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Lokales CDU fordert Planungsgelder für den Ausbau der Neuländer Straße
Dresden Lokales CDU fordert Planungsgelder für den Ausbau der Neuländer Straße
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11:13 21.03.2019
CDU-Stadtrat Veit Böhm setzt sich für den Ausbau der Neuländer Straße ein. Dort seien vor allem die meistenteils nicht befestigten Gehwege und eine unterdimensionierte Entwässerung das Problem.
CDU-Stadtrat Veit Böhm setzt sich für den Ausbau der Neuländer Straße ein. Dort seien vor allem die meistenteils nicht befestigten Gehwege und eine unterdimensionierte Entwässerung das Problem. Quelle: Uwe Hofmann
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Dresden

Mit zwei Anträgen will die CDU die Quartiersentwicklung in Trachau voranbringen. Dabei geht es zum einen um die Neuländer Straße, auf deren Sanierung die Anwohner seit Jahren drängen. Der andere will Sportgeräte in den öffentlichen Raum bringen und nimmt dabei den Waldspielplatz an der Neuländer Straße in den Blick. Die Finanzierung beider Vorhaben steht jedoch auf wackeligen Füßen.

Dass die Neuländer Straße dringend saniert werden muss, ist weder im Stadtteil noch im Rathaus umstritten. Nur genießt die am Stadtrand in Autobahnnähe gelegene Straße in der Stadtverwaltung keine hohe Priorität. Daran hat weder eine Befassung des damals noch Ortsbeirat Pieschen genannten Stadtteilgremiums, noch ein Rundgang vor Ort mit Anwohnern sowie Straßen- und Tiefbauamtsleiter Reinhard Koettnitz am Gründonnerstag 2018 etwas geändert. Im Amt gibt es zwar erste Vorstellungen, was eine Sanierung verbessern müsste. Mit ernsthaften Planungen hat man jedoch noch nicht begonnen, wie Amtsleiter Koettnitz einräumt. „Es fehlt an Kapazität und an Geld dafür“, begründet er.

Das will CDU-Stadtrat Veit Böhm mit seinem Antrag nun ändern. Er sieht vor, wenigstens die Planungen voranzutreiben, „damit in ein oder zwei Jahren ein fertiger Plan vorliegt“, wie Böhm sagt. Er sieht das größte Problem übrigens nicht in der stellenweise wie ein Flickenteppich aussehenden Asphaltdecke. „Schlimmer wirken sich die fehlenden befestigten Gehwege und die zu gering dimensionierte Entwässerung aus“, sagt der Stadtrat. Von den Gehwegen und der nahen Heide eingespülter Sand verstopfe immer wieder die Entwässerung, vor allem bei Starkregen werden deshalb auf der abschüssigen Straße Grundstücke der Anlieger und dortige Keller geflutet. „Da hat es schon viele Tränen deswegen gegeben“, bedauert Böhm. Eine größer dimensionierter Entwässerungskanal und gepflasterte Fußwege könnten Abhilfe schaffen.

Der Waldspielplatz eignet sich ideal für einen Aktivitätspunkt, findet CDU-Stadtrat Veit Böhm. Quelle: Uwe Hofmann

Die Finanzierung des Ausbaus, der um die 1,8 Millionen Euro kosten könnte, wie Koettnitz beim Gründonnerstagtermin 2018 meinte, steht in den Sternen. Immerhin für die Planungen will Böhm mit dem CDU-Antrag maximal 100 000 Euro freigeben, die allerdings aus der Liquiditätsreserve fließen sollen. „Der Antrag wurde geschrieben, als noch nicht abzusehen war, dass diese so schnell vom Oberbürgermeister geleert wird“, sagt Böhm. Gelder der Reserve sollen für Mehrkosten für den Schulcampus Gehestraße ausgegeben werden, der Rest ist anderweitig gebunden. Er rechne aber damit, dass sich die trocken gelegte Liquiditätsreserve wieder auffülle, sobald Gewerbesteuermehreinnahmen und Gewinne städtischer Gesellschaften verbucht worden sind, sagt Böhm „Diese Gelder sollen in die Reserve einfließen und stehen dann dort zur Verfügung.“

Weitere 100 000 Euro sollen in sogenannte Aktivitätspunkte fließen, die an mehreren Stellen im Stadtgebiet entstehen könnten. Damit sind frei zugängliche Geräte gemeint, wie man sie von Trimm-Dich-Pfaden kennt. „Es geht um ein kleines Fitnessstudio im Freien“, erläutert Böhm. Beispiele dafür gibt es auch in Dresden im Ostragehege und am Universitätscampus. „Das nutzen alte und junge Menschen, da kommen alle zusammen“, ist Böhm überzeugt, dass es in der Stadt mehr davon geben sollte. Zumal aus den USA der Trend „Calisthenics“ hinüberschwappt. Dabei geht es darum, den eigenen Körper mit rhythmischen Bewegungen und durch die Ausnutzung des Eigengewichts bei minimaler Gerätenutzung zu trainieren. Gewissermaßen eine moderne Trimm-Dich-Bewegung.

Der Antrag fordert die Verwaltung auf, mögliche Standorte zu prüfen. Konkret vorgeschlagen werden der Waldspielplatz Neuländer Straße, der Bereich Ginsterstraße in Gorbitz, der Fichtepark in Plauen, die Elbwiesen in Laubegast und ein Standort in Bühlau. „Die Vorlage geht noch durch alle Stadtbezirks- und Ortschaftsräte – da wird noch einiges an Vorschlägen zusammenkommen“, meint Böhm. Finanziert werden soll die Umsetzung ebenfalls aus der eigentlich gebundenen Liquiditätsreserve.

Von Uwe Hofmann