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Lokales Bienenseuche in Dresden-Hellerau ausgebrochen
Dresden Lokales Bienenseuche in Dresden-Hellerau ausgebrochen
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11:27 25.06.2019
Aufgrund eines Bakteriums, welches in durch die Waben im Bienenstock, durch Körperkontakt und Futteraustausch verbreitet wird, tritt ein frühzeitiges Sterben der Bienenlarven auf. Quelle: Lisa Ducret/dpa
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Dresden

Vergangene Woche ist die auch als Bienenpest bezeichnete Amerikanische Faulbrut in Dresden-Hellerau amtlich festgestellt worden. Auf Grundlage der Bienenseuchen-Verordnung vom 03.11.2004 wurde gemäß § 10 der Verordnung Dresden- Hellerau gebildet zum Sperrbezirk deklariert.

Der Sperrbezirk umfasst Dresden-Hellerau. Quelle: Stadt Dresden

Die bakterielle Brutkrankheit Faulbrut tritt einerseits als relativ harmlose Gutartige Europäische Faulbrut und andererseits als gefährliche Bösartige Amerikanische Faulbrut auf.

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Der Erreger der Faulbrut, das Bakterium Paenibacillus larvae larvae gelangt über den kontaminierten Honig oder Waben in den Bienenstock und wird über Körperkontakt und Futteraustausch verbreitet. Der Erreger befällt ausschließlich die Bienenkinderstube. Bereits nach ein bis zwei Tagen sind die Larven infiziert und sterben frühzeitig. Den erwachsenen Bienen oder dem Menschen schadet der Erreger nicht, dennoch ist die weltweit auftretenden Bienenseuche eine große Gefahr für ganze Bienenvölker.

Für alle Imker im Sperrbezirk gilt:

1. Alle Imker im genannten Sperrbezirk haben sich unverzüglich im Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt der Landeshauptstadt Dresden zu melden (Telefon 0351-4050511), soweit dies nicht bereits geschehen ist, um alle Bienenvölker und Bienenstände umgehend amtlich auf Faulbrut untersuchen zu lassen.

Die Untersuchungen müssen in Abhängigkeit vom Ergebnis der ersten Untersuchung frühestens nach zwei Monaten, spätestens nach neun Monaten wiederholt werden.

2. Bewegliche Bienenstände dürfen von ihrem Standort nicht entfernt werden.

3. Eine Entfernung von Bienenvölker, lebende oder tote Bienen, Waben, Wabenteile, Wachsabfälle, Wachs, Honig, Futtervorräte, Bienenwohnungen und benutzte Gerätschaften aus den Bienenständen ist nicht gestattet. Dies gilt nicht für Wachs, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, wenn sie an wachsverarbeitende Betriebe, die über die erforderliche Einrichtung zur Entseuchung des Wachses verfügen, unter der Kennzeichnung „Seuchenwachs“ abgegeben werden. Dies gilt gleichfalls nicht für Honig, der nicht zur Verfütterung an Bienen bestimmt ist. Honig aus den Bienenvölkern ist für den menschlichen Verzehr ohne Einschränkungen verkehrsfähig.

4. Bienenvölker dürfen nicht in den Sperrbezirk verbracht werden.

Erst nach Abschluss der Untersuchungen können die angeordneten Schutzmaßnahmen durch das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt der Landeshauptstadt Dresden aufgehoben werden.

Die dem zuständigen Amt bekannten Imker im Sperrbezirk werden einzeln angeschrieben, um ihnen mitzuteilen, welche Maßnahmen im Einzelfall notwendig sind.

Von Jennifer Georgi