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Lokales Bündnis will vor der Landtagswahl in Dresden Zeichen setzen
Dresden Lokales Bündnis will vor der Landtagswahl in Dresden Zeichen setzen
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17:18 17.07.2019
An der unteilbar-Demonstration in Leipzig nahmen am 6. Juli rund 5000 Menschen teil. Ende August kommt das Bündnis nach Dresden. Quelle: imago images / Tim Wagner
Dresden

Die Antwort von Felix Müller ist klar: „Wir müssen das in Dresden machen“, antwortet der Mitorganisator vom bundesweiten Bündnis „unteilbar“ auf die Frage, weshalb die Entscheidung über den Veranstaltungsort der Großdemonstration auf die sächsische Landeshauptstadt fiel. Gemeinsam mit über 300 Partnern möchte das zivilgesellschaftliche Bündnis am 24. August mehrere zehntausend Menschen auf die Straße bringen. „Aufgrund der Entstehung von Pegida steht Dresden als Ort immer noch symbolisch für den Aufschwung rechter Bewegungen“, führt Müller fort.

Partner von Amnesty bis Gewerkschaften

Gemeinsam mit Amnesty International, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband, den Gewerkschaften Verdi und IG Metall sowie zahlreichen Initiativen aus Sachsen möchten die Organisatoren eine Woche vor der sächsischen Landtagswahl ein klares Statement für eine Gesellschaft setzen, in der alle Menschen frei von Angst und selbstbestimmt leben können. „Es findet eine dramatische politische Verschiebung statt: Rassismus und Menschenverachtung sind gesellschaftsfähig“, heißt es in dem Aufruf zur Teilnahme an der Großdemonstration.

Vor der Abschlussveranstaltung in Dresden beginnt bereits am Sonnabend, 20. Juli, in Zwickau unter der Überschrift „Sommer der Solidarität“ eine Tour auf Marktplätzen durch mehrere Städte in Brandenburg, Sachsen und Thüringen. „Wir müssen jetzt in die kleinen und abgehängten Orte gehen und dort eine aufrechte und gute Alternative zum Rechtsruck bieten“, betont Kobito, Berliner Rapper und Unterstützer des Bündnisses.

Neben ihm tritt am 24. August in Dresden auch der Stuttgarter Musiker Max Herre auf, bekannt durch Lieder wie „Immer wenn es regnet (A.N.N.A)“, „Wolke 7“ oder „Fremde“. Ein reines Hip Hop- und Rap-Konzert wird der „Höhepunkt eines Sommers der Solidarität“ aber nicht: Von Punkrock bis Klassik sei alles dabei, versichert Mitorganisator Felix Müller.

Keine politischen Parteien

Bewusst nicht in die Vorbereitung der Marktplatztour und der Demonstration in Dresden einbezogen, sind politische Parteien. „Wir wollen als zivilgesellschaftliches Bündnis parteipolitisch unabhängig sein.“ Nur wenige Tage vor der Landtagswahl dürfe deshalb keine Partei die unteilbar-Bühne für ihren Wahlkampf nutzen, argumentieren die Veranstalter.

An der ersten unteilbar-Demonstration in Berlin nahmen im Oktober vergangenen Jahres eine Viertelmillion Menschen teil.
 Bereits am 6. Juli demonstrierten rund 5000 Menschen in Leipzig zum Auftakt der unteilbar-Demonstrationen in den neuen Bundesländern. Ob bei der geplanten Riesen-Demonstration in Dresden am 24. August tatsächlich die bei der Versammlungsbehörde angemeldeten 25 000 Teilnehmer auf die Straße gehen, bleibt abzuwarten.

Von Aaron Wörz

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