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Lokales Bewerbungsstart für den Integrationspreis
Dresden Lokales Bewerbungsstart für den Integrationspreis
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12:01 19.04.2018
Kristin Kaufmann Quelle: Foto: Archiv/Schneider
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Dresden

 „Dresdner Bürger sind in der Integration von Ausländern besser als ihr Ruf“, sagt Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (Die Linke). Dass vielfältige Engagement der Dresdner für die Integration von Geflüchteten und Migranten soll der „Integrationspreis“ sichtbar machen.

Ab sofort können sich Initiativen, Vereine, Verbände und Unternehmen für den mit 5 000 Euro dotierten Preis bewerben, der im Oktober vergeben wird. Projekte können sich direkt bewerben oder vorgeschlagen werden.

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28 Einsendungen im vergangenem Jahr

Im vergangenen Jahr wählte die Jury aus städtischen Mitgliedern um Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) aus 28 Einsendungen das Projekt „ABC-Tische „ des Umweltzentrums Dresden aus. Der Treff richtete sich an alle Geflüchteten und Dresdner, an verschiedenen Orten in der Altstadt zusammen zukommen.

Aus dem Projekt sieht der damalige Vorstand des Umweltzentrums, wie die Integration der Geflüchteten voranschreitet: Waren es anfangs einfach Begrüßungsfloskeln, die sie bei den „ABC-Tischen“ lernten, unterstützen die Ehrenamtlichen sie heute bei Mitteilungen der GEZ oder Vorbereitungen auf ein Studium. Er hofft, dass in Zukunft noch mehr Menschen, wie Au-Pairs oder ausländische Studenten zu dem Treff kommen, um so der Stigmatisierung von Geflüchteten entgegen zu wirken.

Im vergangenen Jahr haben die Mitarbeiter der „Dresdner Backhaus GmbH“ das Unternehmen für den zusätzlichen Anerkennungspreis für Unternehmen vorgeschlagen. Der symbolische Preis werde zusätzlich zum Integrationspreis für engagierte Unternehmen vergeben, erklärt Kaufmann. In dem Bäcker-Unternehmen von Firmenchefin Eli Kreutzkamm-Aumüller arbeiten seit über 15 Jahren Menschen aus verschiedenen Nationen zusammen.

Kunden wollten nicht von Migranten bedient werden

Dass der Einsatz für die Integration auch schwierig sein kann, musste die Unternehmerin in einem Dresdner Fachgeschäft erfahren, als der Umsatz dort nach der Einstellung einer ausländischen Bedienung innerhalb von drei Wochen um rund 30 Prozent sank. „Schockierend“, berichtet Kreutzkamm-Aumüller. Mittlerweile kommen rund ein Fünftel der Angestellten ursprünglich aus dem Ausland.

Bis zum 8. Juni können Bewerbungen für den Integrationspreis eingereicht werden. Dazu muss ein unter www.dresden.de/integrationspreis verfügbares Formular ausgefüllt und an die Mail „integrationspreis@dresden.de gesendet werden. Die Preisverleihung wird am 6. Oktober als Abschluss der diesjährigen „Interkulturellen Tage“ verliehen. Erstmals wurde ein Dresdner Projekt vor drei Jahren mit dem Integrationspreis ausgezeichnet.

Von Tomke Giedigkeit

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