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Lokales Baustart im Dresdner Südpark: Stadt packt erste neue Wege an
Dresden Lokales Baustart im Dresdner Südpark: Stadt packt erste neue Wege an
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17:48 30.08.2019
Beste Aussichten: Im Südpark haben Spaziergänger einen besonders guten Blick auf Dresden. Quelle: Archiv/Anja Schneider
Dresden

Noch brüten die Fachleute über den Plänen, arbeiten mit Hochdruck am Konzept für den Dresdner Südpark. Trotzdem werden auf dem etwa 37 Hektar großen Gelände jetzt erste Tatsachen geschaffen. Auf dem weitläufigen Areal zwischen Südhöhe und Nöthnitzer Straße haben Arbeiter mit dem Bau neuer Wege be­gonnen, die künftig zu den zentralen Achsen im Park gehören werden.

Die Stadt hat große Pläne für das Gelände, will dort Schritt für Schritt einen großen Landschaftspark mit vielen Freizeit-, Sport- und Erholungsmöglichkeiten entwickeln. Ei­ne Idee, die bereits seit Anfang der 1990er Jahre existiert, vom Stadtrat aber erst vor zwei Jahren wieder aus der Schublade geholt wurde (DNN berichteten mehrfach).

Im Südpark (die Karte zeigt einen frühen Entwurf) entstehen jetzt die ersten Wege (rot). Für den straffierten Bereich reicht jedoch das Geld nicht Quelle: Landschaftsarchitekturbüro Dr. Eichstaedt-Lobers/SV Dresden

Mit den neuen Wegen nimmt der Park erste Konturen an. Dabei handelt es sich einerseits um eine Achse, die von der Passauer Straße hinüber zu der Wegekreuzung führend wird, wo die Fernwärmerohre aufeinandertreffen werden. In diesem Korridor hatte die Drewag be­reits im Februar eine Schneise freischneiden lassen, weil dort auch ei­ne Wasserleitung im Boden liegt.

200.000 Euro für neuen Weg

Bis voraussichtlich Februar werden die Bauleute einen zwei Meter breiten Asphaltweg für Fußgänger und Radfahrer errichten, der zu­gleich be­hindertengerecht gestaltet wird. Durch die beidseitige Befestigung mit Schotterrasen kann der Weg künftig auch von Pflege- und Forstfahrzeugen genutzt werden. Au­­ßerdem will die Stadt im nächsten Jahr zwei Feldbahnloren, eine historische Lok und eine Infotafel an diesem Weg aufstellen lassen – als Erinnerung an die Trümmerbahn, die einst in diesem Bereich entlangfuhr und tonnenweise Schutt brachte, der in die alte Lehmgrube ge­kippt wurde. Die Kosten für diesen Weg beziffert die Stadt auf rund 200.000 Euro.

Hier entsteht der Südpark:

Zugleich wird zumindest der erste Teil einer neuen zentralen Nord-Südachse in Angriff genommen. Die soll künftig von den Turnhallen an der Nöthnitzer Straße durch den Wald hinauf zum bereits vorhandenen Weg entlang der Fernwärmeleitung führen und dabei auch die neue West-Ost-Verbindung kreuzen. Bis November lässt die Stadt nun den Abschnitt beginnend von der neuen Querachse hinauf zur Fernwärmeleitung errichten. An der oberen Einmündung werden neue Sträucher gepflanzt und auch zwei Bänke aufgestellt, damit Spaziergänger von dort aus den Blick auf Dresden und das Umland genießen können.

Treppe überwindet neun Höhenmeter

Der Abschnitt des neuen Weges ist zwar vergleichsweise kurz – dennoch aber eine besondere Herausforderung. Um den steilen Abhang zu überwinden, muss eine Treppe er­richtet werden. Über die können Besucher des Parks künftig die Bö­schung mit ei­nem Winkel von satten 45 Grad und einem Höhenunterschied von neun Meter überwinden. Die Kosten für diesen Abschnitt summieren sich nach Angaben aus dem Rathaus auf etwa 220.000 Euro.

Die beiden Vorhaben sind allerdings zunächst die einzigen, die vor 2021 im Südpark angepackt werden können. Nachdem die rotgrünrote Koalition im Dresdner Rathaus und mithin der Entwurf für den Doppelhaushalt für dieses und nächstes Jahr geplatzt waren, blieb zunächst kein Geld mehr für den Südpark übrig. Erst durch das Um­schichten anderer finanzieller Mittel konnten zumindest die nun laufenden Arbeiten gesichert werden. Zudem reicht das in den Etat eingestellte Geld laut Verwaltung immerhin noch, um die Planungen für die Fortführung der Nord-Süd-Achse, für den Waldspielplatz und einen Freizeitsportbereich vorantreiben zu können. Geplant war eigentlich auch der Bau erster Aufenthaltsplätze oder von dringend nötigen Entwässerungsmulden – was vorerst auf der Strecke bleibt.

Bekenntnis zum Südpark von Grünen, CDU, Linken, SPD und FDP

Laut Verwaltung wird derzeit mit „höchster Priorität“ an dem Bebauungsplan gearbeitet. Aktuell sind die Mitarbeiter dran, den Grünordnungsplan, den Um­weltbericht und den Gestaltungsplan zu erstellen. Kommt nichts dazwischen, könnte der Bebauungsplan noch dieses Jahr durch die Gremien beschlossen werden, heißt es aus dem Rathaus. Um die weiteren Vorhaben ab 2021 umsetzen zu können, ist dann ebenfalls der Stadtrat gefragt, der die nö­tigen Gelder freigeben muss. Vertreter von den Grünen, CDU, Linken, SPD und FDP hatten sich im Mai im Vorfeld der Wahl klar zum Südpark bekannt und angekündigt, im neuen Doppelhaushalt die finanziellen Mittel verankern zu wollen.

Von Sebastian Kositz

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