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Lokales Coronavirus-Alarm: Das ist die Lage in Dresden und der Region
Dresden Lokales Coronavirus-Alarm: Das ist die Lage in Dresden und der Region
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13:26 05.03.2020
Nachdem der erste Fall von Coronavirus bei einem 67-jährigen Mann aus dem Raum Sächsische Schweiz-Osterzgebirge festgestellt wurde, fanden am Dienstagvormittag in Dippoldiswalde weitere Untersuchungen in einem Nebengebäude der Außenstelle des Landratsamtes Dippoldiswalde statt. Quelle: Tino Plunert
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Dresden

Die gute Nachricht vorab: Es gibt bisher keine neuen bestätigten Fälle des Coronavirus in Dresden und Umland. Dennoch gibt es immer neue Verdachtsfälle, werden Menschen auf das Virus hin getestet. Um den vielen Nachfragen der Bürger zum Coronavirus gerecht zu werden, sind inzwischen Info-Telefone geschaltet.

Hier gibt es Beratung

Für Fragen im Zusammenhang mit dem Coronavirus sind derzeit folgende Bürgertelefone geschaltet:

■ Info-Telefon des Gesundheitsamtes Dresden: 0351/ 488 53 22 (Mo.-Fr. 8-16 Uhr)

■ Info-Telefon des Sächsischen Gesundheitsministeriums: 0351/ 56 45 58 55 (9-17 Uhr)

■ Info-Telefon des Landratsamtes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge: 03501/ 515 -11 66 und 03501/ 515 -11 77

Geprüft wird derzeit, ob anstehende Großveranstaltungen in Dresden abgesagt werden müssen. Zudem musste der Pandemieplan für Sachsen überarbeitet werden. Die DNN fassen die aktuelle Lage zusammen.

So geht es gegenwärtig dem Infizierten

Seit Montag gibt es in Sachsen den ersten bestätigten Fall einer Coronavirusinfektion. Der 67-jährige Rentner aus dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist nach derzeitigem Stand der einzige Betroffene. Das bestätigte Gesundheitsministerin Petra Köpping am Dienstagnachmittag auf einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz im Sozialministerium.

Der 67-jährige Infizierte war ei­ner der 35 Menschen, die gemeinsam mit einer Person aus Hannover im Bus von Italien nach Deutschland gereist sind. Da sich bei dem Hannoveraner eine Infektion mit dem Coronavirus bestätigte, wurden auch die sächsischen Mitreisenden getestet. Der Rachenabstrich des 67-Jährigen wurde als einziger positiv auf das Coronavirus getestet. Der Mann zeige aktuell keine Symptome und ihm gehe es den Umständen entsprechend gut, sagte Köpping.

Alle anderen negativ getesteten Menschen aus der Reisegruppe müssen noch bis zum 16. März in häuslicher Quarantäne bleiben, da die Inkubationszeit des Virus etwa zwei Wochen beträgt. „Ich bin sehr froh, dass alle beteiligten Behörden und Ärzte besonnen und schnell reagiert haben“, sagte die Gesundheitsministerin und ergänzte: „Das zeigt, dass unsere Vorbereitung für diesen Fall richtig und gut waren.“

So wird das Umfeld des Infizierten getestet

Nachdem dieser Fall bekannt wurde, fanden am Dienstagvormittag in Dippoldiswalde weitere Untersuchungen in einem Nebengebäude des Landratsamtes in der Kleinstadt statt. Mehrere Menschen mussten eine Probe abgeben und wurden von einer Mitarbeiterin in Schutzkleidung ins Gebäude gebracht. Bisher wurden 21 Kontaktpersonen der Businsassen ermittelt, teilte der Landkreis mit. Bei 16 dieser Personen liege bereits ein negatives Testergebnis vor, die restlichen fünf Ergebnisse werden im Laufe des heutigen Mittwochs erwartet. Außerdem werden heute bei drei weiteren Menschen Proben entnommen, heißt es weiter.

So geht es mit Großveranstaltungen weiter

Ob Großveranstaltungen, wie etwa in Leipzig die Buchmesse, auch in Dresden abgesagt werden müssen, prüfe derzeit das Dresdner Gesundheitsamt, sagt Stadtsprecher Karl Schuricht auf DNN-Anfrage. Ob ei­ne Veranstaltung normal oder unter Auflagen stattfinden kann, lasse sich nur im Einzelfall beantworten. Entscheidend seien Teilnehmerzahl, Ort, Kreis und Herkunft der Teilnehmer.

Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat die Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen am kommenden Wochenende gesammelt. Je nach Entwicklung der aktuellen Situation werde dann entschieden, ob diese abgesagt werden müssen, teilte das Landratsamt Pirna auf DNN-Nachfrage mit.

So schätzt die Ministerin die Lage ein

Petra Köpping betonte auf der Pressekonferenz in Dresden, dass 80 Prozent der Infektionen mit dem Coronavirus mild und teilweise sogar symptomfrei verlaufen. Zudem gebe es keinen Grund für Hamsterkäufe, auch nicht im Hygienebereich. Auf regelmäßiges und gründliches Händewaschen komme es an. Außerdem solle nicht jeder Bürger bei ersten Erkältungssymptomen ei­nen Arzt aufsuchen, empfiehlt die Ministerin: „Unsere Hausärzte sind jetzt schon überlastet.“ Eine Abriegelung ganzer Städte in Sachsen hält Köpping weiterhin für unwahrscheinlich.

So steht es um den Pandemieplan für Sachsen

Derzeit hat die Weltgesundheitsorganisation die Lage noch nicht als Pandemie eingestuft. Trotzdem ist der Pandemieplan für Sachsen überarbeitet worden. Ab Donnerstag soll er für die Öffentlichkeit online auf der Seite des Gesundheitsministeriums zugänglich sein, sagte Ministerin Petra Köpping. Der bisherige Pandemieplan bezieht sich nur auf die Grippe und wurde um Informationen zum Coronavirus erweitert. In der überarbeiteten Version wird es einen sachsenspezifischen und einen allgemeingültigen Teil geben.

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