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Lokales Kollabiert unser Gesundheitssystem? Dresdens Kliniken schlagen Alarm
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Corona bringt Dresdens Kliniken an ihre Grenzen: Gemeinsamer Appell an die Menschen in Sachsen

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12:42 09.12.2020
Dresdens Kliniken appellieren an die Menschen aus der Region, sich an die Regeln zu halten und zuhause zu bleiben. Quelle: Andre Kempner
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Dresden

Die Corona-Zahlen in Dresden und Umgebung steigen. Das gilt nicht nur für Neuinfektionen, sondern auch für die Anzahl schwerer Verläufe von Covid-19-Erkrankungen. Das bringt die Dresdner Kliniken in an ihre Grenzen. In einer gemeinsamen Mitteilung wenden sie sich mit einem eindringlichen Appell an die sächsische Bevölkerung.

„Verantwortungsvolles Miteinander“

„Pass auf! – Auf Dich, auf Andere, auf uns Alle“ lautet die zentrale Botschaft von Universitätsklinikum, Städtischen Klinikum, Diakonissenkrankenhaus und St. Joseph-Stift. Gemeinsam wollen sie auf die ernste Situation aufmerksam machen: Steigt die Infektionskurve ungebremst im derzeitigen Tempo weiter an, droht unserem Gesundheitssystem ein Kollaps. Ein Horrorszenario für alle Beteiligten. „Nur mit einem verantwortungsvollen Miteinander lässt sich die Pandemie bremsen“, heißt es in der Mitteilung.

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Corona ist real! Jeden Tag erleben wir Patienten, die schwer krank sind. Patienten, die sterben und Pflegekräfte und Mediziner, die an ihre Grenzen gehen und Tränen in den Augen haben“, sagt Dr. Mark Frank. Er ist Leiter des Koordinationsteams Corona und Ärztlicher Leiter der Notaufnahme am Städtischen Klinikum Dresden.

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Die Bewältigung des hohen Behandlungsbedarfs verlangt den Kliniken viel ab: Personal und Infrastruktur müssen zur Behandlung von Covid-19-Patienten bereitstehen, nicht notwendige Eingriffe verschoben werden. Letzteres ist auch eine Belastung für die Patienten, die monatelang auf eine Behandlung warten müssen.

AHA-Regel beachten und Kontakte reduzieren

„Jeder trägt eine Verantwortung für sich und andere“, sagt Dr. Thorsten Jacobi, Ärztlicher Direktor des Diakonissenkrankenhauses Dresden. Darum müsse sich die Bevölkerung an die AHA-Regel halten und soziale Kontakte auf ein absolutes Minimum reduzieren. „Mit einem disziplinierten Verhalten kann jeder zeigen, dass er der Arbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kliniken aufrichtig Respekt zollt“, sagt Peter Pfeiffer, Geschäftsführer des Krankenhauses St. Joseph-Stift.

Von SL