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Lokales Comödie Dresden macht Schloss Übigau zu ihrer Sommerspielstätte
Dresden Lokales Comödie Dresden macht Schloss Übigau zu ihrer Sommerspielstätte
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12:12 16.11.2018
„Comödie im Schloss“: Comödien-Chef Olaf Maatz (l.) und Künstlerischer Leiter Christian Kühn Quelle: Robert Jentzsch
Dresden

Idyllisch am Elbufer gelegen, schlummerte Schloss Übigau in den letzten 25 Jahren vor sich hin. Die Fassade verfiel, die Treppe zum Fluss überwucherte. „Dieser wun­derschöne Ort verweilte viel zu lange im Dornröschenschlaf“, sagt Olaf Maatz, Ge­schäftsführer der Co­mödie Dresden. Dank seines Engagements soll das Ba­rockschloss nun zu neuem Leben erwachen: Das Bauwerk, einst prunkvolles Lustschloss August des Starken, verwandelt sich im nächsten Sommer zur Ku­lisse für mehrere Vorstellungen der Comödie.

Die Grundidee der „Comödie im Schloss“ wurde schon im vorigen Jahr ge­boren – bei einer Fahrradtour, wie Maatz erzählt: „Mit meiner Familie bin ich da­mals am Schloss Übigau vorbeigeradelt. Den alten Barockbau hatte ich ehrlich ge­sagt gar nicht mehr wirklich auf dem Sender gehabt.“ Obwohl in Verfall geraten, ge­fiel ihm das Ambiente so sehr, dass er den Schlossgarten kurzerhand als neue Bühnenlocation für das Sommertheater der Comödie auserkor. „Das Schloss bietet eine märchenhafte Kulisse, um die eine oder andere Theater- und Filmgeschichte zu erzählen“, sagt Maatz.

Vom 5. Juli bis zum 25. August finden 38 Vorstellungen im Schlossgarten statt, und zwar direkt vor dem elbseitigen Schlosseingang. An 105 Tischen sollen 420 Zuschauer Platz finden, zudem lässt die Comödie 29 Liegestühle vor der Bühne zurechtrücken. Bei Speisen und Ge­tränken aus der Sommerwirtschaft können die Gäste im Garten Platz nehmen und die Darbietung vor der Schlosskulisse verfolgen.

Freitags bis dienstags fällt der Vorhang in der „Comödie im Schloss“. Am Übigauer Elbufer wird die Abenteuerkomödie „Das Wirtshaus im Spessart“ mit Rainer König gezeigt, der auch schon die He­xe Baba Jaga verkörperte. Aber andere Veranstaltungen sollen ebenso auf der Bühne stattfinden: Für Ende August ist beispielsweise ein zweiwöchiges Projekt mit der Leipziger Rock’n’Roll-Band „The Firebirds“ angedacht.

Sanierungsarbeiten laufen im Schloss

Alles in allem stehen die Zeichen gut. Dem Schloss scheint ein zweiter Frühling bevorzustehen, nicht nur aus kultureller Sicht: Ende 2017 wechselte das Schloss den Besitzer, seither gehört es dem Unternehmer Frank Bertram und seiner Bertram Grundbesitz GmbH. Bertram möchte das Baudenkmal in ein Kunst- und Kulturschloss verwandeln und hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, um das Gebäude komplett zu sanieren. Seit einigen Monaten arbeiten Restauratoren im Barockschloss, außerdem wurden bereits Fenster und Türen erneuert.

Im gemeinsamen Gespräch konnte Maatz den neuen Schlossherren von seiner Idee einer Open-Air-Bühne begeistern. Ebenso rannte der Comödien-Chef mit seinem Vorhaben bei den zuständigen Ämtern offene Türen ein. So erteilten die Behörden die nötigen Genehmigungen – und das Theaterprojekt bekam grünes Licht.

Am Freitag ist der Kartenvorverkauf für die Vorstellungen der anstehenden Co­mödien-Spielzeit gestartet. Auch die Karten für „Das Wirtshaus im Spessart“ sind ab so­fort erhältlich. Maatz hofft, dass die Dresdner Bürger die neue Theaterstätte am Elbschloss annehmen und zahlreiche Besucher ihren Abend mit einer Vorstellung bei Sonnenuntergang ausklingen lassen. Denn auch über das kommende Jahr hinaus möchte sich die Comödie an neuer Spielstätte dafür einsetzen, dass endlich wieder Leben in die Schlossmauern einkehrt.

Tickets für die „Comödie im Schloss“ unter www.comoedie-dresden.de/kartenkauf

Von Junes Semmoudi

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