Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Betrunkenes Duo verprügelt Putzmann im Hauptbahnhof
Dresden Lokales Betrunkenes Duo verprügelt Putzmann im Hauptbahnhof
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:25 22.11.2018
Symbolbild Quelle: dpa
Dresden

So ganz scheint Christoph K. den Ernst der Lage noch nicht begriffen zu haben. Der 30-Jährige beschwerte sich am Dienstag massiv bei der Richterin, als sie ankündigte, dass die Verhandlung wohl bis in den Abend dauern könnte. „Nee, wann soll ich denn da nach Hause kommen?“ Das ist zum einen sein Problem, hätte er keine Straftaten begangen, hätte er gleich zu Hause bleiben können. Und zum anderen: Wenn die Amtsrichterin schon laut darüber nachdenkt, ob bei seinem Vorstrafenregister und den neuen Anklagen ihre Strafgewalt überhaupt ausreichte, heißt das für den jungen Mann, dass er möglicherweise viele Jahre gar nicht nach Hause kommt, sondern Quartier in einem Gefängnis nimmt. Neben ihm auf der Anklagebank saß Philipp G., der es ebenfalls vorzog, lieber gelangweilt zu quatschen als zuzuhören.

Die beiden jungen Männer aus dem Raum Döbeln/Mügeln sollen im März vergangenen Jahres im Dresdner Hauptbahnhof einen Mitarbeiter der Bahn angepöbelt, beleidigt, angespuckt, geschlagen und verletzt haben. Grund: Der Servicemann, der die Bahnsteige reinigte, hatte sie gebeten, ihre Zigaretten doch im Raucherbereich zu rauchen. Für diese „Unverschämtheit“ schlug ihm Christoph K. die Faust ins Gesicht, kippte eine Bierdose über ihm aus und schmiss sie ihm an den Kopf. Angetrunken und zugekifft verprügelt der 30-Jährige einfach jemanden, der ihm den Dreck nachräumt. Vielleicht sollte es der Arbeitslose mal selbst mit Arbeit probieren.

Ein Zugbegleiter auf dem gegenüberliegenden Bahnsteig wurde Zeuge des Vorfalls. Als die Polizei anrückte, gab es Randale, beide wehrten sich vehement. Kein Wunder, Christoph K. hatte noch einen Gemischtwarenladen an Drogen bei sich – Crystal, Marihuana, Cannabis und rund 3300 Euro, schön in Rollen gebunden. Die Staatsanwaltschaft warf ihm zudem vor, am 9. Juni 2017 an der Tankstelle Bergstraße einen VW T5 im Wert von 15 000 Euro gestohlen zu haben. Der Fahrer des Wagen hatte getankt und auf dem Weg zum Bezahlen unbemerkt seinen Autoschlüssel verloren. Der Angeklagte griff zu und brauste mit dem VW davon.

Weder Philipp G. noch Christoph K. wollten sich zu den Vorwürfen äußern. So müssen sie sich noch einmal auf den Weg nach Dresden machen. Der Prozess wird fortgesetzt.

Von Monika Löffler

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Fahrgäste zwischen den beiden Partnerstädten müssen künftig in Wegliniec umsteigen. Immerhin: Trotz des Zwischenstopps verkürzt sich die Reisezeit um zwölf Minuten.

22.11.2018

Egal ob im Alltag oder im Fernsehen – jeder hat schon einmal beobachtet, wie zwei Menschen sich lautlos gestikulierend gegenüberstanden. Wie das mit der Gebärdensprache funktioniert, erfuhren junge Studenten, die am Dienstag in der Kinderuni-Vorlesung „Gebärdensprache: Alles nur Pantomime?“ saßen.

22.11.2018

Mithilfe von „Virtual Reality“ ins Dresden von 1719 eintauchen. Zuvor wurde das Konzept schon in Köln umgesetzt.

22.11.2018