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Lokales Bürgerwerkstatt: Wie soll das neue Rathaus in Dresden aussehen?
Dresden Lokales Bürgerwerkstatt: Wie soll das neue Rathaus in Dresden aussehen?
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06:30 29.11.2018
So soll die Baumasse auf dem Ferdinandplatz verteilt werden. Quelle: Barcode Architects
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Dresden

Der Stadtrat hat eine Grundsatzentscheidung getroffen: Auf dem Ferdinandplatz soll ein modernes Verwaltungszentrum gebaut werden. Das „Wie“ ist noch offen – politisch, architektonisch und inhaltlich. Der Stadtrat muss mit dem Haushalt für 2019/2020 entscheiden, ob 100 Millionen Euro für das Bauvorhaben zurückgelegt werden. Die Stadt will das Verwaltungszentrum in einem sogenannten Wettbewerblichen Dialog vergeben. Bei diesem Vergabeverfahren muss sie die Investitionssumme auf der hohen Kante haben.

Wie das Ensemble einmal aussehen soll und wie die Mitarbeiter der Stadtverwaltung untergebracht werden, steht noch nicht fest. Die Bürger der Stadt können sich einmischen und ihre Anregungen zu Protokoll geben. Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) lädt sie am Montag, 3. Dezember, in der Zeit von 17.30 Uhr bis 20 Uhr zu einer Bürgerwerkstatt in das Stadtmuseum auf der Wilsdruffer Straße ein. „Wir scheuen uns nicht vor einer Debatte über Architektur und Städtebau“, so der Baubürgermeister, „sondern sind auf die Ideen aus der Bürgerschaft gespannt.“

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An acht Thementischen sollen fünf Themen bearbeitet werden: Architektur, Städtebau, Digitale Prozesse, Kundenperspektive sowie eine offene Debatte. Die Teilnehmer an der Bürgerwerktatt können ihre Vorstellungen von anspruchsvoller Architektur für den Neubau äußern, aber auch ihre Erwartungen an Funktion, Nutzung und Aufenthaltsqualität sowie die Gestaltung des Außenbereichs formulieren. Welche digitalen Verwaltungsabläufe würden die Dresdner nutzen?, wird am dritten Thementisch gefragt. Welche Erwartungshaltung haben die Bürger an das Verwaltungszentrum, damit sie es einfach so besuchen oder in ihrer Freizeit nutzen?, soll am vierten Tisch besprochen werden. In der offenen Debatte können die Teilnehmer die Punkte ansprechen, die ihnen in der Diskussion noch fehlen.

Nach der Bürgerwerkstatt plant die Verwaltung eine Online-Beteiligung vom 4. bis zum 18. Dezember unter der Adresse www.dresden.de/ferdinandplatz. Dabei soll ein offener Dialog mit Kommentarfunktion zu den Themen der Bürgerwerkstatt zur Verfügung gestellt werden. Die Verwaltung erarbeitet gegenwärtig die Ausschreibungsunterlagen für den Neubau. Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung sollen dabei mit einfließen.

Die Vorplanung der Verkehrs- und Medienerschließung sowie der Freianlagen würde bereits laufen, gemeinsam mit der Technischen Universität erarbeite die Verwaltung ein Leitbild „Arbeitsplatz der Zukunft“. Die Baugrunduntersuchung sei abgeschlossen, ab 2020 werde mit den archäologischen Grabungen begonnen. Die Kündigung der Pachtverträge für die Parkplätze sei für Ende 2019 geplant. Dann fallen nach Angaben der Plattform Parkopedia 610 Parkplätze weg.

Für die Auswahl des Siegerentwurfs werden verschiedene Jurys zunächst die einzelnen Aspekte der Entwürfe bewerten, bevor es zu einer Gesamtbewertung der eingereichten Angebote kommt, so der Baubürgermeister. Die eingereichten Entwürfe sollen der Öffentlichkeit vor der Entscheidung präsentiert werden. „Da suchen wir noch nach einem geeigneten Format.“

Anmeldungen zur Bürgerwerkstatt unter: www.dresden.de/ferdinandplatz

Von Thomas Baumann-Hartwig

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