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Lokales Autofreier Tag am Terrassenufer – Buntes Straßenfest für Groß und Klein
Dresden Lokales Autofreier Tag am Terrassenufer – Buntes Straßenfest für Groß und Klein
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08:10 23.09.2019
Begleitet von einem bunten Straßenfest wurde der autofreie Tag am Sonntag in Dresden gefeiert. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Ungewohntes Bild auf dem Terrassenufer am Sonntag: Fußgänger, Fahrräder, E-Scooter, Dreiräder und Skater. Alles, bloß keine Autos. Begleitet von einem bunten Straßenfest sollten an diesem Tag umweltfreundliche Verkehrsmittel die Straße beleben. Der autofreie Tag am Terrassenufer war das Finale der Europäischen Mobilitätswoche.

Von 8 bis 19 Uhr war die Straße zwischen Augustus- und Carolabrücke für Autos tabu. Von 11 bis 17 Uhr konnten sich die großen und kleinen Besucher über ein vielfältiges Programm aus Spiel, Spaß und vielen Info- und Mitmachangeboten freuen. Dabei lag überall der Fokus auf umweltfreundlichen Alternativen zum eigenen Auto.

Dresdner Unternehmen und Verbände mit Angeboten vor Ort

Unternehmen und Verbände wie die Dresdner Verkehrsbetriebe, der Carsharinganbieter „teilAuto“, der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club, das Dresdner Verkehrsmuseum oder auch die Naturfreunde Sachsen präsentierten an ihren Ständen die neusten Trends in Sachen ÖPNV, Fahrrad, Carsharing, E-Mobilität, Verkehrssicherheit, Klimaschutz und Lebensqualität.

So konnten Lastenräder und E-Scooter ausprobiert, Busse und Bahnen aus Pappe gebastelt, Plastikmüll zu Spielzeug upgecyclet, Erste Hilfe Kenntnisse aufgefrischt, Solarmobile selbst gebaut oder das eigene Fahrrad in der mobilen Selbsthilfewerkstatt geflickt werden.

Bürgersprechstunde mit Verkehrsexperten und Politikern

Im Laufe des Tages luden Dresdner Verkehrsexperten und Politiker zum Bürgergespräch. Interessierte konnten ihre Fragen an Verkehrsbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain, Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen, den Direktor des Verkehrsmuseums Joachim Breuninger und Vertreter der Dresdner Verkehrsbetriebe loswerden.

Für die musikalische Untermalung sorgte Radio Dresden und ein Picknick mit Kaffee und Kuchen lud dazu ein, die spätsommerliche Sonne zu genießen.

Höhepunkt war wohl der Wettbewerb um das ausgefallenste Kleinfahrzeug. Egal ob mit Muskel- oder Elektroantrieb – gefragt waren originelle, schöne, auffallende und witzige Gefährte. Für den Sieger gab es eine Ballonfahrt als Hauptgewinn.

Abschluss einer Woche für den Klimaschutz

Der Aktionstag autofreies Terrassenufer war Abschluss einer Woche, in der viele Zeichen für den Klimaschutz gesetzt wurden. Am Freitag hatten sich in Dresden über 14.000 Menschen versammelt, um beim globalen Klimastreik im Rahmen der Fridays for Future für ein Umdenken und entschlossenes Handeln für den Klimaschutz zu demonstrieren. „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“, lauteten die Sprechchöre, denn „die Klimakrise ist die größte Gefahr unserer Zeit“, so Schüler und Mitorganisator Marlon Araque.

Ursprünglich wurden die wöchentlichen Demonstrationen von der jungen Generation unserer Gesellschaft vorangetrieben. Dem globalen Klimastreik hatten sich jedoch auch zunehmend Erwachsene angeschlossen. Die Sensibilität für das Thema scheint zu wachsen.

Stichwort Autofreier Tag

Der Autofreie Tag ist ein Tag, an dem der Gebrauch von Kraftfahrzeugen eingeschränkt werden soll.

In den 1950er und 1970er Jahren wurden autofreie Tage von den Behörden verfügt, weil ein Engpass der Versorgung mit Erdöl drohte.

In jüngerer Zeit gilt der autofreie Tag als Aktionstag verbunden mit der Forderung nach einer Verkehrswende, der von verschiedenen Organisationen (zum Beispiel Umweltverbänden und Kirchen) initiiert und unterstützt wird. Er findet jährlich am 22. September statt.

Von Franziska Gleißner

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