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Lokales Carolina Iacobet hat ihre Heimat verlassen, um Krankenschwester in Dresden zu werden
Dresden Lokales Carolina Iacobet hat ihre Heimat verlassen, um Krankenschwester in Dresden zu werden
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16:49 22.05.2016
Stolze Kinderkrankenschwester: Carolina Iacobet. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Die Medizin war für Carolina Iacobet immer ein Traum. Der Wunsch, sich um kranke Menschen zu kümmern, immer da. Dennoch sollte es 30 Jahre dauern und den Verlust der Heimat bedeuten, bis er in Erfüllung ging. Denn Carolina Iacobet ist in der Ukraine geboren, in ein einfaches Leben, ein Medizinstudium war der jungen Frau finanziell nicht möglich. An die Uni ging sie trotzdem, machte stattdessen – gefördert vom Staat – ihren Abschluss in Linguistik und arbeitete an der Universitätsbibliothek in Czernowitz. Ein gutes Leben, aber etwas fehlte. 2010 dann schließlich der Entschluss: die junge Ukrainerin packte ihre Koffer und ging nach Deutschland. Seit einem halben Jahr ist sie ausgebildete Kinderkrankenschwester am Dresdner Uniklinikum.

Eine Entscheidung, die immer mehr medizinisches Personal aus dem Ausland fällt. 2421 Ärzte aus 92 Nationen sind aktuell bei der Sächsisches Landesärztekammer gemeldet. Das sind 254 mehr als noch im Jahr zuvor.

Einfach war der Neustart im neuen Land nicht, das verhehlt die 30-Jährige nicht. „Ich hatte mir in der Heimat etwas aufgebaut, und dann musste ich von vorne beginnen. Als Kind wäre mir die Eingewöhnung sicher leichter gefallen. Ein zweites Mal würde ich diese Entscheidung wahrscheinlich nicht treffen“, sagt sie. Das größte Problem: die Sprache. Ein Jahr lang büffelte sie fünf Stunden am Tag Deutsch, nachmittags kamen sechs Stunden Arbeit als Au-pair bei einer Leipziger Familie hinzu. „Es war schwer. Aber ich hatte ein Ziel und wollte es Schritt für Schritt erreichen.“ Nach einem weiteren halben Jahr als FSJlerin am Uniklinikum Leipzig begann Iacobet im März 2012 endlich ihre Ausbildung in Dresden.

Zu ihrem Traumberuf, wie sie heute sagt. Ihr Arbeitsplatz ist die interdisziplinäre perinatologische Station der Kliniken für Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie für Kinder- und Jugendmedizin. Hier werden zu früh oder krank geborene Kinder und ihre ebenfalls behandlungsbedürftigen Mütter versorgt – und damit die Beziehung zwischen beiden trotz der Umstände aufgebaut. „Ich bin zufrieden jetzt“, sagt Carolina Iacobet und lächelt. Eine Rückkehr in die Ukraine sei heute nicht mehr denkbar. „Heimat ist Heimat, aber hier bin ich zuhause.“

Ihre Eltern sieht die 30-Jährige nur noch zwei Mal im Jahr, sie wohnen in einem kleinen Dorf, sind beide Rentner. „Aber sie kommen klar“, erzählt die Kinderkrankenschwester. Einfach sei das Leben in der Ukraine nie gewesen, die Mieten zum Beispiel furchtbar teuer. „Ich habe mein halbes Gehalt für die Miete ausgegeben, und ich habe in einer WG gelebt, hatte keine eigene Wohnung.“ Glücklich sein aber könne man auch dort.

Wird das Heimweh zu groß, macht sich Carolina Iacobet auf den Weg nach Jena. Dort wohnt ihre Schwester mit ihrer Familie. Zwei Nichten hat die Wahldresdnerin. Spricht sie von ihnen, fangen ihre Augen an zu leuchten. Und verraten den nächsten Wunsch.

Von Christin Grödel

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