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Lokales CDU: Ortschaften sollen eigenständig bleiben
Dresden Lokales CDU: Ortschaften sollen eigenständig bleiben
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15:39 16.05.2019
Jan Donhauser (CDU) will mit seiner Fraktion den Stadtratsbeschluss von 2018 korrigieren.
Jan Donhauser (CDU) will mit seiner Fraktion den Stadtratsbeschluss von 2018 korrigieren. Quelle: Jan Donhauser
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Dresden

Die Dresdner CDU will den Beschluss der damaligen rot-grün-roten Stadtratsmehrheit zu den Ortschaften korrigieren. Linke, Grüne und SPD hatten im vergangenen Jahr beschlossen, dass die Dresdner Ortschaften bis 2034 aufgelöst und an die Stadtbezirke angegliedert werden sollen. „Wir wollen darüber Gespräche auf Augenhöhe zwischen dem Stadtrat und den Ortschaftsräten“, erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Jan Donhauser.

Sollten die Menschen in den Ortschaften auch nach 2034 von der Eigenständigkeit profitieren, gebe es keinen Grund, dieses „Erfolgsmodell“ aufzugeben, sagte Donhauser. Gerade die neuen Einwohner hätten sich bewusst für ihren Wohnort in den Ortschaften entschieden. „Das hat viel mit dem dörflichen Charakter und einer starken Identifikation mit den Belangen der Ortschaft zu tun“, so Donhauser.

Der Stadtrat sollte dem Rechnung tragen und in den Außenbezirken und Ortschaften im Flächennutzungsplan Wohnungsbauflächen ausweisen. „Das entlastet die Innenstadt und gibt gerade jungen Dresdner Familien eine Perspektive im Stadtgebiet. Sie wandern dann nicht ins Umland ab.“

Die schulische Infrastruktur müsste an die wachsende Einwohnerzahl angepasst werden. So müssten die Schulkapazitäten in Weixdorf, Langebrück oder Gompitz erweitert werden. Es gehe aber auch darum, Betreuungsangebote für Senioren in den Ortschaften vorzuhalten. „Deshalb ist es überlegenswert, eine zweizügige Grundschule in Gompitz so zu bauen, dass sie bei Bedarf in 20 oder 30 Jahren als Seniorenresidenz genutzt werden kann.“

Zur Stärkung der Ortschaften gehöre auch der Ausbau der Verkehrswege. Die Bundesstraße 6 neu im Dresdner Westen sei genauso wichtig wie die Staatsstraße 177 im Osten oder die Stauffenbergallee. „Staus braucht niemand. Der Ausbau der Straßen verbessert aber nicht nur die Bedingungen für die Autofahrer, sondern erhöht auch die Sicherheit der Fahrradfahrer“, erklärte Donhauser.

Er begibt sich am Sonnabend ab 10 Uhr mit dem Fahrrad auf eine Tour durch Altfranken, Gompitz, Ockerwitz, Oberwartha und Cossebaude.

Von Thomas Baumann-Hartwig