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Lokales Bundeswehr-Beförderung mit deutlichem Demokratie-Appell
Dresden Lokales Bundeswehr-Beförderung mit deutlichem Demokratie-Appell
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13:25 21.12.2017
Bundeswehr-Leutnant Julian Janke wurde mit dem Erich-von-Witzleben-Preis für seine Leistung sowie sein Verhalten als Offizier geehrt.  Quelle: Stephan Lohse
Dresden

 Die Bundeswehr hat am Donnerstag in Dresden insgesamt 670 Soldaten befördert oder ausgezeichnet. Die Zeremonie, die traditionell zwei Mal im Jahr vor der Semperoper stattfindet, war dabei in zweierlei Hinsicht eine Premiere: Zum einen war es der erste Beförderungsappell im Regen, zum anderen wurde erstmals der Erwin-von-Witzleben-Preis verliehen.

Zwei Mal im Jahr nutzt die Bundeswehr den Dresdner Theaterplatz für ihren zeremoniellen Beförderungsappell. 670 Soldaten wurden am Donnerstag befördert oder geehrt. Wir waren mit der Kamera dabei!

Bundeswehr-Leutnant Julian Janke wurde damit für seine Leistung sowie sein Verhalten als Offizier geehrt. Rüdiger von Voß, Vorsitzender der Erwin-von-Witzleben-Gesellschaft, verband die Ehrung mit einem Aufruf an alle Soldaten sowie alle Bürger, sich für die Demokratie und gegen Totalitarismus zu engagieren: Politischer Streit dürfe nie in einem unversöhnlichen Freud-Feind-Denken münden, appellierte er. Das nutze nur Extremisten. „Das Hass öffnet die Tür zur Gewalt“, so Voß, der selbst Nachkomme eines Widerständlers des 20. Juli 1944 ist.

Die Gesellschaft dürfe nicht zulassen, dass die Neue Rechte sich die Taten und Symbole des 20. Julis zu Eigen machten und spielte dabei vor allem auf die Wirmer-Fahne an, die bei Pegida immer wieder genutzt wird. „Dies ist eine Verhöhnung der Männer und Frauen, die mit Einsatz ihres Lebens Widerstand geleistet haben“, sagte er.

Respekt, Toleranz und interkulturelle Kompetenz hob auch General Gante, Leiter der Offizierschule des Heeres, hervor. Sie seien genauso wichtige soldatische Tugenden wie Kameradschaft und Disziplin. Die Soldaten seien dem Rechtsstaat und dem Grundgesetzt verpflichtet. „Bei uns ist kein Platz für Intoleranz und extremes Denken“, so Gante.

Am Beförderungsappell vor der Semperoper waren 670 Soldaten beteiligt. Es handelt sich um Absolventen der Lehrgänge „militärfachlicher Dienst“, „Offizierslehrgang II“ und dem „Offizierslehrgang Reserveoffizier“ an der Offizierschule des Heeres in Dresden. Ein Großteil der beteiligten Soldaten wurde dabei zum Offizier befördert.

Von S. Lohse

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