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Lokales Blutmond am frühen Montagmorgen über Dresden
Dresden Lokales Blutmond am frühen Montagmorgen über Dresden
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17:16 20.01.2019
Der teilweise vom Erdschatten verdunkelte Vollmond leuchtet während einer Mondfinsternis rot bis orange. Quelle: Silas Stein/dpa
Dresden

Es ist ein Termin für Frühaufsteher. Am Montag ab 4.30 Uhr beginnt sich der Mond über Dresden allmählich zu verfinstern, dann wird die letzte totale Mondfinsternis bis 2022 in dieser Gegend zu erleben sein – wenn Wetter und Wolken mitspielen. Gegen 5.40 Uhr beginnt dann die völlige Verdunklung des Mondes, sie dauert dieses Mal eine Stunde und zwei Minuten – längstens können es 66 Minuten sein. Die größte Finsternis wird um kurz nach sechs erreicht. Weltweit zu sehen ist die Verdunklung des Mondes in Europa, Asien, Afrika, in Nord- und Südamerika, über dem Pazifik, Atlantik, dem Indischen Ozean und der Arktis.

Blutmond wird der Mond dann auch genannt, denn er leuchtet nur noch schwach in einem roten Licht. Früher wurde das oft als böses Omen gedeutet, doch bereits rund 600 Jahre vor unserer Zeitrechnung waren die Babylonier in der Lage, den Zeitpunkt einer Mond- oder Sonnenfinsternis vorauszuberechnen.

Wer den „roten Mond“ 2019 etwas genauer betrachten will, hat dazu in vielen Sternwarten Gelegenheit. In Dresden-Gönnsdorf zum Beispiel ist die Mondfinsternis der ideale Auftakt für das Jubiläumsjahr der IG Sternwarte, die ihr zehnjähriges Bestehen feiert. Ab 4 Uhr ist die Sternwarte geöffnet, es wird einen speziellen Vortrag von Christoph Metzner geben, Professor an der Dresdner Hochschule für Technik und Wirtschaft.

Die Sternwarte Gönnsdorf Quelle: Dietrich Flechtner

In Radebeul werden die Teleskope von etwa 5 bis 8 Uhr auf den Mond gerichtet sein. Außerdem gibt es zu Beginn einen Kurzvortrag über alles Wichtige zur Mondfinsternis. „Bitte kommen Sie nicht zu spät“, empfehlen die Organisatoren, „der Mond geht um 8 Uhr unter und ist in Horizontnähe meist nur noch schlecht zu beobachten.“ Die Sternwarte Graupa bietet von 4.30 Uhr bis 7.30 Uhr ein „totales Mondfrühstück“ – bei guter Sicht! Darauf verweisen alle, und auf warme Kleidung.

Das Besondere an der Mondfinsternis in diesem Jahr: Es ist sogar ein Super-Blutmond, denn am Montag befindet sich der Mond an der Stelle seiner Umlaufbahn, an der er am kürzesten von der Erde entfernt ist, er wird also besonders groß am Himmel stehen. Auf den nächsten Super-Blutmond müssen wir dann lange warten – erst 2037 ist es wieder soweit.

Wie Sie den Blutmond am besten aufs Foto bannen, lesen Sie hier.

Von Bernd Hempelmann

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