Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Bischof segnet neues Zentrum für Altersmedizin am St. Joseph-Stift
Dresden Lokales Bischof segnet neues Zentrum für Altersmedizin am St. Joseph-Stift
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:50 12.04.2018
Feierliche Einweihung der Akutgeriatrie im St. Joseph-Stift mit Bischof Heinrich Timmerevers (3.v.l.) und Staatsministerin Barbara Klepsch (2.v.l.) Quelle: St. Joseph-Stift Dresden/S. Albrecht
Dresden

 Ein neues Zentrum für Altersmedizin ist am Mittwoch auf dem Gelände des katholischen Krankenhauses St. Joseph-Stift in der Dresdner Johannstadt eingeweiht worden. „Mit 54 Betten verfügen wir jetzt über die größte Akutgeriatrie in Dresden“, so Krankenhausgeschäftsführer Peter Pfeiffer. Künftig könne man hier pro Jahr 1200 mehrfach erkrankte, hochbetagte Patienten versorgen.

Anwesend beim feierlichen Akt der Einweihung nach knapp dreijähriger Bauzeit war Bischof Heinrich Timmerevers. Er segnete das Gebäude und stellte die künftigen Nutzer und ihr Tun unter den Segen Gottes.

Größtes Bauprojekt seit der Wende

Der dreigeschossige Neubau an der Georg-Nerlich-Straße – das sogenannte Haus West – hat 17,4 Millionen Euro gekostet. Laut Geschäftsführer Peter Pfeiffer handelt es sich damit um die größte Einzelbaumaßnahme am St. Joseph-Stift seit der Wende.

Das Sächsische Ministerium für Soziales und Verbraucherschutz förderte den Bau mit 5,2 Millionen Euro. Das neue Gebäude ersetzt einen Containerbau, der nach dem Umzug der Patienten abgerissen wird. Mit der neuen Akutgeriatrie entstehen 60 neue Arbeitsplätze.

Das katholische Krankenhaus St. Joseph-Stift in Dresden hat gestern ein Zentrum für Altersmedizin eingeweiht. Die Fotogalerie gibt einen Einblick in die Ausstattung der beiden neu entstandenen Stationen des Gebäudes an der Georg-Nerlich-Straße.

Zunächst geht am 23. April die Station in der ersten Etage in Betrieb. Die Station in der zweiten Etage folgt im September.

Eröffnung klinikübergreifender Zentralambulanz in Sicht

Im Erdgeschoss wird im Mai eine klinikübergreifende Zentralambulanz mit 18 Sprech- und Untersuchungszimmern sowie einem modernen endoskopischen Aufwachbereich eröffnet. Sie soll erstmals alle ambulanten Sprechstunden des Krankenhauses zentral an einem Ort bündeln. Laut Auskunft des Krankenhauses waren die Ambulanzen an vier Orten verteilt.

Die beiden Stationen im Obergeschoss der neuen Akutgeriatrie unterscheiden sich von den baulichen Gegebenheiten und von der Ausstattung her in vielen Details von normalen Stationen in Krankenhäusern. Eingeflossen in die Aufteilung, Ausstattung und Gestaltung der neuen Akutgeriatrie sind die Erfahrungen von Ärzten, Pflegepersonal und Therapeuten.

Zum einen gibt es Sitzmöglichkeiten im Treppenhaus, eine Sitzecke im Gang, Therapiebereiche wie eine Übungsküche, einen Raum, in dem Beweglichkeit und Koordination trainiert werden können und ein Trainingsbad.

Größere Zimmer und Bäder

Zum anderen sind die Zimmer 20 Prozent und die Patientenbäder doppelt so groß wie normal, damit ohne Probleme mit Betten und Rollstühlen rangiert werden kann. Der Boden ist rutschsicher, nachts gibt es eine indirekte Beleuchtung in Fußbodennähe, Telefone haben große Tasten mit großen Zahlen. Die Abstellfläche für persönliche Sachen am Bett und im Bad sind farblich einheitlich gestaltet, so dass jeder Patient weiß, welcher Bereich seiner ist.

