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Lokales Bauarbeiten abgehakt: Bahnen rollen wieder über die Canalettostraße in Johannstadt
Dresden Lokales Bauarbeiten abgehakt: Bahnen rollen wieder über die Canalettostraße in Johannstadt
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09:14 25.01.2020
Bis zum Freitag wurde auf der Canalettostraße noch gebaut. Seit dem frühen Sonnabend rollen die Bahnen wieder in beide Richtungen. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Gewissermaßen waren es die letzten Handgriffe, die Bauleute am Freitag noch zu erledigen hatten. Letzte Fugen im Asphalt werden verfüllt, bevor am frühen Sonnabendmorgen auf der Canalettostraße in Johannstadt endlich wieder die gelben Straßenbahnen in beide Richtungen rollen können. Damit sind die seit Sommer des vergangenen Jahres dort laufenden Arbeiten zu Ende. Ein großes, millionenschweres Vorhaben, das zugleich verdeutlicht, wie die Stadt schon jetzt am Projekt Verkehrswende arbeitet.

Monatelang waren Arbeiter auf der Canaletto-und Nicolaistraße mit ihren schweren Geräten im Einsatz. Im Bereich zwischen Stübelallee und Fetscherplatz wurden laut Angaben von Stadt und Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) seit Juli ein halber Kilometer Doppelgleis – die alten Schienen lagen seit 30 Jahren dort – erneuert, 70 neue Masten für die Fahrleitung aufgestellt und fast zwei Kilometer Oberleitung gezogen. Zugleich rissen die Bauleute auf einer Gesamtlänge von 250 Metern das alte, holprige Pflaster raus und walzten schließlich frischen Asphalt auf. Und: Im Erdreich wurden neue Abwasserrohre verlegt.

Fehlende Barrierefreiheit war zentraler Kritikpunkt

Ein wichtiges Teilvorhaben der Ar­­beiten war der barrierefreie Ausbau der Haltestelle am Krankenhaus St. Joseph-Stift. Hielten die Bahnen früher noch mitten auf der Straße, so reichen die Bordsteine des Haltestellenbereichs nun direkt bis an die Bahnen heran. Somit gelangen Rollstuhlfahrer, Gehbehinderte oder Eltern mit Kinderwagen künftig ohne Absatz in beziehungsweise aus der Tram. Eine Erleichterung, die gerade im benachbarten Krankenhaus St. Joseph-Stift schon lange angemahnt war, wie dessen Geschäftsführer Peter Pfeiffer sagt.

Etwa 600 000 Menschen suchen jedes Jahr das Krankenhaus und die dazugehörigen Ärztehäuser und Einrichtungen auf – fast je­der Dritte kommt mit Bus oder Bahn, erklärt Peter Pfeiffer. Die fehlende Barrierefreiheit war ein zentraler Kritikpunkt von Patienten und Gästen.

Zum Einzugsbereich der neuen Haltestelle gehören neben dem St. Joseph-Stift auch einige Schulen und Kindertagesstätten, weshalb nicht nur die Patienten profitieren, sagt DVB-Vorstand Andreas Hemmersbach.

Weiterer Schritt auf dem Weg zur umweltfreundlichen Mobilität

Seit Sonnabend um 3.45 Uhr fahren die Bahnen der Linien 4, 10 und 12 wieder in beide Richtungen. Zuletzt konnten wegen des Straßenbaus die Bahnen nur in Richtung Innenstadt hier rollen, die Trams in Richtung Striesen mussten unterdessen den Umweg über Stübelallee, Comeniusplatz und Fetscherstraße fahren.

Für Dresdens Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) ist mit dem Umbau der Canalettostraße zugleich ein weiterer Schritt auf dem Weg zur umweltfreundlichen Mobilität gegangen worden. Einerseits ist durch die Sanierung der Gleise eine weitere Engstelle verschwunden, auf der die neuen, breiteren Stadtbahnwagen, „mit denen wir noch mehr Fahrgäste befördern können“, nicht hätten fahren können. Und auch Radfahrer würden profitieren: „Wo früher Holperpflaster war, ist jetzt Asphalt eingebaut. Und die Radfahrer müssen die Schienen im Bereich der Haltestelle nicht mehr queren“.

Die Arbeiten haben Stadt, DVB und beteiligte Versorgungsunternehmen insgesamt rund fünf Millionen Euro gekostet. Mit 3,3 Millionen Euro hat der Freistaat einen großen Teil der Summe gefördert.

Von Sebastian Kositz

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