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Lokales Bis zu 24 Monate Aufenthalt im Ankerzentrum
Dresden Lokales Bis zu 24 Monate Aufenthalt im Ankerzentrum
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16:59 15.08.2018
Die Erstaufnahme am Hammerweg soll zum Ankerzentrum werden. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Das sächsische Innenministerium hat der Landeshauptstadt Dresden mitgeteilt, dass der Freistaat in Dresden ein Ankerzentrum für Asylbewerber mit zwei Standorten an der Hamburger Straße und am Hammerweg einrichten will. Das erklärte Sozialbürgermeisterin Kris Kaufmann (Die Linke) auf Anfrage der DNN. Die Stadt habe aktiv das Gespräch mit dem Freistaat zu dieser Thematik gesucht, das jüngste Gespräch habe am vergangenen Freitag stattgefunden.

Ihr liege kein dezidiertes Konzept für die Einrichtung und den Betrieb des Ankerzentrums vor, erklärte die Sozialbürgermeisterin. „Laut Freistaat geht es darum, die Asylverfahren zu beschleunigen.“ Nach mündlichen Informationen des Innenministeriums und der Landesdirektion vom vergangenen Freitag sollten die Asylbewerber hierfür bis zu 24 Monate im Ankerzentrum untergebracht werden.

Dresden habe mit dem Fokus auf dezentrale Unterbringung, der flächendeckenden kommunalen Flüchtlingssozialarbeit, der bedarfsgerechten Sprachförderung und frühen Aktivierungsmaßnahmen für die Integration in Bildung und Arbeit einen Ansatz gewählt, der klar auf Teilhabe der Geflüchteten und ein besseres Miteinander in der Stadtgesellschaft abziele. „Wir würden es sehr schätzen, wenn der Freistaat sich dieses Modell zu eigen machen würde“, so Kaufmann.

Soweit der Freistaat an dem Ankerzentrum festhalte, seien der Stadt mehrere Prämissen für die Arbeit der Einrichtung wichtig. So sollten adäquate Bildungsangebote für Minderjährige bereitgestellt werden, der Ausbau der Angebote zur Tagesstrukturierung wie Arbeitsangebote nach Asylbewerberleistungsgesetz sei erforderlich. Eine frühzeitige Arbeitsmarktaktivierung müsse ebenso gewährleistet werden wie eine individuelle Sozialbetreuung einschließlich Hilfen bei Traumata. Die Bleibeberechtigten müssten auf die Integration am Zielort in Sachsen vorbereitet werden. Der Freistaat sollte eine geordnete Verteilung der Migranten auf die Kommunen gewährleisten, so Kaufmann.

Die Gesamtverantwortung für das Ankerzentrum werde dem Freistaat obliegen. Dieser habe deutlich gemacht, dass die Stadt Dresden weiterhin die Erstuntersuchung der Asylbewerber gewährleisten solle, so Kaufmann.

Die Linke-Stadtratsfraktion lehnt Ankerzentren ab. Linke-Stadträtin Kerstin Wagner erklärte, Menschen unterschiedlichster Herkunft würden hier für viele Monate kaserniert und isoliert. Stress, Aggressionen und Konflikte würden so vorprogrammiert. „Ankerzentren machen jegliches Bemühen, Menschen von Anfang an auf das Leben in unserer Kultur vorzubereiten, zunichte.“ Auch die Grünen-Stadtratsfraktion spricht sich gegen Ankerzentren aus, wie Stadträtin Tina Siebeneicher erklärte. Die Dresdner SPD sieht die Einrichtung höchst kritisch.

CDU-Fraktionsvorsitzender Jan Donhauser forderte Kaufmann auf, bei dieser „hochsensiblen Thematik“ nicht gegen, sondern mit dem Freistaat zu arbeiten.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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