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09:39 15.06.2018
Superintendent Albrecht Nollau (links) vom evangelischer Kirchenbezirk Dresden-Nord und Holger Hase vom Verein „Denk Mal Fort“ stehen vor der denkmalgeschützten Totenhalle auf dem St.-Pauli-Friedhof. Quelle: Foto: Dietrich Flechtner
Dresden

Gräber historischer Persönlichkeiten, viel Grün und Stille – der über 150 Jahre alte evangelische St.-Pauli-Friedhof in der Neustadt ist eine der bedeutendsten Ruhestätten der Stadt. Näher kennenlernen können ihn Besucher am 24. Juni, dem Johannistag, bei Vorträgen, Lesungen, Führungen und Filmen von 18 bis 22 Uhr. Die beiden Organisatoren, der Kirchenbezirk Dresden-Nord und der Verein „Denk Mal Fort“, verbinden eine christliche Tradition mit einem Einblick in Friedhofskultur, wie Superintendent Albrecht Nollau am Donnerstag erklärte.

„Wir wollen mit kulturhistorisch interessierten Bürgern an einem Sommerabend ins Gespräch kommen über Leben und Tod“, erläuterte Holger Hase vom Verein „Denk Mal Fort“. Auf einem Wandelgang mit mehreren Stationen über das Areal zwischen Hechtstraße, Hammerweg und Stauffenbergallee können die Teilnehmer beispielsweise an einem der prachtvollsten Gräber etwas über den pharmazeutischen Industriellen Franz Ludwig Gehe (1810-1882) und dessen Frau Elise (1816-1887) erfahren. Aus deren Unternehmen ging später das Arzneimittelwerk Dresden (AWD) hervor.

Auch Texte von Autor Erich Kästner (1899-1974) sind zu hören. Ida Amalia und Emil Richard Kästner – die Eltern des berühmten Schriftstellers – liegen hier begraben; ebenso wie sein Onkel Augustin.

Bedeutsam machen diesen Ort auch Naturdenkmale. Als herausragendes Beispiel stellt ein ehrenamtlicher Denkmalpfleger Deutschlands größte Schindel-Eiche vor. Dabei handelt es sich um eine im Nordosten und Südosten der USA verbreitete Art. Gepflanzt hat den Baum 1880 Forstmeister Friedrich Wilhelm Meschwitz (1815-1888) am Grab seiner Familie.

Bedeutendes Zeugnis der Architektur ist die unter Denkmalschutz stehende Totenhalle, auch dazu gibt es Erläuterungen. In der Feierhalle sind Kurzfilme zu sehen, in denen Studentinnen und Studenten ihre Sicht auf den Friedhof festgehalten haben. Der Eintritt ist frei. Essen und Trinken gibt es zu kaufen.

Die Organisatoren wollen den Dresdnern bewusst machen, welch kultureller Schatz dieser Friedhof ist. Weil die Zahl der Begräbnisse stark zurückging, werden seit Anfang 2016 keine neuen Grabstellen mehr angelegt. St. Pauli ist einer der größten unter den 58 Dresdner Friedhöfen. Vier davon sind städtische.

Von Tomas Gärtner

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