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Lokales Bundespolizisten holen 40-Jährigen mit zwei Kilo Kokain aus dem Zug
Dresden Lokales Bundespolizisten holen 40-Jährigen mit zwei Kilo Kokain aus dem Zug
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22:28 28.09.2019
Symbolfoto Quelle: dpa
Dresden

Es war eine rührende Geschichte, die Sascha P. im Landgericht erzählte, um zu erklären, wie er zu zwei Kilogramm Kokain gekommen war. Mit den Drogen im Gepäck hatte man ihn am 8. April aus einem Eurocity in Richtung Tschechien gefischt.

Er sei 2016 clean aus dem Maßregelvollzug in Berlin entlassen worden, wo er wegen Drogendelikten untergebracht war. „Um von der Drogenszene wegzukommen, bin ich zu Bekannten nach Wien gezogen. Alles war bestens.“ Dann habe es Probleme gegeben, er habe wieder angefangen zu kiffen, den Job verloren und seine Freundin beklaut, schluchzte er. Dann sei er nach Berlin gefahren, um sich illegal Medikamente zu besorgen, die ihm beim Entzug helfen sollten.

„Er passte irgendwie nicht in die 1. Klasse“

Dort sei er auf einer Party an ei­nen Mann – er nannte ihn immer die „Person“ – geraten, der ihm 500 Eu­ro anbot, wenn er zwei Päckchen nach Prag mitnimmt und dort übergibt. „Namen nannte er nicht. Er sagte, dass ich auf dem Bahnhof angesprochen werde. Ich dachte, dass es sich um Haschisch handelt, habe zugesagt und das Geld bekommen.“

Zur Übergabe kam es nicht. Sascha P. fiel kurz vor Bad Schandau Beamten der Bundespolizei auf. „Es war so ein Gefühl, dass mir sagte, schau mal genauer hin. Er passte irgendwie nicht in die 1. Klasse“, erinnerte sich ein Beamter. Die Polizisten wurden fündig.

An der Geschichte ist einiges seltsam

„Er war sehr unruhig und gab uns eine detaillierte Beschreibung seines Auftraggebers, der mit im Zug gesessen haben soll“, erzählte der Beamte. Ein Mann, auf den die Beschreibung passte, wurde von tschechischen Polizisten dann auch aus dem Zug geholt. Vor Gericht konnte sich der Angeklagte daran nicht erinnern. Er beharrte regelrecht darauf, allein gewesen zu sein. „Die Person war nicht im Zug. Ich weiß nicht, warum ich das damals gesagt habe.“

An seiner Geschichte ist einiges seltsam. Zwei Kilo Kokain: Rechnet man pro Gramm 100 Euro – und das ist nicht zu hoch angesetzt – kommt man auf 200.000 Euro. Drogendealer sind harte Geschäftsleute. Keiner würde das einem zugekifften, betrunkenen und wildfremden Mann übergeben, der die Drogen erst mit in sein Quartier nimmt und am nächsten Tag über die Grenze bringen soll. Entweder Sascha P. wurde beobachtet oder er und die „Person“ kannten sich. Vielleicht von früheren Geschäften. Der Prozess wird fortgesetzt.

Von Monika Löffler

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