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Lokales Breite Mehrheit für Dresdner Universitätsschule
Dresden Lokales Breite Mehrheit für Dresdner Universitätsschule
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14:00 17.08.2017
Überraschende Wende bei der Universitätsschule.
Überraschende Wende bei der Universitätsschule. Quelle: dpa-Zentralbild
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Dresden

Überraschende Wende bei der Universitätsschule: Die CDU-Fraktion im Stadtrat will das von Rot-Grün-Rot gewünschte Vorhaben unterstützen. „Innovative Projekte sollte es auch an staatlichen Schulen geben“, erklärte Fraktionsvorsitzender Jan Donhauser, „es ist nicht nur Sache der freien Träger, neue Formen des Unterrichtens zu erproben.“ Deshalb werden die Christdemokraten dem Schulversuch in städtischer Trägerschaft zustimmen. Bislang hatte sich die CDU eher skeptisch zu dem Schulversuch geäußert.

„Das ist auch eine Möglichkeit für die Stadt, unsere Exzellenzuniversität zu unterstützen. Diese Chance für Dresden wollen wir nutzen“, so der Fraktionsvorsitzende, der gleichzeitig auf die Dimension des anstehenden Beschlusses auf der heutigen Stadtratssitzung hinwies: „Wir gründen eine Grundschule und eine Oberschule. Nicht mehr und auch nicht weniger.“

Standort für die beiden Schulen soll das Gebäude der 101. Oberschule auf der Pfotenhauerstraße in Johannstadt sein. Beide neuen Schulen sollten die gleiche Finanzausstattung erhalten wie vergleichbare Schulen, forderte Donhauser. Das Konzept für die Schulen und die Fragen möglicher Kooperationen mit der 101. Oberschule und der benachbarten 102. Grundschule seien Sache der Universität und des Kultusministeriums, das das letzte Wort bei der Genehmigung habe.

Donhauser kritisierte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP), der eine Vorlage von Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) zur Universitätsschule aufgehalten habe. „Ich kann es nicht nachvollziehen, dass der Oberbürgermeister die Dinge hat laufen lassen. Es hätte eine professionelle Begleitung dazugehört“, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende.

Rot-Grün-Rot begrüßte die Ankündigung der CDU. Die Kooperation will Hans Müller-Steinhagen, Rektor der Technischen Universität, Rederecht für die Stadtratsdebatte einräumen. „Dresden will eine Zukunftsstadt sein. Hier haben wir eine von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen der TU entwickelte Vision einer Schule mit Zukunft“, erklärte Linke-Bildungspolitikerin Anja Apel.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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