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Lokales Canalettostraße bleibt bis Mitte Oktober Baustelle
Dresden Lokales Canalettostraße bleibt bis Mitte Oktober Baustelle
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06:17 26.07.2019
Derzeit konzentrieren sich die Arbeiten an der Canalettostraße vor allem auf den Haltestellenneubau. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Es ist ein seltener Anblick: Vier Bagger stehen auf der knapp 200 Meter langen Baustelle auf der Canalettostraße in Johannstadt und alle sind in Bewegung. Hier wird ordentlich geklotzt – was man zum Beispiel vom beschaulichen Treiben auf der Augustusbrücke derzeit nicht behaupten kann. An der Canalettostraße bauen die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) seit knapp drei Wochen. Und das hauptsächlich, um die HaltestelleSt. Joseph-Stift“ barrierefrei auszubauen – endlich.

Das Baufeld ist nicht ohne

Denn der von den Straßenbahnlinien 4, 10 und 12 bediente Halt stellte gerade Besucher des nahen Krankenhauses vor Probleme. Die mussten erst einen Schritt in die Tiefe machen, um aus der Bahn zu kommen, dann über das holprige Pflaster gehen, um anschließend einen hohen Bordstein zu überwinden. „Das ist für Gehbehinderte, Rollstuhlfahrer und auch kleine Kinder nicht einfach gewesen“, sagt Antje Zeibig mit Verweis auf die Kindergärten in der Umgebung. Die 36-Jährige leitet für die DVB die Baustelle, an der sich auch Straßen- und Tiefbauamt, Drewag und Stadtentwässerung beteiligen.

Freigelegte Wurzeln von Straßenbäumen wurden mit Jute abgedeckt und werden nun von den Bauleuten gewässert Quelle: Dietrich Flechtner

Das Baufeld ist nicht ohne – so sei das oft, wenn mitten in der Stadt gebaut werde, sagt Zeibig. So haben Experten bereits vor Baubeginn nach Fliegerbomben gesucht, die Flächensondierung kann bei derart vielen Leitungen in der Straße aber nicht immer eindeutige Ergebnisse liefern. Deshalb wirft ein Kampfmittelbeseitiger einen strengen Blick auf jeden Baggerhub. Die Arbeiten kommen dennoch gut voran. So ist ein 180 Meter großes Areal für die neue Haltestelle aufgegraben. „Das ist deshalb so lang, weil Fahrradfahrer auf einer angehobenen Fahrbahn an der Kaphaltestelle vorbeigeführt werden“, erläutert Zeibig. Für das Einfädeln und auch die vorgelagerte Haltestellenampel werde Platz benötigt.

Neue Gleise mit breiterem Abstand

Derzeit laufen vor allem Leitungsarbeiten, nächste Woche soll jedoch schon der Aufbau des neuen Gleises beginnen. Das wird für die neuen Stadtbahnwagen in breiterem Abstand verlegt. Neue Gleise werden später auch auf etwa 120 Metern in Richtung Comeniusstraße verlegt. Weil die Wintergartenstraße als Zufahrt zum St. Joseph-Stift benötigt wird und deren Kreuzung mit der Canalettostraße nicht gesperrt werden soll, passiert das aber zu einem späterem Zeitpunkt.

Denn auch wenn die Arbeiten derzeit unter Hochdruck laufen, wird die Canalettostraße noch eine ganze Weile Baustelle sein. Am 14. Oktober sollen die Straßenbahnen dort wieder planmäßig rollen. Bis dahin wird die Haltestelle mit zwei Wartehäuschen – zwei davon auf der Seite vom Krankenhaus – Fahrgastinformation und Blindenleitsystem aufgebaut. Zugleich werden 70 neue Fahrleitungsmasten gesetzt, die auch die Straßenbeleuchtung aufnehmen.

Bäume sollen erhalten bleiben

Fünf Millionen Euro kosten Haltestellenbau, Gleis- und Fahrleitungssanierung. Das hat auch etwas mit dem Aufwand zu tun, der auf der nicht ganz einfach gelegenen Baustelle betrieben werden muss. So tun die Bauleute alles, um die Bäume an der Canalettostraße zu erhalten. Ein Saugbagger hat deshalb das Wurzelwerk im Baufeld freigelegt, das nun mit Jute abgedeckt ist und von den Bauleuten gewässert wird. „Es werden auch einige neue Bäume gepflanzt“, sagt Zeibig.

Einige Vorhaben werden im Umfeld der Streckensperrung gleich mit erledigt. So werden die Stadtwerke Drewag nahe der Kreuzung Wintergarten-/Canalettostraße eine Fernwärmequerung und ein Schieberbauwerk für die Trinkwasserversorgung bauen. Deswegen wird an dieser Stelle auch eine sehr tiefe Baugrube gegraben. Derzeit sind die Stadtwerke jedoch auf der Nicolaistraße zugange.

Bisher habe es von den Anwohnern kaum Beschwerden wegen der Bauarbeiten gegeben. Besonderes Augenmerk liegt auf der Baustelle für ein neues Hospizgebäude, der man nicht im Weg sein will. Beim Quartiersbus EV10 wollen die Verkehrsbetriebe nach Hinweisen von Betroffenen jedoch nachjustieren. So ist ab 1. August ein zusätzlicher Halt an der Ecke Wintergartenstraße/Stübelallee geplant. Über einen weiteren am Stephanienplatz wird nachgedacht.

Von Uwe Hofmann

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