plus.

Coronafälle in Gemeinschaftseinrichtungen

Durch die Herbstferien sinkt die Zahl der Coronafälle in Schulen aktuell. Laut Angaben der Stadt sind derzeit 15 (Dienstag: 17) Häuser betroffen. 21 (Dienstag: 21) Schüler und Lehrer sind in Quarantäne. Unter den Kindertagesstätten hat die Zahl der Ausbrüche zuletzt zugenommen. Aktuell sind 30 (Dienstag: 27) Einrichtungen betroffen. 149 (Dienstag: 89) Kinder und Mitarbeiter befinden sich in Isolation. Zudem ist das Virus in sechs Pflegeeinrichtungen nachgewiesen worden, wonach 82 Personen isoliert werden mussten.

Von lc