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Lokales Coool Case zieht Ende 2019 nach Reick
Dresden Lokales Coool Case zieht Ende 2019 nach Reick
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15:48 27.02.2019
„Coool Case“ soll Ende 2019 eine eigens zu errichtende Mietfabrik im Gewerbegebiet Reick in Nachbarschaft zu Dresden-Elektronik und zum Holz-Rentsch am Seidnitzer Weg beziehen. Quelle: Heiko Weckbrodt
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Dresden

Der ehemalige PC-Hersteller „Coool Case“ zieht zum Jahresende 2019 in eine Mietfabrik nach Dresden-Reick um. Das hat „Coool Case“-Chef Christian Michel angekündigt, der den einstigen Robotron-Betrieb von der Schäfer-Gruppe übernommen und zum Elektronik-Spezialgehäuse-Hersteller umprofiliert hatte.

Umzug im Dezember

Hintergrund des Umzugs: Am bisherigen Standort an der Treidlerstraße in Dresden-Kaditz expandiert im selben Gebäudekomplex gerade das Technologie-Unternehmen „Heliatek“, das organische Solarfolie herstellt. „Heliatek ist eine Chemiefabrik, wir stellen unter anderem Gehäuse für Medizintechnik her“, erklärte Christian Michel. „Das verträgt sich nicht wirklich, wir stören uns immer mehr gegenseitig. Deshalb haben wir uns den neuen Standort gesucht.“

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Geschäftsführer Christian Michel. Quelle: DNN/ARchiv

Coool Case“ werde voraussichtlich im Dezember 2019 mit 100 Mitarbeitern umziehen, kündigte Michel an. Nachdem er ursprünglich auch einen Wegzug aus Dresden geprüft hatte, entschied er sich dann doch, mit seiner Fabrik in der sächsischen Landeshauptstadt zu bleiben – nicht weit weg übrigens von einem anderen Unternehmen mit Robotron-Wurzeln, der „Dresden Elektronik“. Ein Investor wird eigens für Coool Case zugeschnittene Fabrik mit 7500 Quadratmetern Nutzfläche am Seidnitzer Weg neben dem Holzhandel Rentsch bauen und den Komplex dann an den Gehäusebauer vermieten. Solche Mietfabrik-Modelle anstelle eigener Investitionen sind in der Branche inzwischen keine Seltenheit mehr.

Gehäusebau für Großbatterien

Coool Case“ geht ursprünglich auf eine PC-Großfabrik zurück, die das DDR-Computerkombinat Robotron bis 1971 an der Bodenbacher Straße in Dresden-Gruna errichtet hatte. Nach der Wende wurde das Unternehmen privatisiert und zog später nach Kaditz in einen Fabrikneubau um. Inzwischen ist das Werk unter dem Namen „Coool Case“ auf Sondergehäuse spezialisiert, unter anderem für Philips, HP, Siemens und IBM.

„Unsere neuestes Geschäftsfeld ist der Gehäusebau für Großbatterien“, erzählt Geschäftsführer und Eigentümer Michel. Dabei handele es sich aber nicht um stationäre Energiespeicher, sondern um Batterien für Nischenfahrzeuge. Deren Batterien sind bis zu 1,80 Meter lang und brauchen besonders sichere, abgeschirmte und feuerfeste Spezialgehäuse. Michel: „Da zeichnet sich eine gute Entwicklung ab.“

cooolcase.com

Von Heiko Weckbrodt

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