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Lokales Drei Jahre Haft für Automaten-Sprenger – und eine Rüge für die Bahn
Dresden Lokales Drei Jahre Haft für Automaten-Sprenger – und eine Rüge für die Bahn
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13:22 12.11.2019
Wenig Gnade für Michael W., das Amtsgericht Dresden schickt ihn lange ins Gefängnis. Quelle: picture alliance / dpa
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Dresden.

Eine ganze Serie von Automatensprengungen beschäftig seit Anfang des Jahres die Polizei. Immer wieder wurden in Dresden und Umgebung Fahrkartenautomaten der Bahn mit Pyrotechnik in die Luft gejagt.

Einer der Chaoten, die es auf den Bahnhöfen richtig krachen ließen, war Michael W. Er soll mit anderen – gesondert verfolgten – Tätern Automaten in Dresden, Heidenau, Freital, Riesa und Nünchritz gesprengt haben, um an Bargeld zu kommen. „Das geht nur zu zweit, alleine kann man das nicht machen. Der eine muss die Tür aufziehen, der andere die Kassette rausholen“, klärte am Montag der Angeklagte in der Verhandlung am Amtsgericht Dresden auf.

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„Schnelles Geld für Drogen

Der 37-Jährige, der zur Tatzeit unter Bewährung stand, räumte die Taten bis auf eine ebenfalls angeklagte Sprengung in Dresden-Reick ein. „Ich habe mal gehört, das soll ganz einfach gehen, und wir brauchten ja schnelles Geld für Drogen“, begründete er die Böllerei. Viel Geld gemacht haben die selbst ernannten Sprengmeister nicht – dafür richteten sie aber erheblichen Schaden an.

Bei den angeklagten Taten wurden insgesamt um die 2000 Euro erbeutet – aber der Sachschaden lag weit über 100.000 Euro. Erstaunlicherweise, da waren sich alle Prozessbeteiligten einig, zeigte die Deutsche Bahn wenig Verfolgungsinteresse. „Die Bahn hätte bei der Aufklärung der Taten mehr mitar­beiten können“, befand der Vorsitzende Richter.

Zwei Sprengungen in einer Nacht

Am 17. Dezember 2018 schlug Michal W. mit einem Mittäter gleich zweimal zu. Gegen 2.40 Uhr sprengten sie einen Fahrkartenautomaten in Riesa, eine Stunde darauf knallte es in Nünchritz. Direkt neben diesem Automaten stand ein Wohnhaus, ein Zeuge bemerkte den Vorfall und rief die Polizei. Die beiden Täter hauten zu Fuß ab und ließen den Wagen des Mittäters nebst Papieren zurück. Der Rest war für die Polizei einfach. Zuerst wanderte der Kumpan in U-Haft, dann auch Michael W. Und im Gefängnis wird er einige Zeit bleiben. Er wurde am Montag zu drei Jahren hinter Gittern verurteilt.

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Von Monika Löffler

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