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Lokales Bolzplatz in Eigenregie
Dresden Lokales Bolzplatz in Eigenregie
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10:36 22.09.2018
Der sechsjährige Milan und sein Papa Markus Günzel halfen beim Schippen. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Am Freitagnachmittag bot sich auf dem ehemaligen Militärsportplatz am Alaunpark ein ungewohntes Bild. Große und kleine Anwohner schwangen trotz sengender Hitze gemeinsam den Spaten. Zwei Lkw-Ladungen Erde galt es in Eigenregie großflächig auf dem künftigen Bolzplatz zu verteilen.

Hintergrund der Aktion war die Diskussion zur Umgestaltung des Alaunplatzes im Februar. Nachdem die Stadt 2013 durch den Ankauf des einstigen „Russensportplatzes“ bereits die Parkerweiterung vorangetrieben hatte, sollte eine Bürgerbefragung über die Nutzung der Fläche bestimmen. Die Beteiligung war mit etwa 1500 Meinungsäußerungen groß, die Wünsche schon damals vielfältig: Vor allem ein großer Bedarf an Sportmöglichkeiten konnte festgestellt werden, aber auch die Möglichkeit zu gemütlicher Geselligkeit im Grünen, fernab des eigentlichen Parkgeschehens.

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Allein das liebe Geld trat als Spielverderber auf den Plan. Für die Umgestaltung stand schlicht kein Etat zur Verfügung. Das hat sich zwar bisher nicht wesentlich geändert, dennoch wurde seit Anfang dieses Jahres auf Bestreben der Stadtteilrunde die Umgestaltung erneut intensiv diskutiert. Vor allem die Kinder und Jugendlichen der Neustadt wurden diesmal auf besondere Weise miteinbezogen und konnten ihre gesammelten Ideen und Wünsche bei einer gemeinsamen Ortsbegehung mit Halina Storkoff vom Amt für Stadtgrün zum Ausdruck bringen.

„Uns war vor allem wichtig, das Angebot auf die Wünsche der Anwohner auszurichten“, so Storkoff. „Natürlich ist der Alaunpark ein beliebter Treffpunkt für alle, vor allem ist er aber auch Lebensraum für die Neustädter.“ Und die haben nun selbst mit angefasst, um dem Traum vom Bolzplatz ein Stückchen näher zu kommen.

Unterstützt von Mitarbeitern verschiedener Neustädter Jugendeinrichtungen fanden sich am Freitagnachmittag rund 20 Neustadt-Kids auf dem Gelände ein, um die 30 Kubikmeter Erde auf dem geplanten Fußballfeld zu verteilen. Hilfe bekamen sie dabei nicht nur von Ortsamtsleiter André Barth und Storkoff, sondern auch von zahlreichen Anwohnern, die gemeinsam mit den Jugendlichen Schippe um Schippe den Boden für seine neue Bestimmung ebneten.

Nächster Schritt ist nun die Begrünung der Fläche, Anfang 2019 folgt der Aufbau der Fußballtore. Und weil Arbeit bekanntlich hungrig macht, spendierte das Ortsamt im Anschluss der Aktion eine Ladung Burger vom Foodtruck am Alaunplatz.

Von Kaddi Cutz