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Corona Dresden: Keine kostenlosen Masken mehr für Einkommensschwache

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12:24 27.10.2021
FFP2- und OP-Masken sind nicht mehr kostenlos für einkommensschwache Menschen.
FFP2- und OP-Masken sind nicht mehr kostenlos für einkommensschwache Menschen. Quelle: Daniel Karmann/dpa
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Dresden

Menschen mit geringem Einkommen erhalten in der Landeshauptstadt Dresden keine kostenlosen medizinischen Masken mehr. Dies geht aus einer Anfrage des SPD-Stadtrates Vincent Drews hervor. Auf die Frage, wie die Stadtverwaltung den weiteren Bedarf an kostenlosen oder preisreduzierten Masken einschätze, antwortete diese, dass die aktuelle Marktlage soweit entspannt sei, dass medizinische Masken für einen geringen finanziellen Betrag gekauft werden könnten.

„Corona ist noch nicht vorbei. Im ÖPNV und vielen geschlossenen Räumen gilt nach wie vor die Pflicht, medizinische Masken zu tragen“, erklärt Vincent Drews. Er sehe ein, dass es keine Versorgungsengpässe beim Zugang zu medizinischen Masken mehr gäbe. Gleichzeitig weist er auf die finanzielle Mehrbelastung hin, die sich durch den Kauf von FFP2-Masken ergäbe, da diese im Schnitt teurer als die weniger schützenden OP-Masken seien. Dies sei unfair und unsozial. „Ein Hygieneschutz der 2. Klasse für einkommensschwache Menschen ist inakzeptabel.“

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Im Frühjahr 2021 hatten Personen, die unter die „Erste Verordnung zur Änderung der Coronavirus-Schutzmasken-Verordnung“ fielen, die Möglichkeit, kostenlos FFP2-Masken zu erhalten. Drews: „Es ist mir ein Rätsel, warum die Landeshauptstadt nicht in der Lage sein soll, Masken zu erwerben und diese an Menschen zu verteilen, die nur wenig Geld zur Verfügung haben.“ Die SPD-Fraktion des Dresdner Stadtrates fordere die Verwaltung deshalb auf, „Dinge zu ermöglichen, statt nach Ausreden zu suchen, warum etwas nicht geht“.

Von cs