Corona heute in Dresden: Inzidenz und Infektionszahlen am 26.10.2021
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Corona heute in Dresden: Inzidenz und Infektionszahlen am 26.10.2021

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13:29 26.10.2021
Herbst in Dresden: Die Leute halten sich wieder mehr drinnen auf. Das könnte die vierte Welle noch zusätzlich befeuern.
Herbst in Dresden: Die Leute halten sich wieder mehr drinnen auf. Das könnte die vierte Welle noch zusätzlich befeuern. Quelle: Sebastian Kahnert/dpa
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Dresden

Winziger Lichtblick inmitten der vierten Coronawelle in Dresden: Die Inzidenz ist erstmals seit dem 13. Oktober wieder gesunken. Wird der Trend halten? Der Blick auf die Neuinfektionszahlen stimmt eher pessimistisch.

Inzidenz in Dresden fällt erstmals wieder leicht

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) liegt Dresdens Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen am Dienstag bei 207,1. Damit ist der Wert erstmals seit dem 13. Oktober (77,3) wieder gefallen. Vor einer Woche lag Dresden bei 111,6 Neuinfektionen binnen einer Woche unter 100 000 Einwohnern.

Auf Länderebene schneidet das Saarland mit einer Inzidenz von 53,2 derzeit am Besten ab. Die meisten Ansteckungen zählt Thüringen, wo die Inzidenz bei 235,7 liegt. Direkt danach kommt Sachsen mit 191,7. Deutschlandweit liegt die Inzidenz aktuell bei 113.

Gesundheitsamt meldet 288 Neuinfektionen

Das Gesundheitsamt meldet am Dienstag 288 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Der aktuelle Höchstwert der vierten Welle wurde am gestrigen Montag mit 482 Neuerkrankten gemeldet. Da die Stadt am Wochenende derzeit keine Zahlen veröffentlicht, inkludierte der Wert allerdings die Neuinfektionen vom gesamten Wochenende. Zudem enthalten die Neuinfektionszahlen auch Nachmeldungen länger zurückliegender Fälle.

35 953 Dresdner und Dresdnerinnen haben sich seit Pandemiebeginn erwiesenermaßen mit dem Virus angesteckt. Von diesen betrachtet das Gesundheitsamt 32 654 als genesen. Das sind 144 mehr als am Montag. Diese Zahl ist jedoch nur geschätzt. Als genesen gilt, wer zehn Tage nach einem positiven Test keine ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mussten. Bei Patienten, die im Krankenhaus behandelt wurden, beträgt die Frist 30 Tage.

Zieht man von den Infizierten die Zahl der Genesenen und Verstorbenen ab, kommt man in Dresden auf derzeit 2164 aktive Infektionen und damit ansteckende Personen. Das sind 144 mehr als am Montag. Der Wert steigt kontinuierlich an und kann sogar noch deutlich höher liegen, da nicht alle Infektionen mit Symptomen verlaufen oder bei Tests bemerkt werden.

Keine neuen Covid-Todesfälle in Dresden

Nachdem zuletzt am Montag zwei weitere Covid-Patienten als verstorben gemeldet wurden, sind am Dienstag keine neuen Todesfälle bekannt geworden. Die Zahl der Topdesopfer seit Pandemiebeginn liegt bei 1135.

Der Großteil der Toten war laut RKI 80 Jahre oder älter, genauer 357 Männer und 453 Frauen. In der Altersgruppe 60 bis 79 zählt die Bundesbehörde in Dresden 205 männliche und 92 weibliche Todesopfer. Jünger waren 26 Patienten: 15 Männer und elf Frauen zwischen 35 und 59 und zwei Männer zwischen 15 und 34 Jahren. Da das RKI am Dienstag noch keine detaillierten Daten bereithält, stammen diese Angaben vom Montag.

Patientenzahl nähert sich der Vorwarnstufe

Ob die Corona-Regeln verschärft werden, hängt von der Lage in den sächsischen Krankenhäusern ab. Durch die steigenden Infektionszahlen zählen die Kliniken immer mehr Covid-Patienten.

So meldete das Sächsische Sozialministerium (SMS) zuletzt 461 Corona-Kranke auf Normalstation. Das sind 213 mehr als vor einer Woche. Die Bettenbelegung liegt bei rund 70 Prozent.

