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Lokales Bettensteuer bringt 10 Millionen Euro – einmalig
Dresden Lokales Bettensteuer bringt 10 Millionen Euro – einmalig
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14:00 21.02.2019
Erstmals haben die Einnahmen aus der Bettensteuer die Zehn-Millionen-Marke überboten. Quelle: Oliver Berg / dpa
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Dresden

Zweistellig: Die Landeshauptstadt Dresden hat im vergangenen Jahr rund 10,09 Millionen Euro Beherbergungssteuer eingenommen. Das teilte der Erste Bürgermeister Detlef Sittel (CDU) jetzt auf Anfrage des Linke-Fraktionsvorsitzenden André Schollbach mit. Damit spiegelt sich die positive Entwicklung des Dresden-Tourismus auch in der Stadtkasse wider.

Erstmals haben die Einnahmen aus der Bettensteuer die Zehn-Millionen-Marke überboten. 2017 hatte die Stadtverwaltung noch 9,53 Millionen Euro eingenommen. Es dürfte sich um einen einmaligen zweistelligen Effekt handeln, weil auf Initiative der Grünen im Stadtrat ab diesem Jahr die Höhe der Abgabe gesenkt wird: Bis Ende 2018 mussten Touristen 6,6 Prozent des Zimmerpreises an die Stadt abführen, jetzt sind es 6 Prozent.

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CDU plant zunächst keinen Vorstoß zur Abschaffung

Finanzbürgermeister Peter Lames (SPD) hatte ausgerechnet, dass die Senkung für das Einnahmeniveau von 2017 einen Verlust von 870.000 Euro bedeutet. Sollte sich der Tourismus weiter positiv entwickeln, dürften in diesem Jahr etwas mehr als 9 Millionen Euro Beherbergungssteuer in der Stadtkasse klingeln. Der Stadtrat hatte bei Einführung der Abgabe 2016 mit jährlichen Einnahmen von 8,3 Millionen Euro gerechnet.

Die CDU-Fraktion hatte mehrfach Anläufe unternommen, die Beherbergungssteuer abzuschaffen. Damit ist bis zur Kommunalwahl am 26. Mai nicht zu rechnen, erklärte Steffen Kaden, wirtschaftspolitischer Sprecher der Christdemokraten, auf DNN-Anfrage. Er würde das Thema Abschaffung nur auf die Tagesordnung setzen, wenn eine Zustimmung zu erwarten sei. Das sei aber gegenwärtig nicht der Fall, erklärte Kaden.

Von Thomas baumann-Hartwig

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