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Lokales Bau des Kombibades Prohlis schreitet fort
Dresden Lokales Bau des Kombibades Prohlis schreitet fort
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17:46 25.08.2019
So soll das Kombibad Prohlis einmal aussehen. Quelle: Krieger Architekten & Ingenieure
Dresden

Der Baufortschritt auf dem Gelände des früheren Freibades Prohlis ist nicht mehr zu übersehen: Auf der Liegewiese, wo früher Badegäste ihre Handtücher auswarfen, heben nun Bagger Erde aus. Und auch das große Freibecken ist mittlerweile einer Baugrube gewichen.

Auf dem Areal im Dresdner Südosten entsteht derzeit ein großes Kombibad, das Hallen- und Freibad vereint. Der Komplex umfasst eine moderne Halle mit Schwimmbecken, Erlebnisbereich und Sprunganlage sowie ein Freibecken im Außengelände.

Breites Angebot, viel Fläche

Am Freitag hat die Dresdner Bäder GmbH die Grundsteinlegung für das 21 Millionen Euro teure Bauvorhaben gefeiert. Neben Geschäftsführer Matthias Waurick waren auch Dresdens Sportbürgermeister Peter Lames (SPD) und Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) anwesend.

„Der Bau ist nicht nur ein Schritt zur Verwirklichung unseres Bäderkonzepts, sondern auch ein klares Bekenntnis zum Stadtteil Prohlis“, meinte Lames. Das Kombibad werte den Wohnstandort städtebaulich auf. Piwarz sprach ebenfalls von einem „guten Tag für Prohlis – und für den Schulsport.“ Schwimmen gehört zur sportlichen Grundausbildung von Schülern, man werde das Schwimmangebot im Kombibad dafür dankend annehmen.

D Quelle: Anja Schneider

Das neue Bad kann mit 735 Quadratmetern Wasserfläche aufwarten. Zum Vergleich: Die alte Schwimmhalle in Prohlis ist mit 366 Quadratmetern nur halb so groß. Der Neubau soll dem Schul- und Rehasport, Vereinen und Familien ein breites Angebot bieten.

Neben Sprudelbecken und Röhrenrutsche könnte sich vor allem die Sprunganlage zum Besuchermagnet entwickeln: „Viele gehen im Sommer allein deswegen ins Freibad Wostra, weil es dort einen Sprungturm gibt. Im Kombibad Prohlis soll das ganze Jahr über gesprungen werden können – aus einem, drei und fünf Metern Höhe“, sagte Lars Kühl, Sprecher der Dresdner Bäder.

Eröffnung frühestens 2021

„Schon 2014 stand fest, dass am Standort ein Kombibad entstehen soll“, verriet Waurick. Ab Oktober 2015 wurde nach Architekten gesucht, die Wahl fiel letztlich auf das Büro Krieger Architekten/Ingenieure aus Velbert. Innerhalb von 15 Monaten gelang es, ein fertiges Baukonzept zu erstellen. „Im September 2017 haben wir Fördermittel beantragt, im November 2018 erhielten wir die Bescheide“, so Waurick weiter. Rund 7,3 Millionen Euro schießen Freistaat und Landeshauptstadt zu. Im Frühjahr starteten schließlich die Abbrucharbeiten am alten Freibad. Bis zu 35 Gewerke werden noch auf der Großbaustelle tätig sein, bis das neue Areal eröffnet wird. Die Bädergesellschaft teilt mit, dass es frühestens Mitte des Jahres 2021 soweit ist. Ursprünglich sollte der Neubau schon im nächsten Jahr fertig werden, doch die Fördermittel ließen lange auf sich warten, wodurch es zum Verzug kam.

Die alte Schwimmhalle in Prohlis bleibt so lange in Betrieb, bis das Kombibad fertig gebaut ist. Dann wird der Zweckbau aus dem Jahr 1988 abgerissen. Auf der gewonnenen Fläche soll ein Parkplatz für das Kombibad entstehen. Der neue Badeingang liegt allerdings unmittelbar an der Georg-Palitzsch-Straße, er ist also auch bequem mit der Straßenbahn erreichbar.

Eintrittspreise steigen

Obwohl noch keine Kalkulation vorliegt, kann Bädersprecher Lars Kühl schon jetzt bestätigen: „Die Eintrittspreise des Badstandortes Prohlis werden sich durch den Neubau erhöhen.“ Dass sich dies im sozialen Brennpunkt Prohlis auf die Besucherzahlen auswirkt, glaubt Kühl jedoch nicht. „Schwimmen ist in Dresden generell nicht teurer als in anderen Städten. Außerdem erwarten wir auch zahlreiche Gäste aus Striesen, Friedrichstadt und anderen Stadtteilen.“

Von Junes Semmoudi

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