Ausstattung orientiert sich an Bedürfnissen Hochbetagter

In jedem Zimmer gibt es des Weiteren eine Memo-Wand. An dieser befinden sich nicht nur Fernseher und eine große Uhr, sondern auch ein großer Kalender, auf dem Tag, Monat und Jahr erkennbar sind. Mit Magneten können Schilder in großer Schrift befestigt werden, die den Patienten das medizinische Tagesprogramm anzeigen. Zudem gibt es die Möglichkeit, private Fotos und Zeichnungen von der Familie zum Beispiel in einem großen Bilderrahmen zu befestigen.

Schließlich dauert der stationäre Aufenthalt der Patienten 70+ in der Akutgeriatrie mit im Schnitt 17 Tagen deutlich länger als ein normaler Aufenthalt in einem Krankenhaus. Denn hier wird die Behandlung der akuten Erkrankung, die zur Einweisung ins Krankenhaus führte, nicht nur mit der Behandlung bereits vorliegender chronischer Erkrankungen verbunden.

 Gleichzeitig sollen verschiedene Rehabilitationsangebote die Menschen wieder so fit machen, dass sie viele Dinge im Alltag selbst tun und somit in das eigene Zuhause zurückkehren können, erklärt Dr. Barbara Schubert, Chefärztin der Fachabteilung für Onkologie, Geriatrie und Palliativmedizin.

Mehr Pflegepersonal und Therapeuten

Aus diesem Grund arbeiten in der Akutgeriatrie viele Berufsgruppen – vom Altersmediziner über die Pflegefachkraft, Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden bis hin zum Psychologen und Seelsorger – zusammen. Rund ein Viertel mehr Pflegepersonal und zehnmal mehr Therapeuten als auf einer internistischen Station stünden dafür zur Verfügung, hieß es aus dem St. Joseph-Stift.

Probleme, die 60 neu entstehenden Arbeitsplätze zu besetzen, gebe es im St. Joseph-Stift aufgrund der Rahmenbedingungen in dem christlichen Krankenhaus nicht, hieß es auf Nachfrage. Die Finanzierung dieses Aufwandes durch die Abrechnung bei den Krankenkassen sei gegeben.

Teilstationäre Tagesklinik ist der nächste Schritt

Ab 2019 soll im S. Joseph-Stift eine teilstationäre Tagesklinik geschaffen werden. „Für einen aufsuchenden Dienst, der es Patienten ermöglicht, auch in komplexeren Versorgungssituationen möglichst lang zu Hause bleiben zu können, wird das St. Joseph-Stift im kommenden Jahr geeignete Partner suchen“, so Peter Pfeiffer.

Von Catrin Steinbach

Lokales 8,6 Millionen Euro teurer Umbau - Elefantendamen zeigen Besuchern ihr neues Reich

Drumbo, Sawu und Mogli haben den Zoobesuchern am Mittwoch erstmals ihr neues Gehege im umgebauten Afrikahaus gezeigt. Anders als in der realen Welt mussten die Menschen den Tieren Platz machen: Durch einen weggefallenen Besucherweg haben die Elefanten nun mehr Platz.

15.04.2018

Seit einem Jahr laufen die Arbeiten auf der Augustusbrücke. Der Baufortschritt ist derzeit fast ein Jahr im Verzug. Dennoch meint man im Straßen- und Tiefbauamt nun, einen verlässlichen Fertigstellungstermin nennen zu können. Ob mit der Verkehrsfreigabe Ende 2019 auch wieder Straßenbahnen über das Wahrzeichen rollen, ist jedoch fraglich.

11.04.2018

Seit fünf Jahren gibt es ein abgespecktes Kombiticket von Sächsischer Dampfschiffahrt und Verkehrsverbund Oberelbe. Nun haben beide Unternehmen das Angebot gehörig ausgeweitet. Das dürfte vor allem Touristen freuen – und alljene Bewohner der Region, die nicht direkt an der Elbe wohnen.

11.04.2018