Es ist damit zu rechnen, dass Sachsen in den kommenden Tagen die Vorwarnstufe erreichen wird, die laut aktueller Corona-Schutz-Verordnung bei mindestens 650 Corona-Patienten auf Normalstation gilt. Private Treffen im öffentlichen wie im privaten Raum wären dann nur noch mit zehn Personen unabhängig von der Anzahl der Hausstände gestattet. Kinder bis 14 Jahre, Geimpfte und Genesene zählen nicht mit. Das Gleiche passiert, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz der Krankenhauseinweisungen den Wert 7 erreicht. Derzeit meldet das SMS einen Wert von 3,89.

Zahl der Intensiv-Patienten nimmt zu

Die Vorwarnstufe gilt ebenfalls, wenn mindestens 180 Corona-Intensivpatienten versorgt werden müssen. Aktuell zählt der Freistaat 134, zehn mehr als am Sonntag. Vor einer Woche zählte Sachsen 105. Auch hier sind die Betten zu 70 Prozent belegt.

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Auf die Vorwarnstufe folgt laut sächsischer Corona-Schutz-Verordnung die Überlastungsstufe. Diese gilt ab einer Hospitalisierungs-Inzidenz von 12 oder wenn mindestens 1300 Covid-19-Patienten auf Normal- oder 420 auf Intensivstationen behandelt werden müssen. Die Hospitalisierungsinzidenz ist mit Erlass der neuen Coronaschutzverordnung am 21. Oktober nicht mehr unbedingt ausschlaggebend. Sowohl im Fall der Vorwarn- als auch der Überlastungsstufe sieht der Freistaat eine Verschärfung der Coronaregeln vor.

Die Lage im Krankenhauscluster Dresden

Neben den sachsenweiten Werten meldet das SMS auch Daten zum Krankenhauscluster Dresden, zu dem die Stadt Dresden und die Landkreise Meißen, Sächsische-Schweiz-Osterzgebirge, Bautzen und Görlitz gehören. Hier sind derzeit 174 Covid-Patienten auf Normalstation. Am Sonntag waren es noch 28 weniger. Vor einer Woche zählte das Cluster nur 80 Patienten. Die Betten sind mittlerweile zu 77 Prozent belegt.

Auf den Intensivstationen zählt das Krankenhauscluster 71, fünf mehr als am Sonntag. Der Vorwochenwert liegt bei 62. Die Stationen sind zu 62 Prozent voll.

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Die Landeshauptstadt Dresden meldet am Dienstag sechs Krankenhauseinweisungen von Corona-Patienten. Auch hier sind Nachmeldungen für vergangene Tage inkludiert. 2834 Dresdner mussten bisher wegen eines schweren Verlaufs stationär behandelt werden.

Wer infiziert sich in Dresden?

Das Gesundheitsamt meldet seine Daten an die Landesuntersuchungsanstalt, das die Coronazahlen wiederum ans RKI meldet. Die Bundesbehörde schlüsselt die Coronafälle in Dresden anschließend nach Alter und Geschlecht auf. Auch hier hat das RKI am Dienstag Meldeverzug. Stand Montag zählt das Institut 16 607 Infektionen bei Männern und 18 941 bei Frauen.

In den Altersgruppen sieht die Verteilung wie folgt aus. 646 (+12 seit Freitag) Infektionen sind unter den Null- bis Vierjährigen bekannt, 2609 (+65) unter den fünf- bis 14-Jährigen, 10 661 (+163) unter den 15- bis 34-Jährigen, 13 032 (+144) unter den 35- bis 59-Jährigen, 4838 (+94) unter den 60- bis 79-Jährigen und 3762 (+28) Infektionen in der Altersgruppe 80 plus.

Coronafälle in Gemeinschaftseinrichtungen

Durch die Herbstferien sinkt die Zahl der Coronafälle in Schulen. Laut Angaben der Stadt sind derzeit 17 (Montag: 20) Häuser betroffen. 21 (Montag: 44) Schüler und Lehrer sind in Quarantäne. Unter den Kindertagesstätten hat die Zahl der Ausbrüche zuletzt zugenommen. Aktuell sind 27 (Montag: 27) Einrichtungen betroffen. 89 (Montag: 169) Kinder und Mitarbeiter befinden sich in Isolation. Zudem ist das Virus in sechs Pflegeeinrichtungen nachgewiesen worden, wonach 82 Personen isoliert werden mussten.

Von Franziska Kästner