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Lokales Badkonzept: Erst Klotzsche, dann Pieschen und Striesen
Dresden Lokales Badkonzept: Erst Klotzsche, dann Pieschen und Striesen
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11:35 13.04.2019
Badegäste schwimmen im Schwimmbecken im Georg-Arnhold-Bad (Symbolfoto) Quelle: dpa
Dresden

Die Kommunalpolitik befindet sich im Wahlkampfmodus, der Stadtrat ist zerstritten. Es gibt sie aber noch, die Sachthemen, bei denen nach kontroverser Debatte einstimmige Beschlüsse getroffen werden. Oder fast einstimmig: Eine Stimmenthaltung gab es dann noch bei der Abstimmung zur Sportstrategie.

Das fast 300 Seiten starke Papier enthält die Fortschreibung der Sportentwicklungsplanung, die Badkonzeption und das Sanierungs- und Entwicklungskonzept für die Dresdner Sportstätten. Der Investitionsbedarf wird mit 300 Millionen Euro beziffert. Eine utopisch hohe Summe, aber es gibt jetzt eine Schwerpunktsetzung.

Höchst umstritten war in den vergangenen Monaten die Frage, in welchen Stadtteilen neue Schwimmhallen gebaut werden sollen. Auch da hat der Stadtrat trotz des Wahlkampfs zu einer Lesart gefunden: Bis 2025 arbeitet die städtische Bäder GmbH die Vorhaben Freiberger Straße, Prohlis und Klotzsche ab. Danach stehen ein neues Bad für Pieschen – und auf Antrag der Bürgerfraktion beschlossen – für Striesen/Blasewitz auf der Tagesordnung.

Wobei Thomas Blümel, Sportpolitiker der Bürgerfraktion, ausdrücklich betonte, dass Striesen/Blasewitz nach Pieschen an die Reihe kommen soll. Es sollte auch geprüft werden, ob private Bauherren in die Finanzierung von Bädern einbezogen werden könnten. Private müssten ja nicht unbedingt nur Sozialwohnungen errichten, so Blümel, sie könnten auch zur Schaffung von öffentlicher Infrastruktur herangezogen werden.

Etwas Unruhe gab es dann doch noch, weil Pirat Martin Schulte-Wissermann (Fraktion Die Linke) ein klares Bekenntnis zum Sachsenbad forderte. Eine neue Schwimmhalle in Pieschen soll erst dann auf den Weg gebracht werden, wenn der Umbau des Sachsenbades zu einem Gesundheitsbad in trockenen Tüchern ist, forderte Schulte-Wissermann und handelte sich eine Niederlage bei der Abstimmung ein.

„Es ist nicht nachzuvollziehen, wieso die Linken das Sachsenbad und die Badkonzeption verknüpfen wollen“, befand CDU-Stadtrat Veit Böhm. Das Sachsenbad solle ja gerade von privaten Investoren saniert werden und komme als öffentliche Schwimmfläche nicht in Betracht. Böhm hat sich sowohl für das Sachsenbad als auch für eine neue Schwimmhalle auf der Harkortstraße eingesetzt und ist mit dem Beschluss zufrieden. Dieser biete auch die Möglichkeit, die Pläne von Motor Mickten zu unterstützen. Der Verein plant ein großes Sport- und Freizeitzentrum auf der Harkortstraße und würde auch den Bau der Schwimmhalle in seine Überlegungen einbeziehen.

Böhm lobte die interfraktionelle Zusammenarbeit mit den Stadträten Vincent Drews (SPD) und Johannes Lichdi (Bündnis 90/Die Grünen) bei der Badkonzeption. Silvana Wendt, CDU-Stadträtin für den Dresdner Norden, lobte den Beschluss, da dieser den Ersatzneubau für die Schwimmhalle Klotzsche an der Königsbrücker Straße festschreibt. Für die Sporthalle, die mit Schließung der alten Schwimmhalle wegfällt, werde ein adäquater Ersatz gesucht. „Das war uns wichtig“, so Wendt.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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